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MSV Duisburg

MSV Duisburg

1
:
0

Halbzeitstand
0:0
1. FC Magdeburg

1. FC Magdeburg


MSV DUISBURG
1. FC MAGDEBURG
15.
30.
45.

60.
75.
90.












Magdeburgs Kapitän Beck verletzt sich am Kopf

Harmloses Duisburg - doch dann springt Hajri ein

Tabellenschlusslicht Duisburg hat einen Befreiungsschlag im Zweitliga-Keller gelandet! Beim knappen 1:0 gegen Aufsteiger 1. FC Magdeburg taten sich harmlose Zebras lange Zeit immens schwer, dankten zudem ihrem Torwart Felix Wiedwald. In allerletzter Sekunde kannte der Jubel dann aber keine Grenzen.

Enis Hajri und Andreas Wiegel
Der Jubel kannte keine Grenzen: Enis Hajri und Andreas Wiegel.
© imagoZoomansicht

Duisburgs Coach Torsten Lieberknecht, der mit seinem Team zuletzt dreimal nicht mehr gewonnen hatte (nur ein Punkt) und damit mit mageren 17 Zählern aus 23 Ligaspielen weiter mit der Roten Laterne ausgestattet war, veränderte seine Startelf im Vergleich zum 0:0 in Aue auf drei Stellen: Hajri, Albutat und Engin durften anstelle von Bomheuer (muskuläre Probleme), dem gesperrten Fröde (Rote Karte) und Iljutcenko (Bank) von Beginn an ran.

Trainer Michael Oenning, der Aufsteiger Magdeburg in jüngster Zeit mit einer stolzen Serie von fünf Partien ohne Niederlage (drei Siege, zwei Remis) über den Strich gehievt hatte, vertraute indes dem altbekannten Prinzip "Never chance a winning team" nach dem 1:1 gegen Paderborn und damit zum Beispiel auf seine Angriffsreihe Türpitz, Lohkemper und Kapitän Beck.

Großes Unglück für Beck

Das Wörtchen Angriff oder Sturm konnte an diesem Abend aber lange Zeit gestrichen werden. Beide Teams begegneten sich mit Respekt, standen eher tief, sicher und ließen dementsprechend wenig zu. Die beiden Torhüter Wiedwald (MSV) und Loria (FCM) hatten nichts abzuwehren, durften immerhin teilweise beim Quergeschiebe in den eigenen Reihen mit Pässen mitwirken.

Irgendwie passend dann auch, dass eine unschöne Szene für das erste Raunen im Publikum sorgte: Hajri und Beck rasselten nach einem Duisburger Eckball mit den Köpfen aneinander (22.). Während Ersterer nach wenigen Minuten weitermachen konnte, musste der Kapitän der Elbestädter mit einer heftigen Platzwunde am Kopf ausgewechselt und sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht werden. Kurios: Die Einwechslung von Costly zog sich zehn Minuten (32.).

Große Tat von Wiedwald

Als in diesem von soliden Abwehrreihen dominierten Spiel längst alles auf ein 0:0 hindeutete, ging plötzlich Magdeburg ins Risiko - und brachte die Zebras damit mächtig ins Wanken. Mehrere kleine Chancen sprangen so vor der Pause noch heraus, genauso wie eine große: Lohkemper zog aus etwa 16 Metern scharf ab - und nach starkem Reflex von MSV-Keeper Wiedwald wackelte die Latte (39.).

Große Chancen? Große Fehlanzeige!

Der zweite Durchgang zeichnete zunächst das gleiche Bild wie Abschnitt eins: Beide Teams beharkten sich mit Zweikämpfen im Mittelfeld, schenkten sich nichts und lauerten auf Chancen. Den etwas besseren Eindruck machten dabei die Gäste: Bülter verzog zum Beispiel zweimal (47. und 57.). Auf der anderen Seite probierte es Oliveira Souza (52.). Richtig berauschend war all das aber nicht. Unschöne Randnotiz: Nielsen griff zwischenzeitlich wohl bei einem Zweikampf in die Weichteile von Gegenspieler Erdmann, was Schiedsrichter Patrick Alt nicht sah (63.).

