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30.04.2018, 22:21

Überblick: Kiel demontiert FCI und bleibt dran

Gefühl, Dusel und Dominanz: Nürnberg ist dem Ziel nahe

Für Nürnberg ist die Bundesliga-Rückkehr nach dem Sieg gegen Braunschweig greifbar. Nur weil Kiel zuvor Ingolstadt abgeschossen hatte, ist der Club-Aufstieg noch nicht perfekt. Duisburg bremste zugleich die Euphorie des Jahn und der FCH atmet auf. Kaiserslautern steht als erster Absteiger aus der 2. Liga fest, Düsseldorf als erster Aufsteiger in die Bundesliga. Derweil gelang sowohl St. Pauli als auch Darmstadt im Abstiegskampf ein Befreiungsschlag.

Petrak mit Gefühl, Möhwald mit Dusel: Club vor Aufstieg

Ondrej Petrak
Das umjubelte 1:0: Ondrej Petrak brachte Nürnberg auf Kurs.
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Weil Kiel am Sonntag Ingolstadt abgeschossen hatte, war für den 1. FC Nürnberg im letzten Montagabendspiel der Saison gegen Braunschweig klar, dass es mit dem direkten Aufstieg vorerst nichts werden konnte. Davon ließ sich der Club aber nicht beirren, denn die Franken dominierten das Geschehen von Beginn an, ließen zunächst zahlreiche Großchancen liegen und belohnten sich kurz vor der Pause: Petrak traf aus 20 Metern gefühlvoll (45.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Möhwald - mit etwas Dusel - für den 2:0-Endstand (48.). Damit hat der FCN wieder fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang und kann am nächsten Wochenende in Sandhausen die Bundesliga-Rückkehr perfekt machen.

Spätes Schützenfest: Kiel hält den Anschluss

Holstein Kiel
Weiterhin im Rennen: Holstein Kiel.
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Holstein Kiel hatte es beim Gastspiel in Ingolstadt am Sonntag in der Hand, ob der zweite Platz noch in Reichweite bleibt oder nicht. Alles außer einem Dreier hätte Nürnberg am Montagabend gegen Braunschweig die Chance gegeben, mit einem Sieg den Bundesliga-Aufstieg perfekt zu machen. Und so ging Holstein die Partie zunächst mutig an, verlor dann etwas den Faden und ging trotzdem durch Kinsombi in Führung (25.). Ingolstadt war eigentlich das bessere Team und belohnte sich kurz vor der Pause durch Kittel mit dem verdienten Ausgleich (43.). Nach dem Seitenwechsel schlug Kiel durch Ducksch erneut eiskalt zu (60.) und zog dem FCI dadurch den Zahn. Spätestens nach dem Eigentor von Levels zum 3:1 aus Sicht der Störche (68.) war klar, dass Kiel weiter dranbleibt und nach wie vor direkt aufsteigen kann. Schindler (72.) und Drexler (74.) erhöhten sogar noch auf 5:1.

Duisburg hält die Klasse - Dämpfer für den Jahn

Das Aufsteiger-Duell gegen den MSV Duisburg hatte Jahn Regensburg in der Hinrunde deutlich mit 4:0 für sich entschieden. Diesmal aber taten sich die auf den Aufstiegs-Relegationsplatz lauernden Oberpfälzer deutlich schwerer. In Abschnitt eins waren die Hausherren das dominante Team, der Jahn fand offensiv kaum statt. Tore, die in Hälfte eins noch fehlten, fielen nach der Pause Schlag auf Schlag. Erst sorgte Nauber für die verdiente MSV-Führung (52.), dann glich George traumhaft aus (58.), nur damit der Jahn nach einem Patzer von Keeper Weis durch Iljutcenko erneut in Rückstand geriet (60.). Stoppelkamp machte mit einem Traumtor in der 75. Minute den Deckel drauf und Engin besorgte den 4:1-Endstand (87.), sodass der MSV auch in der kommenden Saison im Unterhaus spielt. Regensburg dagegen muss im Kampf um Platz drei einen Dämpfer verdauen.

Auch ohne Schnatterer: FCH macht großen Sprung

Für Heidenheim ging es um alles, für Sandhausen um nichts: Genauso verlief die Partie auf der Ostalb. Der FCH, wie so viele in akuter Abstiegsnot, bog auch ohne Kapitän Schnatterer (Muskelfaserriss) dank der Treffer von Dovedan (17.) und Verhoek (37.) auf die Siegerstraße ein, die das Team von Trainer Frank Schmidt nicht mehr verließ. Damit hat Heidenheim drei ganz wichtige Punkte eingefahren und sich auf drei Zähler vom Relegationsplatz distanziert.

