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SpVgg Greuther Fürth

SpVgg Greuther Fürth

2
:
1

Halbzeitstand
0:0
FC St. Pauli

FC St. Pauli


SPVGG GREUTHER FÜRTH
FC ST. PAULI
15.
30.
45.




60.
75.
90.













Fürther Serie beendet - Verletzungspech schlägt zu

Magyar sei Dank: Fürth siegt zum Abschluss

Zum Abschluss der Saison 2018/19 gewann die SpVgg Greuther Fürth in einem phasenweise recht zähen Spiel dank eines späten Treffers gegen den FC St. Pauli mit 2:1. Das Kleeblatt beendete damit seinen jüngsten Negativlauf von zuvor fünf sieglosen Spielen in Serie und verabschiedet sich mit einem positiven Ergebnis in den Sommer.

Hier geblieben: Fürths Maximilian Sauer im Zweikampf mit Sami Allagui (r.).
Hier geblieben: Fürths Maximilian Sauer im Zweikampf mit Sami Allagui (r.).
© imago imagesZoomansicht

Fürths Coach Stefan Leitl mischte gegenüber dem 1:1 in Aue kräftig durch. Gleich fünf Neue bei den Gastgebern: Funk (Tor), Mohr, Jaeckel, Sarpei und Keita-Ruel spielten für Burchert (Tor), Magyar, Seguin, Atanga und Redondo.

St. Paulis Trainer Jos Luhukay indes beließ es nach dem 0:0 gegen Bochum bei einem Wechsel: Miyaichi ersetzte Park.

St. Paulis Auftritt in Fürth war ein Spiel um die berühmtberüchtigte goldene Ananas, beide Mannschaften hatten weder mit Auf- noch Abstieg etwas am Hut. Kein Grund, um nicht auf Sieg zu spielen, dachten sich allerdings die Gäste aus dem hohen Norden, die vom Anpfiff weg druckvoll und durchaus rasant nach vorne spielten.

St. Pauli lässt Chancen liegen - Himmelmann gefordert

Die Kiez-Kicker waren die bessere, weil agilere und in den Zweikämpfen präsentere Mannschaft, ließen aber im letzten Drittel immer wieder die nötige Präzision vermissen. Zwar kam die Luhukay-Elf durch Allagui (13.), Miyaichi (16.) und Lankford (22.) zu Abschlüssen, insgesamt machte sie aber zu wenig aus ihrer Überlegenheit.

Und Fürth? Die Franken fanden lange Zeit offensiv praktisch gar nicht statt, was viele Gründe hatte. Einerseits konnte man den Eindruck bekommen, dass es der SpVgg an Körperspannung und Laufbereitschaft mangelte, andererseits häuften sich Ungenauigkeiten im Passspiel.

Ergo verlebte St. Paulis Schlussmann Himmelmann einen weitgehend ruhigen Nachmittag - bis zur 34. Minute: In dieser musste der Torhüter bei Keita-Ruels technisch anspruchsvollem Abschluss zur Tat schreiten, um den Rückstand zu verhindern.

Verletzungspech schlägt hüben wie drüben zu

Kurzeinsatz: St. Paulis Jan-Philipp Kalla, hier im Duell mit Maximilian Wittek (r.), musste früh raus.
Kurzeinsatz: St. Paulis Jan-Philipp Kalla, hier im Duell mit Maximilian Wittek (r.), musste früh raus.
© imago imagesZoomansicht

Pech hatte kurz darauf Kalla, der noch vor der Halbzeit angeschlagen raus musste. Für ihn kam Coordes rein, der dann, wie seine Kollegen auch, tief durchgeatmet haben dürfte, als Greens satter Schuss an die Latte klatschte (39.). Weil der Querbalken für St. Pauli rettete, blieb es allerdings bei der Nullnummer zur Pause.

Tore gibt's nach der Pause

Das sollte sich in Hälfte zwei ändern, allerdings begann diese zunächst mit zwei Wechseln: Leitl brachte zuerst Atanga für den Gelb-vorbelasteten Sarpei (46.) und nur etwas später Magyar für Sauer, der nach einem Foul von Buballa nicht weitermachen konnte (50.). Der Schwede entpuppte sich dann aber als Volltreffer, legte er doch bei Greens Freistoßflanke per Kopf das 1:0 von Reese auf (51.).

