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19.03.2019, 12:34

St. Pauli verspielt aussichtsreiche Ausgangssituation

Kauczinski: "Uns braucht keiner bemitleiden"

Es war eine Horrorwoche, die der FC St. Pauli mit einer 0:4-Derbyniederlage gegen den Hamburger SV begonnen und mit selbigem Ergebnis beim SV Sandhausen am Samstag abgeschlossen hatte. Die beiden derben Pleiten haben Folgen, sowohl in der Tabelle, als auch in der Stimmung rund um den Verein. Auch ein geplanter Teamabend wurde jüngst abgesagt.

Markus Kauczinski
Sichtlich bedient nach der zweiten 0:4-Klatsche in Folge: St. Paulis Trainer Markus Kauczinski.
© imagoZoomansicht

Der schwere Rucksack der Derbypleite war den Kiezkickern bei den abstiegsbedrohten Sandhäusern deutlich anzumerken. Lethargisch geführte Zweikämpfe und fehlende Kreativität im Offensivspiel waren gepaart mit haarsträubenden Fehlpässen und Ballverlusten in der Defensive. Bei allen vier Gegentoren fehlte die Zuordnung im Abwehrverbund, dem klar überlegenen SVS wurde das Toreschießen teilweise leichtgemacht.

"Es haben sich zu viele Fehler eingeschlichen. Bälle, die wir normalerweise beherrschen, sind nicht angekommen. Auch die Tore haben wir zu einfach bekommen. Das waren alles Situationen, aus denen keine Gegentreffer fallen dürfen", lautete die Kritik von Trainer Markus Kauczinski über den leblosen Auftritt in der Kurpfalz.

Training statt Bowlingabend

Mit einem Bowlingabend wollten die Hamburger eigentlich in die Länderspielpause starten, doch dieser wurde kurzerhand abgesagt. "Wir müssen jetzt auf dem Platz arbeiten und zeigen, dass mehr in uns steckt. Wir dürfen das, was wir uns aufgebaut haben, jetzt nicht kaputtmachen. Wir steuern gegen, indem wir auf dem Platz arbeiten und nicht, indem wir andere Dinge tun", so die klare Ansage des Cheftrainers.

Wohl die richtige Entscheidung, denn der Trend zeigt nicht erst seit der Niederlage im Stadtduell nach unten. Im neuen Jahr gab es aus acht Spielen fünf Niederlagen - zu wenig für eine Mannschaft, die um den Aufstieg mitspielen möchte. "Uns braucht keiner bemitleiden. Wir tragen die Verantwortung für das, was passiert. Die nehmen wir auch an und suchen die Schuld bei uns", zeigt sich Kauczinski selbstkritisch.

Wir befinden uns in einer schwierigen Situation, hier wird nichts schöngeredet.St. Paulis Sportdirektor Uwe Stöver

Diskussionen im Verein um seine Person gibt es zwar nicht, doch auch Sportdirektor Uwe Stöver weiß um die aktuelle Lage: "Wir befinden uns in einer schwierigen Situation, hier wird nichts schöngeredet."

Hoffnung im Aufstiegsrennen gibt es für St. Pauli aber dennoch, da auch die Konkurrenz Federn ließ und den momentan bestehenden Vier-Punkte-Vorsprung nicht hat weiter ausbauen können. Um nach den zwei freien Wochen wieder zu alter Stärke zu finden, ruft Kauczinski den Plan für die kommenden Einheiten aus: "Viel Zweikampf, Flanken verteidigen, Flanken verhindern. Im Spielaufbau die Bälle fordern und Verantwortung suchen. Alles das, was man braucht, um sich die Sicherheit auf dem Platz zu holen."

kon/sw

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