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Holstein Kiel

Holstein Kiel

1
:
2

Halbzeitstand
0:0
SC Paderborn 07

SC Paderborn 07


HOLSTEIN KIEL
SC PADERBORN 07
15.
30.
45.
60.
75.
90.











SCP macht mehr und dreht die Partie

2:1 - Paderborn siegt im Verfolgerduell

Der SC Paderborn konnte sich im direkten Duell mit Verfolger Holstein Kiel am Samstagnachmittag drei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg sichern. Die Kieler gingen zwar direkt nach Wiederanpfiff in Führung, zogen sich dann aber zu weit zurück und kassierten kurz vor Schluss noch das 1:2. Der SCP sprang durch den Erfolg auf Platz drei.

Kiels Wahl und Paderborns Michel (r.)
Wichtiger Erfolg für Paderborn und Michel (r.) gegen Wahl und seine Kieler.
© ImagoZoomansicht

Kiels Trainer Tim Walter tauschte im Vergleich zum 1:1 in Ingolstadt auf zwei Positionen: Für Sicker und Karazor (beide Bank) begannen van den Bergh und Benes.

Paderborns Coach Steffen Baumgart beließ es nach dem 4:0 gegen Duisburg dagegen bei einer Änderung: Für Tekpetey (Bank) startete Pröger.

Die Partie begann mit sehr hohem Tempo auf beiden Seiten. Vasiliadis prüfte Reimann nach drei Minuten zum ersten Mal per Fernschuss. Dieses Duell sollte sich über den ganzen ersten Durchgang fortsetzen. Insgesamt viermal scheiterte der Paderborner an Reimann (9., 11., 21.), wobei der Keeper beim letzten Versuch sein gesamtes Können auspacken musste. Kiel dagegen hätte bereits nach vier Minuten führen können - oder gar müssen. Okugawa setzte sich über rechts durch und legte in die Mitte, wo Honsak acht Meter vor dem Tor per Grätsche an den Ball kam, aber genau Keeper Zingerle traf. Es ging hin und her, beide Teams machten von Beginn an klar, dass sie an nicht weniger als drei Punkten interessiert waren.

Reimann hält das 0:0 fest

Das Spiel beruhigte sich ein wenig, das Tempo blieb dennoch sehr hoch. Die Hausherren zogen sich zwischenzeitlich ein wenig zurück und ließen den SCP machen, lauerten ihrerseits aber auf Konter. Paderborn machte dem Gegner vor allem über die Außen zu schaffen, der schnelle Collins schaltete sich immer wieder in die Offensiv mit ein. Erst kurz vor der Pause konnten die Gäste jedoch ihre erste Chance von innerhalb des Strafraums verzeichnen: Michel schickte Dräger per schönem Pass in den Sechzehner, der Verteidiger zog aus halbrechter Position flach ab, scheiterte aber ebenfalls an Reimann (37.).

Auch die zweite Hälfte begann mit hohem Tempo - und einem echten Paukenschlag. Noch keine Minute war nach Wiederbeginn gespielt, als der Ball auch schon im Tor lag. Honsak wurde auf links geschickt und legte den Ball in die Mitte, wo Okugawa die Kugel über die Linie grätschte. Aber Dankert pfiff - Honsak soll beim ersten Zuspiel im Abseits gestanden haben. Eine sehr knappe Entscheidung (46.). Während sich die Kieler Fans noch über den Pfiff ärgerten, spielte das Team einfach weiter - und belohnte sich selbst dafür. Dehm dribbelte rechts in den Strafraum, setzte sich stark gegen Collins durch und legte in die Mitte. Praktisch gespiegelt zur Szene davor bugsierte Okugawa den Ball wieder per Grätsche ins Tor - ebenfalls aus abseitsverdächtiger Position. Doch diesmal blieb die Fahne unten, 1:0 für Kiel (47.).

