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1. FC Kaiserslautern

1. FC Kaiserslautern

4
:
1

Halbzeitstand
1:0
MSV Duisburg

MSV Duisburg


1. FC KAISERSLAUTERN
MSV DUISBURG
15.
30.
45.



60.
75.
90.









Erste Auswärtsniederlage für Neururer

"Rote Teufel" wie im Rausch

Der 1. FC Kaiserslautern bleibt weiter ungeschlagen und fügte dem MSV Duisburg nicht nur die erste Saisonniederlage bei, sondern auch die erste Auswärtspleite unter Peter Neururer. Nur in der Anfangsphase konnten die Meidericher die "Roten Teufel" in Bedrängnis bringen, dann spielte nur noch der FCK. In einer ausgezeichneten Begegnung spielte sich Lautern in einen Rausch und zerlegte den MSV nach allen Regeln der Kunst.

Martin Amedick
Ging mit gutem Beispiel voran: Kapitän Martin Amedick brachte Lautern in Führung.
© picture allianceZoomansicht

Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz verzichtete nach dem 0:0 in Paderborn auf personelle Änderungen. Gleiches galt auch für den MSV Duisburg, bei dem Coach Peter Neururer im Vergleich zum 3:0-Heimerfolg über Fortuna Düsseldorf ebenfalls keine Veranlassung sah, seine Startformation umzubauen.

Vor prächtiger Kulisse gaben beide Teams von Beginn an Vollgas und lieferten sich ein Match, das das Prädikat "Spitzenspiel" vollauf verdient hatte. Duisburg machte den Anfang und erspielte sich früh zwei gute Möglichkeiten durch Caiuby (2.) und Tararache (4.). Tempo, Spielwitz, Zug zum Tor, aber auch frühes Pressing und knallharte Defensivarbeit - Lautern und der MSV ließen kaum Wünsche offen.

Nach acht Minuten wurde es erstmals im Meidericher Strafraum aufregend. Sam ging nach Tararaches Tackling zu Boden, Rafati ließ zum Zorn der "Roten Teufel" aber weiterspielen. Es war der Startschuss für einen Lauterer Sturmlauf, der es in sich hatte. Sam aus kurzer Distanz (9.) und Dick aus gut 30 Metern (10.) zwangen Starke zu ersten Glanzparaden.

Die Pfälzer schnürten die Zebras in der eigenen Hälfte ein und kamen der Führung immer näher. Dick zielte per Freistoß knapp daneben (17.), Fahrenhorst blockte Jendrisek (20.), und Tararaches missglückten Abwehrversuch rettete Starke gerade so zur Ecke (21.). Dann war es aber soweit. Bugera flankte per Freistoß vors Tor, wo Amedick vor Fahrenhorst an die Kugel kam und mit der Fußspitze zum völlig verdienten 1:0 traf (27.).

Erst nach einer guten halben Stunde mussten beide Temas dem hohen Tempo etwas Tribut zollen. Ohne einen letzten Höhepunkt ging es aber nicht in die Kabinen. Duisburg kam noch einmal und hatte drei Minuten vor dem Wechsel die dicke Chance zum Ausgleich. Eine Flanke von links landete bei Tiffert, der das Spielgerät aus halbrechter Position fulminant Richtung Torwinkel jagte. Sippel reagierte glänzend und lenkte den Ball reflexartig an den Querbalken (42.).

Ohne personelle Änderungen ging es nach dem Seitenwechsel weiter, und auch an dem furiosen Spiel änderte sich wenig. Lediglich die Lauterer Überlegenheit wurde immer drückender. Nach einem 50-Meter-Pass aus der eigenen Hälfte von Bugera schüttelte Jendrisek Fahrenhorst ab, Starke konnte gegen den durchgebrochenen Angreifer größeres Unheil aber vorerst verhindern (49.).

Die Demontage der Zebras wurde dadurch allerdings nur nach hinten verschoben. Vom starken Rodnei in Szene gesetzt, passte Ilicevic sehenswert quer in den Lauf zu Sam, der die Kugel mit etwas Glück mitnahm und zum 2:0 ins linke Eck traf (50.). Die "Roten Teufel" spielten nun wie im Rausch und zerlegten die Neururer-Elf in ihre Einzelteile. MSV-Keeper Starke stemmte sich gegen eine drohende Demütigung, befand sich aber auf verlorenem Posten. Rodnei spritzte in den Duisburger Spielaufbau und bediente sehenswert den startenden Jendrisek. Der Angreifer blieb vor Starke cool und erhöhte auf 3:0 (57.) - das erste Saisontor für den Slowaken.

Zehn Minuten lang, in denen Veigneau Sippel bei einem der wenigen Gegenangriffe aus der Distanz prüfte (63.), hielt sich die Duisburger Defensive schadlos, ehe es ein viertes Mal klingelte. Dick passte gegen die aufrückende Zebra-Abwehr an die Strafraumkante zu Nemec, der sich drehte und mit links ebenfalls seinen ersten Treffer in dieser Spielzeit markierte (67.).

Peter Neururers erste Auswärtsniederlage als Duisburger Trainer war besiegelt, dennoch gönnte sich Kaiserslautern keine Pause. Der eingewechselte Hesse verpasste nur haarscharf das 5:0 (82.), bevor Geburtstagskind Rodnei ein Schönheitsfehler unterlief. Der Brasilianer wollte nach einer Ecke vor Wagner klären, bugsierte das Spielgerät aber unglücklich zum 4:1-Endstand ins eigene Tor (85.).

Kaiserslautern reist am kommenden Sonntag zum Auswärtsspiel nach St. Pauli. Bereits am Freitag muss der MSV zu Hause gegen Bielefeld ran.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Kaiserslautern
Aufstellung:
Sippel (2) - 
Dick (2) , 
Amedick (2)        
Rodnei (2,5) , 
Bugera (2,5) - 
B. Schulz (3) , 
Mandjeck (3)    
Ilicevic (2,5) , 
Sam (2,5)    
Jendrisek (2,5)        
Nemec (2,5)            

Einwechslungen:
66. Paljic für Jendrisek
76. K. Hesse für Nemec
80. Bilek für Mandjeck

Trainer:
Kurz
MSV Duisburg
Aufstellung:
Starke (2) - 
Korzynietz (5) , 
Fahrenhorst (6) , 
Schlicke (5,5)    
Veigneau (5,5) - 
Bodzek (5) - 
Yankov (5) , 
Tararache (5) - 
Tiffert (4,5)        
Wagner (4,5) , 
Caiuby (5,5)    

Einwechslungen:
56. Ben-Hatira (4,5) für Tiffert
56. Ede (5) für Caiuby

Trainer:
Neururer

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Amedick (27., Linksschuss, Bugera)
2:0
Sam (50., Linksschuss, Ilicevic)
3:0
Jendrisek (57., Linksschuss, Nemec)
4:0
Nemec (67., Linksschuss, Dick)
4:1
Rodnei (85., Eigentor, Rechtsschuss, Bodzek)
Gelbe Karten
K'lautern:
Nemec
(1. Gelbe Karte)
Duisburg:
Tiffert
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
11.09.2009 20:30 Uhr
Stadion:
Fritz-Walter-Stadion, Kaiserslautern
Zuschauer:
31033
Schiedsrichter:
Babak Rafati (Hannover)   Note 4,5
verweigerte Sam einen Elfmeter beim Foul von Tararache (8.), keine klare Linie in der Zweikampfbewertung.
Spieler des Spiels:
Martin Amedick
zweikampfstarker Kopf und Antreiber einer homogenen Mannschaft.

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