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11.04.2019, 09:12

Vier Überraschungen und ein Sharks-Sieg zum Auftakt

Jones schockt den Lightning - Columbus führt!

Die geilste Zeit des Jahres hat begonnen! In der NHL starteten die Stanley-Cup-Play-offs und boten gleich reihenweise Überraschungen. Die größte Sensation gelang den Columbus Blue Jackets, die beim übermächtigen Tampa Bay Lightning einen 0:3-Rückstand in einen 4:3-Sieg verwandelten. Außerdem feierten die San Jose Sharks einen 5:2-Erfolg in einem heißen Duell mit den Vegas Golden Knights, der mit einem schmerzhaften Tor-Kuss eigeleitet wurde.

"Total verrückt": Columbus jubelt in Tampa

Seth Jones
Sensation perfekt: Blue-Jackets-Verteidiger Seth Jones bejubelt seinen Siegtreffer.
© Getty ImagesZoomansicht

Tampa Bay ist als beste Mannschaft der Hauptrunde (128 Punkte) der turmhohe Favorit gegen Columbus (98 Punkte), das sich über den letzten Wildcard-Platz im Osten qualifizieren konnte. Dass das in den Play-offs aber nichts zu heißen hat, stellten die Blue Jackets in Spiel 1 eindrucksvoll unter Beweis und schockten den Lightning mit einer beispiellosen Aufholjagd. Die Bolts nämlich erwischten eigentlich einen perfekten Start: Alex Killorn in Unterzahl (5.) sowie Anthony Cirelli (12.) und Yanni Gourde (18.) sorgten für einen komfortablen, aber offenbar tückischen 3:0-Pausenstand.

Mit Wiederbeginn nämlich arbeitete sich der Außenseiter zurück in die Partie: Nick Foligno (30.), David Savard (48.), Josh Anderson mit einem Shorthander (52.) und Seth Jones im Powerplay (55.) zauberten aus einem 0:3 ein 4:3. Die Sensation und die 1:0-Serienführung für Columbus war perfekt. "Ein wichtiges Tor von Nick und dann dieses total verrückte Ende im dritten Drittel", schwärmte Blue-Jackets-Torwart Sergei Bobrovsky. "Ein großartiger Teamerfolg", stimmte Siegtorschütze Jones mit ein. "Der Glaube an uns ist groß. Wir haben diesen Moment gebraucht, wenn wir etwas erreichen wollen."

Schmerzhafter Dosenöffner: Pavelski "küsst" den Puck ins Tor

Joe Pavelski
Schmerzhafter Kuss: Sharks-Kapitän Joe Pavelski beförderte den Puck mit dem Mund ins Tor.
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42:41 Checks, 16:21 geblockte Schüsse und 22:34 Strafminuten - recht viel leidenschaftlicher, intensiver und hitziger hätte das erste Treffen der Pacific-Division-Rivalen aus San Jose und Las Vegas kaum starten können. Hinzu kam ein kurioser Führungstreffer: Im Powerplay fälschte Sharks-Kapitän Joe Pavelski einen Schuss von Brent Burns mit dem Mund zum 1:0 ab (15.). Der Mittelstürmer musste nach seinem schmerzhaften "Tor-Kuss" bis zum Beginn des zweiten Drittels in der Kabine behandelt werden und kehrte dann mit weniger Zähnen, genähter Lippe und einem Halbvisier zurück.

San Jose profitierte weiterhin von seiner Firepower von der blauen Linie: Die Abwehrspieler Burns (27.) und Marc-Edouard Vlasic (28.) stellten binnen 45 Sekunden auf 3:0. Doppelpacker Marc Stone für die Golden Knights (29., 56.) sowie Evander Kane (40.) und Tomas Hertl (59., Empty Net) für die Sharks schraubten den Endstand auf 5:2. Gleich drei Matchstrafen in den letzten 30 Sekunden gegen Vegas' Tomas Nosek und Ryan Reaves sowie San Joses Kane erhöhten die Hitze für Spiel 2 am Samstag um 4.30 Uhr (MESZ). Martin Jones (24 Saves, 92,3 Prozent Fangquote) gewann das Goalie-Duell mit Marc-Andre Fleury (28 Saves, 87,5 Prozent). Die Nord-Kalifornier erhielten dank Burns (ein Tor, ein Assists), Vlasic (ein Tor, ein Assists) und Rückkehrer Erik Karlsson (zwei Assists) gleich sechs Scorerpunkte von ihren offensivstarken Verteidigern.