Die Fürther Führung hatte allerdings nicht lange Bestand, da die Hanseaten postwendend antworteten: Becker hatte das Auge für Diamantakos, der sich bedankte und auf 1:1 stellte (53.). Nach dem Ausgleich wurde die Partie immer zerfahrener, Zweikämpfe und damit einhergehende Spielunterbrechungen wurden die Regel.

Wirbel um Wittek - St. Pauli in Unterzahl

Aufregung kam nach knapp einer Stunde auf, nachdem Wittek Miyaichi hart getroffen hatte - er stieg ihm auf den Fuß und traf ihn am Hals per Ellenbogen. Luhukay regte sich auf, nahm Schiedsrichter Dr. Robert Kampka ins Gebet, der dann Wittek nachträglich Gelb zeigte (59.). Zwei Minuten später kam wieder ein Ellenbogen zum Einsatz, diesmal setzte ihn St. Paulis Koglin gegen Keita-Ruel ein - und sah daraufhin die Gelb-Rote Karte (61.).

In Überzahl kam die SpVgg in der Folge besser auf, agierte aber weiterhin häufig zu statisch. Dennoch hätten die Franken beinahe noch den Siegtreffer markiert: Atanga traf jedoch nur die Latte (75.), ehe bei den Gästen das Verletzungspech abermals zuschlug. Coordes, der in Hälfte eins für den angeschlagenen Kalla gekommen war, humpelte vom Platz. Meier kam für die Schlussphase, in der es noch einmal turbulent wurde: In der zweiten Minute der Nachspielzeit legte Lankford nach Greens Ecke unfreiwillig für Magyar auf, der sich nicht zweimal bitten ließ und das 2:1 erzielte. Weil Atanga zwei Minuten später erneut Alu-Pech hatte, war es letztlich der Siegtreffer.

Beide Mannschaften verabschiedeten sich damit in die Sommerpause.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SpVgg Greuther Fürth
Aufstellung:
M. Funk (3) - 
Sauer (4)        
Jaeckel (3,5)    
M. Caligiuri (3,5)    
Wittek (3,5)    
Ideguchi (3) , 
Sarpei (4)        
T. Mohr (4) , 
Green (3,5)    
Keita-Ruel (4) , 
Reese (2,5)        

Einwechslungen:
46. Atanga (2,5) für Sarpei
50. Magyar (2)     für Sauer
79. Redondo für Reese

Trainer:
Leitl
FC St. Pauli
Aufstellung:
Himmelmann (3) - 
Kalla (2,5)    
Koglin (4,5)    
Hoogma (2,5) , 
Buballa (3) - 
Miyaichi (3,5) , 
Becker (2,5)    
Lankford (3) - 
Allagui (4,5)        
Diamantakos (2)    

Einwechslungen:
36. Coordes (3)     für Kalla
64. Carstens für Allagui
79. Meier für Coordes

Trainer:
Luhukay

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Reese (51., Rechtsschuss, Magyar)
1:1
Diamantakos (53., Linksschuss, Becker)
2:1
Magyar (90. + 2, Rechtsschuss)
Gelb-Rote Karten
Fürth:
-
St. Pauli:
Koglin
(61.)

Gelbe Karten
Fürth:
Sarpei
(1. Gelbe Karte)
,
Sauer
(8.)
,
Green
(4.)
,
Wittek
(8.)
,
Jaeckel
(5., gesperrt)
St. Pauli:
Becker
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

SpVgg Greuther Fürth       FC St. Pauli
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 21 : 9 Torschüsse
 
gespielte Pässe 434 : 390 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 340 : 277 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 94 : 113 Fehlpässe
 
Passquote 78% : 71% Passquote
 
Ballbesitz 53% : 47% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 4 Abseits
 
Ecken 3 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
19.05.2019 15:30 Uhr
Zuschauer:
13890
Spielnote:  3,5
obwohl es für die Teams um nichts mehr ging, waren beide bemüht und steigerten sich mit fortlaufender Spieldauer.
Chancenverhältnis:
6:4
Eckenverhältnis:
3:3
Schiedsrichter:
Dr. Robert Kampka (Mainz)   Note 4
hatte über die komplette Spielzeit keine klare Linie. Die Gelb-Rote Karte für Koglin (61.) war hart, Wittek hätte beim Foul an Miyaichi (59.) auch Rot sehen können.
Spieler des Spiels:
Richard Magyar
kam für den verletzten Sauer, fügte sich gut als Innenverteidiger ein und erzielte kurz vor Schluss den Siegtreffer.

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