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25.04.2019, 21:38

NHL, Play-offs, Conference-Halbfinale, Osten

Schockt Columbus den nächsten Favoriten?

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag startet die nächste Runde in den NHL-Play-offs 2019. Im Conference-Halbfinale im Osten mussten die Columbus Blue Jackets nach ihrem Überraschungscoup gegen Hauptrundenchampion lange auf Gegner Boston Bruins warten. Ebenso erging es den New York Islanders um Tom Kühnhackl und Thomas Greiss im Fall der Carolina Hurricanes, die als letztes Team in Runde zwei einzogen - indem sie Titelverteidiger Washington entthronten.

Boston Bruins (2. Atlantic Division) - Columbus Blue Jackets (2. Wildcard)

Tuukka Rask
In guter Verfassung: Tuukka Rask.
© imagoZoomansicht

Boston Bruins: Zum zweiten Mal in Folge und dritten Mal in den letzten sechs Jahren setzten sich die Bruins in Runde eins gegen die Toronto Maple Leafs nach der vollen Distanz von sieben Spielen durch. Nachdem sämtliche vier Division-Sieger in Runde eins überraschend ausschieden, sind die Bruins damit nun das bestgesetzte Team der verbleibenden acht Play-off-Mannschaften und hätten damit auch bei einem Einzug ins Stanley-Cup-Finale definitiv Heimrecht.

Die Stärke der Bruins ist ihre Kompaktheit und Erfahrung, die sich auch gegen Toronto letztlich einmal mehr als Zünglein an der Waage erwiesen. Hinzu kommt, dass sich - anders als beispielsweise beim ersten Blue-Jackets-Gegner Tampa Bay - die etatmäßigen Topstürmer Brad Marchand (Topscorer mit vier Toren und fünf Vorlagen in Runde eins), David Pastrnak (sechs Scorerpunkte) sowie Patrice Bergeron und David Krejci (je fünf) zum richtigen Zeitpunkt der Saison in Bestform präsentieren. Gleiches gilt für den in den letzten Jahren in Boston oft gescholtenen Keeper Tuukka Rask (92,8 Prozent Fangquote).

Lass dich drücken: Brandon Dubinsky umarmt Goalie Sergei Bobrovsky.
Lass dich drücken: Brandon Dubinsky umarmt Goalie Sergei Bobrovsky.
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Columbus Blue Jackets: Der vor allem in seiner Deutlichkeit völlig überraschende "Sweep" der Blue Jackets gegen den hochfavorisierten Lightning war zugleich der - nach fast zwei Jahrzehnten Wartezeit - allererste Seriengewinn der 2000 in die NHL gestarteten Franchise. Nicht nur dank exzellenter Special Teams, sondern vor allen Dingen einer herausragenden Teamleistung und eines exzellenten Keeper in Sergei Bobrovsky (93,2) gelang es dem Team von Trainer-Routinier John Tortorella, eine der größten Play-off-Überraschungen der letzten Jahrzehnte zu realisieren.

Doch ist Columbus ein echter Außenseiter? Neben einem Weltklassekeeper verfügt der Klub aus Ohio spätestens nach den Deadline-Verstärkungen um Matt Duchene (Topscorer in Runde eins mit drei Toren und vier Vorlagen) und Ryan Dzingel über so viel Tiefe wie kaum ein anderer Play-off-Teilnehmer. Mit dem nach Saisonende in der KHL erst jüngst unter Vertrag genommenen Verteidiger Vladislav Gavrikov (23) könnte zum Serienstart gegen Boston nun sogar ein Olympiasieger mit Russland 2018 (im Finale gegen Deutschland) sein NHL-Debüt geben.

Hauptrunde: 4:7, 2:1 OT, 6:2

kicker-Tipp: Die Euphorie war nach dem Erfolg gegen Tampa groß in Columbus, doch gegen die Play-off-gestählten Bruins dürfte nun ein anderer Wind wehen. Viel spricht für eine intensive, physisch geprägte Serie, in der die Blue Jackets dank viel Talent und Ausgeglichenheit allerdings keineswegs chancenlos sein dürften. Am Ende aber behält Boston mit 4:2 die Oberhand.


