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25.04.2017, 09:29

DeBoer: "Der heldenhafteste Einsatz, den ich je gesehen habe"

Thornton spielte trotz Kreuz- und Innenbandriss

Dass Eishockey-Profis aus einem anderen, härterem Holz geschnitzt sind, ist nichts Neues. San Joses Mittelstürmer Joe Thornton aber drang in neue Dimensionen vor: Der Center lief trotz eines Kreuz- und Innenbandrisses im linken Knie auf. "Das ist der heldenhafteste Einsatz, den ich je gesehen habe", staunte auch sein Trainer Peter DeBoer. Fürs Weiterkommen reichte aber auch Thorntons Mut und der vieler weiterer angeschlagener Spieler nicht - die Sharks schieden gegen die Edmonton Oilers aus (2:4).

Joe Thornton
Hart im Nehmen: San Joses Center Joe Thornton.
© Getty ImagesZoomansicht

"Ich habe noch nie einen Spieler gesehen, der mit einem Kreuz- und Innenbandriss gespielt hat. Eigentlich war sein Knie völlig instabil", berichtete DeBoer weiter. Kurz vor dem Ende der regulären Saison zog sich Thornton die schwere Verletzung zu, verpasste drei Hauptrundenspiele sowie die ersten beiden Play-off-Partien gegen Edmonton. Dann kehrte der 1,93-Meter-Hüne aufs Eis zurück und brachte es noch auf vier Endrunden-Einsätze (zwei Assists).

"Das ist ganz normal für einen Eishockeyspieler, damit müssen wir umgehen", gab sich Thornton ganz cool. "Natürlich passierte die Verletzung zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Wir Eishockeyspieler sind eine besondere Gattung. Wir hatten fünf, sechs Spieler, die mit Blessuren zu kämpfen hatten."

Auch Marleau, Couture und Hertl spielten weiter

Neben "Jumbo Joe" war auch der zweite Top-Center Logan Couture angeschlagen in die Play-offs gegangen. Der 28-Jährige wurde von einem abgefälschten Puck am Mund getroffen, verlor einige Zähne und verpasste dennoch kein Spiel gegen die Oilers. Auch die Stürmer Tomas Hertl und Patrick Marleau bissen sich eisern durch - Hertl spielte mit einem gebrochenen Fuß, Marleau mit einem gebrochenen Daumen. "Das Herz und den Mut, den sie gezeigt haben, erstaunt mich nach vielen Jahren in diesem Geschäft immer noch", zollte Sharks-General Manager Doug Wilson seinen Spielern Respekt. Schließlich waren vier verletzte Stürmer aber zu viel auf diesem Niveau - Edmonton setzte sich in sechs Spielen durch und schickte San Jose in die Sommerpause.

Auslaufende Verträge: Wie entscheidet Wilson?

Nun läuft Thorntons Vertrag aus. Der 37-jährige Routinier kann sich einen Verbleib aber durchaus vorstellen. "Ja, ich möchte zurückkommen. Das ist ein Team von Stanley-Cup-Kaliber. Ich bin jetzt ein bisschen älter und kann einschätzen, wie gut diese Mannschaft ist. Ich bin mir sicher, dass wir sprechen werden", erklärte Thornton.

Auch der Kontrakt des gleichaltrigen Marleau läuft aus. Der Franchise-Spieler, der alle seine 20 NHL-Jahre bei den Sharks verbrachte, sucht allerdings nach einem langfristigen Vertrag: "Ich fühle, dass ich noch mindestens fünf oder mehr Jahre in mir habe. Ich kann noch viel beitragen und spielen."

Die Gespräche mit Marleau und Thornton sollen in den nächsten Tagen starten. "Diese Jungs waren Eckpfeiler für diese Franchise für viele Jahre. Es gibt viele Variablen, die in diese Entscheidung einfließen. Es geht auch um die Gehaltsobergrenze. Aber es sind ganz spezielle Mitglieder unserer Organsisation - sie bedeuten uns sehr viel", erklärte Wilson. Thornton wurde in der Nacht zum Dienstag am lädierten linken Knie operiert. Es wäre keine Überraschung gewesen, hätte "Jumbo Joe" noch auf dem OP-Tisch die Verhandlungen geführt.

Christian Rupp

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:San Jose Sharks
Anschrift:San Jose Sharks
525 West Santa Clara Street
San Jose, California, USA 95113
Internet:http://www.sj-sharks.com/


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