Pröger per Direktabnahme zum Ausgleich

Paderborn zeigte sich wenig beeindruckt. Schonlau scheiterte zunächst nach einer Ecke noch am stark reagierenden Reimann (54.), ehe Pröger kurze Zeit später ausglich. Kiel bekam den Ball nach einer Ecke nicht weg, die Kugel landete am Strafraumrand, von wo Pröger per Direktabnahme ins lange Eck traf und dem Torwart diesmal keine Chance ließ (57.). Der Ausgleich gab den Gästen Aufwind, die das Spiel daraufhin Stück für Stück an sich rissen. Walter wechselte offensiv, brachte Schindler und Serra. Eben diese beiden waren an der größte Kieler Chance nach langer Zeit beteiligt, doch der Stürmer kam nach guter Flanke von Schindler nicht ganz an den Ball (76.).

Paderborn blieb spielbestimmend - und traf schließlich noch zum verdienten 2:1. Nach einem schnellen Einwurf auf Zolinski war dessen Flanke in Richtung Michel eigentlich zu ungenau, doch der Ball hüpfte weiter und landete bei Antwi-Adjej, der ihn aus 16 Metern ins lange Eck schlenzte (82.). Der Treffer tat seine Wirkung, Kiel warf alles nach vorne, der SCP konnte auf Gegenstöße lauern. Am Ende passierte nichts mehr, so dass sich der SCP über drei wichtige Punkte im Rennen um den Aufstieg freuen konnte und nun auf Rang drei rangiert. Kiel dagegen hat fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Kiel gastiert am Samstag (13 Uhr) bei Sandhausen. Paderborn empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) Heidenheim.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Holstein Kiel
Aufstellung:
Reimann (2) - 
Dehm (3,5) , 
Schmidt (3,5)    
Wahl (3) , 
Meffert (3,5)    
Mühling (3,5) , 
Benes (3,5) - 
J.-S. Lee (4)    
Okugawa (2,5)    
Honsak (4)    

Einwechslungen:
65. Schindler für Honsak
72. Karazor     für Meffert
74. Serra für J.-S. Lee

Trainer:
Walter
SC Paderborn 07
Aufstellung:
Zingerle (3) - 
Dräger (3) , 
Schonlau (3) , 
Hünemeier (3,5)        
Collins (3,5) - 
Vasiliadis (2,5) - 
Pröger (2,5)        
Klement (3) , 
Antwi-Adjej (3,5)    
Michel (3)    
Gueye (4)    

Einwechslungen:
72. Zolinski für Gueye
79. Tekpetey für Pröger
86. Gjasula für Michel

Trainer:
Baumgart

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Okugawa (47., Linksschuss, Dehm)
1:1
Pröger (57., Rechtsschuss)
1:2
Antwi-Adjej (82., Rechtsschuss, Zolinski)
Gelbe Karten
Kiel:
Karazor
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
Paderborn:
Hünemeier
(3. Gelbe Karte)

Spieldaten

Holstein Kiel       SC Paderborn 07
Tore 1 : 2 Tore
 
Torschüsse 12 : 26 Torschüsse
 
gespielte Pässe 450 : 391 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 345 : 303 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 105 : 88 Fehlpässe
 
Passquote 77% : 77% Passquote
 
Ballbesitz 53% : 47% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 11 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 11 Gefoult worden
 
Abseits 7 : 5 Abseits
 
Ecken 6 : 7 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
20.04.2019 13:00 Uhr
Zuschauer:
13129
Spielnote:  2
gutes, temporeiches und offensiv geführtes Spiel mit zwei Kontrahenten auf Augenhöhe, in dem das Paderborner Kollektiv in den entscheidenden Momenten die höhere Qualität besaß.
Chancenverhältnis:
5:8
Eckenverhältnis:
6:7
Schiedsrichter:
Bastian Dankert (Rostock)   Note 3
souveräne Spielleitung, lag aber bei der Abseitsentscheidung bei Okugawas vermeintlichen 1:0 (46.) im Verbund mit seinen Assistenten nach mehrfachem Studium der TV-Bilder um Millimeter daneben.
Spieler des Spiels:
Dominik Reimann
vermied in der ersten Halbzeit mit mehreren Paraden einen Kieler Rückstand und zeigte seine Klasse bei insgesamt zehn Schüssen der Paderborner auf seinen Kasten.

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