New York Islanders (2. Metro Division) - Carolina Hurricanes (1. Wildcard)

Robin Lehner
Glänzend aufgelegt: Robin Lehner.
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New York Islanders: Mit nur sechs Gegentoren kassierten die Islanders bei ihrem 4:0 gegen die Pittsburgh Penguins, den Meister von 2016 und 2017, die wenigsten aller 16 Teams in Runde eins. Schon in der Hauptrunde hatte der Klub aus Long Island mit 196 Gegentreffern die wenigsten aller NHL-Teams kassiert. Neben dem exzellent aufgelegten Keeper Robin Lehner (Fangquote: 95,6!), der den Vorzug vor dem Deutschen Thomas Greiss erhielt, ist die große Stärke der Mannschaft von Meistercoach Barry Trotz (2018 mit Washington) das aufopferungsvolle Defensivverhalten des gesamten Teams.

Kehrseite: Die Durchschlagskraft in der Offensive ist nicht unbedingt die Stärke der Islanders. Keine Mannschaft im Osten erzielte in der Hauptrunde weniger Treffer (228). Mit 15,4 Prozent rangierte das Powerplay in Runde eins lediglich auf Rang 13 der 16 Play-off-Teilnehmer. Anders als sein Ex-Klub Pittsburgh, mit dem er beide Titelgewinne mitfeiern hatte dürfen, ist der Landshuter Tom Kühnhackl derweil mit den New Yorkern weiter in den Play-offs dabei. Der Außenstürmer bekam in Runde eins im Schnitt über 13 Minuten Eiszeit pro Spiel erzielte zwei Assists.

Brock McGinn
Er schoss sein Team eine Runde weiter: Brock McGinn.
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Carolina Hurricanes: Als letzter der acht Conference-Halbfinalisten schaffte Carolina den Sprung in die zweite Runde - dank des Overtime-Siegtreffers von Brock McGinn in Washington in Spiel sieben am frühen Donnerstagmorgen (MESZ). Dennoch sind die Hurricanes der wohl größte Außenseiter im an Favoriten allerdings nunmehr ohnehin ausgedünnten Feld. Größtes Manko in Runde eins: Die Special Teams. Das Powerplay war mit 12 Prozent Erfolgsquote sogar noch schwächer als das der Islanders. Das Penalty Killing (75 Prozent) präsentierte sich ebenfalls unterdurchschnittlich.

Bemerkenswert im Team von Coach Rod Brind'Amour: Die beiden besten Scorer der ersten Play-off-Runde waren mit Jaccob Slavin (neun Assists) und Dougie Hamilton (drei Tore, drei Vorlagen) zwei Verteidiger, wenngleich auch Routinier Jordan Staal und der pfeilschnelle Shootingstar Warren Foegele auf je sechs Zähler kamen. Da auch die beiden Hauptrunden-Topscorer Sebastian Aho (fünf) und Teuvo Teräväinen (vier) nicht enttäuschten, wird klar, dass eine Stärke Carolinas in der Ausgeglichenheit liegt. Der 19-Jährige Andrei Svechnikov, der sich bei einem Faustkampf mit Alex Ovechkin in Spiel drei eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte, könnte zudem zum Zweitrundenstart zurückkehren.

Hauptrunde: 2:1 OT, 2:1, 4:1, 3:4

kicker-Tipp: Die Islanders sind ausgeruhter, erfahrener und defensivstärker als die Mannschaft aus Raleigh, North Carolina. Die Hurricanes allerdings besitzen in der Offensive mehr Talent und Firepower als die New Yorker. Gegen Trotz und die bislang beste Abwehr der Saison 2018/19 ist dennoch Endstation: Die Islanders gewinnen mit 4:2.


Joachim Meyer

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