Mit Kühnhackl und ohne Greiss: Islanders jubeln in der OT

Tom Kühnhackl
Einer gegen alle? Islanders-Stürmer Tom Kühnhackl vor dem Penguins-Tor.
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Die New York Islanders machten es gegen die Pittsburgh Penguins spannend und setzten sich mit 4:3 n.V. durch. Isles-Coach Barry Trotz entschied sich für Robin Lehner als Starter (41 Saves, 93,2 Prozent Fangquote), somit blieb dem deutschen Goalie Thomas Greiss nur die Backup-Rolle. Zum Einsatz kam dafür Stürmer Tom Kühnhackl (17:42 Minuten Eiszeit, davon 1:21 in Unterzahl), der in der zweiten Reihe neben Brock Nelson und dem späteren Matchwinner Josh Bailey auflief. Eben jener Bailey stand in der Overtime goldrichtig, als er auf einen Pfostenschuss von Mathew Barzal abstaubte (65.). "Ich war ganz schön müde und habe versucht, zum Tor zu kommen. Zum Glück hat Barzal einen großartigen Spielzug gemacht", freute sich Bailey. Zuvor waren die Islanders bereits dreimal durch Jordan Eberle (2.), Nelson (16.) und Nick Leddy (53.) in Führung gegangen - Pittsburgh hatte jedoch jeweils durch Phil Kessel (6.), Evgeni Malkin (34.) und Justin Schultz (59.) ausgeglichen.

Heiskanen dreht das Spiel - Zuccarellos Happy End

NHL Play-offs 2019

Auch die Dallas Stars sorgten mit einem 3:2-Auswärtssieg bei den Nashville Predators für eine Überraschung zum Auftakt. Der Schweizer Roman Josi hatte die Preds in Front gebracht (13.), dann aber drehte der erst 19-jährige Verteidiger Miro Heiskanen das Spiel mit einem Doppelpack (33., 47.). Mats Zuccarello baute die Stars-Führung daraufhin noch auf 3:1 aus (51.). P.K. Subban verkürzte noch für "Smashville" (54.), die ansonsten aber nicht mehr an Dallas' starkem Schlussmann Ben Bishop (30 Saves, 93,8 Prozent Fangquote) vorbeikamen. Sein Gegenüber Pekka Rinne stoppte 26 Schüsse (89,7 Prozent Fangquote). Wie schon in der regulären Saison tat sich die Truppe aus "Music City" im Powerplay schwer (0/4). Dass ausgerechnet Zuccarello für die Stars traf, sorgt für ein Happy End einer tragischen Geschichte: Der norwegische Neuzugang spielte erstmals über 60 Minuten für Dallas. Seit seinem Trade hatte er wegen eines Armbruchs zweimal nicht über die volle Distanz spielen können.

Blues "stehlen" Spiel in Winnipeg

In einem Low-Scoring-Game mussten sich die Winnipeg Jets mit 1:2 gegen die St. Louis Blues geschlagen geben und verspielten damit den Heimvorteil. In einer Partie, in der die beiden Goalies Connor Hellebuyck (24 Saves, 92,3 Prozent Fangquote) und Jordan Binnington (24 Saves, 96 Prozent) dominierten, erzielte Patrik Laine das einzige Tor für die Jets. Erst im Schlussdrittel kamen die Blues zurück: Erst David Perron (45.) und dann Tyler Bozak (58.) tüteten den Auswärtssieg ein. Es war der viertspäteste Siegtreffer in St. Louis' Play-off-Geschichte.


NHL-Ergebnisse vom Mittwoch, dem 10. April 2019:

Tampa Bay Lightning - Columbus Blue Jackets 3:4

Play-off-Stand: 0:1


New York Islanders - Pittsburgh Penguins 4:3 n.V.

Play-off-Stand: 1:0


Winnipeg Jets - St. Louis Blues 1:2

Play-off-Stand: 0:1


Nashville Predators - Dallas Stars 2:3

Play-off-Stand: 0:1


San Jose Sharks - Vegas Golden Knights 5:2

Play-off-Stand: 1:0


Christian Rupp

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