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FC St. Pauli

FC St. Pauli

3
:
2

Halbzeitstand
1:0
1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin


FC ST. PAULI
1. FC UNION BERLIN
15.
30.
45.





60.
75.
90.












Kiezkicker springen auf Rang zwei

Meier setzt packender Schlussphase die Krone auf

Lange Zeit sah es nicht so aus, als würde die Partie zwischen St. Pauli und Union (3:2) zu einem packenden Spiel werden. Aber die Schlussphase entschädigte für die Minuten zuvor. Zunächst kamen die Eisernen mit großem Willen nach 0:2 zum Ausgleich, aber dann schlug Alex Meier in der vierten Minute der Nachspielzeit ein zweites Mal zu.

Alex Meier (2.v.re.) avancierte zum Matchwinner.
Alex Meier (2.v.re.) avancierte zum Matchwinner.
© imagoZoomansicht

St. Paulis Trainer Markus Kauczinski nahm nach der 1:2-Schlappe in Darmstadt gleich fünf Wechsel vor: Kalla, Flum, Sobota, Meier und Allagui begannen für Zander, Dudziak, Buchtmann, Miyaichi (alle Bank) und Diamantakos (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich). Der ehemalige Frankfurter Meier kam nach seiner Einwechslung im letzten Spiel nun zu seinem Startelfdebüt.

Berlins Coach Urs Fischer musste im Vergleich zum 2:0-Erfolg über den 1. FC Köln dreimal wechseln: Reichel (Gelb-Rot-Sperre), Trimmel (5. Gelbe Karte) und Polter (Fußverletzung) standen nicht zur Verfügung, für sie starteten Lenz, Ryerson und Andersson. Zudem kam Mané zu seinem Debüt für die Eisernen, Abdullahi nahm dafür auf der Bank Platz.

Die Partie begann munter, beide Teams wollten nach vorne spielen. Die erste Chance ergab sich den Gastgebern nach einem zu kurzen Rückpass von Schmiedebach, Knoll brachte den Ball jedoch nicht an Union-Keeper Gikiewicz vorbei (7.). Anschließend nahmen die Eisernen das Heft des Handelns in die Hand. Nach einem Fehler in der Defensive der Hamburger kam Kroos rechts im Strafraum frei zum Abschluss, sein Heber misslang allerdings (20.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später wurde es nach einer Ecke der Gäste sehr gefährlich, aber St. Paulis Torwart Himmelmann holte sich den Abschluss von Friedrich gerade so vor der Linie.

Allagui trifft sehenswert

Und nach der Großchance auf der einen Seite zappelte der Ball plötzlich auf der anderen Seite im Netz: Allagui zog aus fast 30 Metern einfach mal per Volley ab, der Ball schlug links oben ein, Gikiewicz war zwar noch dran, konnte das Gegentor aber nicht verhindern (23.). Nach dem Treffer gab es erst einmal viel Leerlauf, kein Team kam zu entscheidenden Chancen. Kurz vor dem Seitenwechsel war es der Torschütze, der auf 2:0 hätte stellen können: Zunächst hob Allagui das Leder freistehend aus kurzer Distanz über den Kasten (44.), dann köpfte er ebenso frei links vorbei (45.+1).

Meier trifft aus dem Nichts

Nach der Pause passierte erst einmal wenig, es gab viele Zweikämpfe und keine Torchancen. Bis Meier da auftauchte, wo ihn die Hamburger sehen wollen: im Strafraum. Nach einer Knoll-Ecke setzte sich der Angreifer am ersten Pfosten durch und köpfte aus kurzer Distanz ein (62.). Nun waren die Eisernen noch mehr gefordert, Fischer brachte Abdullahi für Schmiedebach (65.) und Gogia für Mané (69.) in die Partie. Den Offensivbemühungen der Eisernen fehlte es aber weiterhin an Ideen, Hartel verzog aus der Distanz (73.).