Last-Minute-Sieg! Düsseldorf macht den Aufstieg perfekt

Mit seinem Siegtreffer in Dresden machte er Fortunas Aufstieg perfekt: Rouwen Hennings (M).
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Fortuna Düsseldorf hat den Matchball verwandelt und bereits zwei Spieltage vor Saisonende aus eigener Kraft den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht. Die Rheinländer hatten beim 2:1-Sieg in Dresden am Samstag im ersten Durchgang alles im Griff, der frühe Führungstreffer von Neuhaus (9.) spielte der Funkel-Elf natürlich in die Karten. Doch der nach der Pause eingewechselte Koné dämpfte mit dem Ausgleich (64.) zwischenzeitlich die Aufstiegseuphorie. Erst in der Schlussminute besorgte Hennings den umjubelten Siegtreffer. Für die Fortuna, aber auch für Trainer Funkel selbst, ist es der sechste Aufstieg ins Oberhaus. Die SGD, bei der Testroet nach langer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand, steckt dagegen weiter im Abstiegskampf.

Fürth in prekärer Lage - Darmstadt und St. Pauli landen Befreiungsschlag

"Wir müssen die Nerven behalten", hatte Darmstadts Kempe vor dem Heimspiel gegen Union Berlin gesagt - und die Lilien folgten seinem Rat. Nach 35 Minuten führte der SVD durch Treffer von Holland (12.) und Platte (22. und 35.) bereits mit 3:0. Der effektiven Chancenverwertung der Darmstädter hatte Union nichts entgegenzusetzen. Parensens Anschlusstreffer (87.) zum 1:3-Endstand kam viel zu spät. Damit bleibt Darmstadt auch im neunten Spiel in Folge (drei Siege, sechs Remis) ungeschlagen und schiebt sich wieder nahe an die Nichtabstiegsplätze heran.

Großer Verlierer am Samstag war Fürth, das sich im Kellerduell am Millerntor gegen den FC St. Pauli mit 0:3 geschlagen geben musste und auf den Relegationsrang rutschte, den zuvor die Kiezkicker belegt hatten. Diamantakos (7.), Flum (39.) und Neudecker (61.) stoppten nach sieben sieglosen Spielen den freien Fall der Hamburger und sorgten für einen Befreiungsschlag.

Kaiserslautern muss erstmals in Liga 3

Fabian Klos im Spiel gegen den FCK
Lauterer Abstiegskampf auf der Alm: Am Ball Bielefelds Kapitän Fabian Klos.
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Die Zweitliga-Lichter für den 1. FC Kaiserslautern sind am Freitag in Bielefeld vorerst erloschen. Die Pfälzer verloren trotz zwischenzeitlichem 2:0-Vorsprung nach einem Andersson-Doppelpack noch mit 2:3 (1:0). Knackpunkt war die Rote Karte gegen Kessel nach Torverhinderung per Handspiel (61.) und der anschließend durch Klos verwandelte Elfmeter (63.). In Unterzahl kassierte der FCK wenig später durch Voglsammer den Ausgleich (70.). In einer packenden Schlussphase hatten beide Teams das Siegtor mehrfach auf dem Fuß, am Ende war es erneut Klos, der frei vor Müller die Nerven behielt und zum vielumjubelten 3:2 einschoss (90.+3). Der DSC rückt durch den 12. Saisonsieg vorerst bis auf zwei Punkte an die drittplatzierten Kieler heran. Lauterns Niedergang ist nach der 17. Niederlage nicht mehr abzuwenden.

Auch Bochum schielt nach oben

Der Vormarsch des VfL Bochum hält unterdessen unvermindert an. Der Revierklub bezwang auch die weiterhin abstiegsbedrohten Auer mit 2:1 (1:1) und stockte sein Punktekonto wie Bielefeld auf 47 auf. Kruse mit einem frühen Tor - Gästecoach Hannes Drews wurde kurz darauf auf die Tribüne geschickt - sowie dem Siegtreffer zum 2:1 hieß der Matchwinner des VfL. Köpke hatte zwischenzeitlich für den FC Erzgebirge ausgeglichen. Nach Kempes Notbremse gegen Kruse spielten die Veilchen ab der 65. Minute in Unterzahl, zwölf Minuten später kassierten die Gäste den zweiten und letztlich entscheidenden Treffer. Bochum ist damit seit neun Runden ungeschlagen (6/3/0), Aue bleibt nach der dritten Niederlage in Folge bei 39 Zählern stecken.

mkr/aho/cru/cfl

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