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14.05.2019, 14:03

Portland vor den Conference-Finals gegen die Warriors

Das Curry-Problem: "Wir werfen jedes Spiel eine Münze"

Die Portland Trail Blazers können in den Conference-Finals nur gewinnen. Gegen die Golden State Warriors ergibt sich zudem ein Familien-Dilemma.

Stephen und Seth Curry
Das erste Bruderpaar in den Conference-Finals: Stephen und Seth Curry.
© Getty ImagesZoomansicht

Der eine hat die erste Serie entschieden, der andere die zweite. Wer wird in Portland also der Garant gegen Golden State? Die Oklahoma City Thunder hatten zum Play-off-Auftakt "Dame-Time" aus den Augen verloren, jetzt bekamen die Denver Nuggets im entscheidenden Spiel sieben Backcourt-Kollege C.J. McCollum nicht in den Griff.

So stehen die Trail Blazers, obwohl sie zum Ende der Regular Season Big Man Jusuf Nurkic mit einem Beinbruch verloren hatten und trotz des dritten Platzes in beiden Serien der Underdog waren, in den Western-Conference-Finals und dürfen sich mit dem Superteam aus Oakland messen. Auch diesmal ist Portland der Außenseiter, diesmal noch der etwas krassere; ganz egal, ob Kevin Durant spielt oder nicht.

Das Gute ist: Die Blazers haben nichts mehr zu verlieren, nur noch zu gewinnen. Von den Warriors erwartet Jeder den vierten Meistertitel in den vergangenen fünf Jahren, von Portland niemand den ersten seit 1977. Überhaupt steht das Team von Coach Terry Stotts zum ersten Mal seit 2000 wieder in den Conference-Finals.

Was wäre, wenn Kanter plötzlich auch verteidigt?

Portlands Kader ist gespickt mit Überraschungen: Den Vier-Overtimes-Krimi in Spiel drei gegen Denver entschied Rotationsspieler Rodney Hood, der bei seinem dritten Verein seit 2018 spielt und für Spiel eins gegen Golden State noch auf der Kippe steht. Auf der Fünf ist Enes Kanter, im Februar noch von den New York Knicks entlassen, ein überraschend guter Nurkic-Ersatz; auch wenn die Defense des Türken nach wie vor ausbaufähig bleibt. Hinzu kommt von der Bank Guard Seth Curry, der in Spiel der Conference-Halbfinals vier mit 16 Punkten (4/6 Dreier) geglänzt hatte.

Auf Curry wird wegen seines (deutlich bekannteren) Bruders ohnehin ein besonderer Fokus liegen. Stephen, zweimaliger MVP und dreimaliger Champion, und Seth Curry bilden das erste Bruderpaar, das sich in Conference-Finals der NBA gegenübersteht. Während die beiden darüber gemischte Gefühle hegen ("Der Druck ist so schon groß genug", Stephen), ergibt sich für die Eltern eine Win-Win-Situation.

Familie Curry: "Wir versuchen noch herauszufinden, wer für wen ist"

Vater Dell, selbst zwischen 1986 und 2002 NBA-Profi, meint über sich und seine Frau: "Wir versuchen noch herauszufinden, wer für wen ist." Mutter Sonya scherzt: "Wir werfen jedes Spiel eine Münze." Warriors-Coach Steve Kerr lobt stattdessen: "Die Currys sind unglaublich. Sie sind wie die Royal Family der NBA. Das ist doch eine wunderbare Szenerie, eine unglaubliche Geschichte für die Eltern."

Für die Blazers kommt es darauf an, das Fehlen von Durant zu nutzen. Die Warriors haben in der bisherigen Postseason zu diesem Zeitpunkt bereits so viele Spiele verloren wie noch nie. Sie sind anfälliger als sonst, auch weil die Bank nicht mehr so gut besetzt ist. Damian Lillard und McCollum sind gefordert, konstant zu treffen, das wird gegen einen beispielsweise gut verteidigenden Klay Thompson oder Routinier Andre Iguodala schon etwas schwieriger. Es ist eine Herkulesaufgabe für Portland, aber die Minimalchance ist etwas greifbarer als in den letzten Jahren.

mkr

 
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