Doppelschlag binnen 85 Sekunden

Die Gastgeber hatten nun natürlich Räume, spielten ihre Konter allerdings nicht genau genug zu Ende. Und das sollte sich rächen, denn Berlin drehte in der Schlussphase auf. Die beiden eingewechselten Abdullahi (78.) und Taz (82.) verzogen noch, doch dann belohnten sich die Gäste für die Offensivbemühungen. Ein Standard landete über Kroos und Andersson bei Prömel, der vollendete aus kurzer Distanz (84.). Das Momentum war nun auf der Seite der Berliner, Kroos prüfte nur eine Minute nach dem Anschluss Himmelmann. Aber der Ausgleich sollte fallen - und zwar nur 85 Sekunden nach dem 1:2: Gogias Schuss wehrte Himmelmann nach vorne ab, dort lauerte Abdullahi, der Joker schob zum Ausgleich ein (86.).

Meier hat das letzte Wort

Aber diese Partie, die vor allem in der Schlussphase mitreißend war, hatte noch ein letztes Kapitel: Buchtmann wurde im Sechzehner von Abdullahi zu Fall gebracht, Schiedsrichter Guido Winkmann zeigte auf den Punkt. Meier stellte sich der Verantwortung und schob eiskalt ein (90.+4). Nach zwei weiteren Spielminuten war Schluss und die Hamburger sprangen durch den Sieg auf Rang zwei.

Für die Kiez-Kicker geht es bereits am Freitagabend (18.30 Uhr) mit einem Gastspiel beim 1. FC Köln weiter. Union empfängt tags darauf (13 Uhr) den SV Sandhausen.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Himmelmann (4) - 
Kalla (3) , 
Carstens (2,5) , 
Avevor (4) , 
Buballa (4) - 
Flum (4)        
Knoll (3)    
Möller Daehli (3,5)    
Sobota (4,5) - 
Allagui (2)            
Meier (2)            

Einwechslungen:
76. Buchtmann für Allagui
84. Miyaichi für Möller Daehli
90. + 6 Hoogma für Meier

Trainer:
Kauczinski
1. FC Union Berlin
Aufstellung:
Gikiewicz (3) - 
Ryerson (3,5)    
Friedrich (3)    
F. Hübner (5) , 
C. Lenz (3,5)    
Schmiedebach (4)        
Prömel (3)    
F. Kroos (2)    
Carlos Mané (3,5)    
Hartel (3,5) - 

Einwechslungen:
65. Abdullahi     für Schmiedebach
69. Gogia für Carlos Mané
78. Taz für Ryerson

Trainer:
Fischer

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Allagui (23., Rechtsschuss)
2:0
Meier (62., Kopfball, Knoll)
2:1
Prömel (84., Rechtsschuss, Andersson)
2:2
Abdullahi (86., Rechtsschuss, Gogia)
3:2
Meier (90. + 4, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Buchtmann)
Gelbe Karten
St. Pauli:
Allagui
(3. Gelbe Karte)
,
Flum
(6.)
,
Knoll
(2.)
Union:
Schmiedebach
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Friedrich
(2.)
,
C. Lenz
(4.)

Spieldaten

FC St. Pauli       1. FC Union Berlin
Tore 3 : 2 Tore
 
Torschüsse 10 : 19 Torschüsse
 
gespielte Pässe 295 : 450 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 172 : 324 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 123 : 126 Fehlpässe
 
Passquote 58% : 72% Passquote
 
Ballbesitz 40% : 60% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 56% : 44% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 11 : 19 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 11 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 0 Abseits
 
Ecken 2 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
04.02.2019 20:30 Uhr
Zuschauer:
29546 (ausverkauft)
Spielnote:  1
mitreißendes, umkämpftes Spiel mit hohem Tempo und spielerischen Vorteilen für Union; am Ende wurde es hochdramatisch.
Chancenverhältnis:
7:9
Eckenverhältnis:
2:3
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 2
verteilte früh Gelbe Karten, war dabei konsequent im Strafmaß und lag in den entscheidenden Szenen richtig.
Spieler des Spiels:
Alexander Meier
immer anspielbar und nervenstark beim Elfmeter; entschied die Partie mit seinem Doppelpack zugunsten St. Paulis.

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