Große Leere - und der große Höhepunkt

In der Schlussphase nahmen die Nickligkeiten in den Zweikämpfen zu, die Annäherungen in Richtung beider Strafräume dagegen immer weiter ab. Das ohnehin meist schwache und überschaubare Spiel wurde immer zerfahrener. Fouls am Fließband, Unterbrechungen ohne Unterlass und kaum noch Torraumszenen waren die logische Folge - genauso wie das unveränderte 0:0 auf der Anzeigentafel. Punkt? Nicht ganz: In allerletzter Sekunde flankte Duisburgs Antreiber Wolze einen Freistoß in den Strafraum, wo Hajri relativ unbedrängt einsprang und zum vielumjubelten 1:0 einnickte. Der Jubel kannte keine Grenzen (90.+2).

Duisburg, das mit diesem Lucky Punch einen lebenswichtigen Dreier eintütete, gastiert in Regensburg am nächsten Samstag (13 Uhr). Das erstmals im Jahre 2019 besiegte Magdeburg empfängt den stark abstiegsgefährdeten SV Sandhausen am Sonntag (13.30 Uhr).

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

MSV Duisburg
Aufstellung:
Wiedwald (3,5) - 
Wiegel (4) , 
Hajri (2)        
Nauber (2,5)        
Wolze (2,5) - 
Albutat (2,5) - 
Engin (4)    
Oliveira Souza (3,5) , 
Schnellhardt (4)    
Stoppelkamp (3,5)    
Nielsen (4)    

Einwechslungen:
66. Verhoek     für Stoppelkamp
87. Gyau für Engin
88. Iljutcenko für Nielsen

Trainer:
Lieberknecht
1. FC Magdeburg
Aufstellung:
Loria (3) - 
Bülter (4,5) , 
Erdmann (3) , 
Perthel (3,5)    
Kirchhoff (2,5)    
Preißinger (4) , 
Laprevotte (4)    
Türpitz (3,5)    
Lohkemper (4) , 
Beck        

Einwechslungen:
32. Costly (4,5) für Beck
63. Lewerenz für Türpitz
77. Rother für Laprevotte

Trainer:
Oenning

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Hajri (90. + 2, Kopfball, Wolze)
Gelbe Karten
Duisburg:
Nauber
(4. Gelbe Karte)
,
Verhoek
(8.)
,
Schnellhardt
(7.)
,
Hajri
(3.)
Magdeburg:
Kirchhoff
(2. Gelbe Karte)
,
Perthel
(4.)

Besondere Vorkommnisse
Der Magdeburger Beck wurde ab der 22. Minute behandelt, aber erst zehn Minuten später ausgewechselt. Weil er keine halbe Stunde spielte, erhält er keine Note.

Spieldaten

MSV Duisburg       1. FC Magdeburg
Tore 1 : 0 Tore
 
Torschüsse 10 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 538 : 389 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 440 : 274 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 98 : 115 Fehlpässe
 
Passquote 82% : 70% Passquote
 
Ballbesitz 58% : 42% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 45% : 55% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 8 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 8 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 2 Abseits
 
Ecken 3 : 4 Ecken
 
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Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Gikiewicz, Rafal
Gikiewicz, Rafal
1. FC Union Berlin
34
14x
 
2.
Pollersbeck, Julian
Pollersbeck, Julian
Hamburger SV
31
12x
 
3.
Riemann, Manuel
Riemann, Manuel
VfL Bochum
34
11x
 
4.
Schubert, Markus
Schubert, Markus
Dynamo Dresden
31
9x
 
5.
Himmelmann, Robin
Himmelmann, Robin
FC St. Pauli
32
9x
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Spielinfo

Anstoß:
01.03.2019 18:30 Uhr
Zuschauer:
13416
Spielnote:  4
phasenweise viel Leerlauf in einem von Kampf und Taktik geprägten Spiel.
Chancenverhältnis:
3:4
Eckenverhältnis:
3:4
Schiedsrichter:
Patrick Alt (Heusweiler)   Note 3,5
war beim Bewerten von Zweikämpfen nicht immer sicher, hatte die Partie aber grundsätzlich im Griff.
Spieler des Spiels:
Enis Hajri
verteidigte im MSV-Abwehrzentrum souverän und aufmerksam, sorgte zudem für das Tor des Tages.

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