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12.04.2019, 13:16

NBA, Play-off-Vorschau, Western Conference

Jokic? George? Harden? Wer stürzt die Warriors?

Und täglich grüßt das Murmeltier: Mal wieder stellt sich im Westen die Frage, wer denn die Golden State Warriors ärgern kann? Auf dem Papier wohl am ehesten die Houston Rockets um den amtierenden MVP sowie erneuten MVP-Anwärter James Harden, allerdings muss dann ein weiterer Star fit bleiben.

Golden State Warriors (1) - LA Clippers (8)

Stephen Curry (li.) und Klay Thompson
Es regnet Dreier: Stephen Curry (li.) und Klay Thompson.
© Getty ImagesZoomansicht

Wie auch in der vergangenen Saison gingen die Warriors, zuletzt zweimal in Folge NBA-Champion, als Favorit in die Saison. Und am Ende haben sie die Spielzeit auf Platz eins beendet und sind dieser Rolle erstmal gerecht geworden. Allerdings lief nicht alles rund. Doch immer dann, wenn die Dubs wirklich gefordert waren, schlugen sie eiskalt zu und demonstrierten ihre Macht. Zu vertuschen sind freilich nicht die 25 Niederlagen, acht davon mit 20 oder mehr Punkten Differenz - so viele hohe Pleiten musste vorher kein Champion einstecken, der "Rekord" lag bei sechs Niederlagen. Dennoch ist das Starensemble um Stephen Curry und Kevin Durant der ganz große Favorit, nicht nur im Westen, sondern auf den NBA-Titel.

Der erste Herausforderer sind nun die LA Clippers, die als krasser Außenseiter in das Duell gehen. Das Gesicht der Mannschaft von Coach Doc Rivers hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert, viele Spieler kamen und gingen. So wirklich zu rechnen war mit dem Team in den Play-offs nicht. Doch nun sind die Clippers da und werden alles versuchen, die Warriors etwas zu kitzeln. Zu verlieren hat LA nichts, das könnte ein Vorteil sein. Und Rivers hat eine Reihe interessanter Spieler in seinen Reihen: Beispielsweise Lou Williams, einer der besten Bankspieler der gesamten Liga, der immer und gegen jeden Gegner scoren kann. Dazu Energizer Montrezl Harrell oder Distanzschütze Danilo Gallinari. Aber: Ein Weiterkommen der Clippers wäre eine Sensation.
kicker-Tipp: 4:0

Denver Nuggets (2) - San Antonio Spurs (7)

Nikola Jokic und die Nuggets spielen bisher eine überragende Saison.
Nikola Jokic und die Nuggets spielen bisher eine überragende Saison.
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Die Denver Nuggets sind das Überraschungsteam der Western Conference. Allrounder Nikola Jokic & Co. standen teilweise ganz oben im Tableau, lieferten sich einen Kampf um Platz eins mit den Warriors - und liefen am Ende als Zweiter über die Ziellinie. Die Mannschaft kommt über das Kollektiv, wenngleich sie mit Jokic einen Spieler hat, der in der regulären Saison ein bisschen herausstach. Der Serbe kam auf knapp über 20 Punkte, sammelte knapp über zehn Rebounds und verteilte - für einen Big Man beeindruckend - im Schnitt etwas mehr als sieben Assists. Er steht sinnbildlich für den Basketball der Nuggets, hat immer das Auge für den Mittspieler. Denver lässt den Ball sehr gut laufen, spielt ordentliche Defensive und hat eine Top-Chemie. Nach einer außerordentlich starken Hauptrunde stellt sich eigentlich nur eine Frage: Bringen die Nuggets diese Leistungen auch in den Play-offs aufs Parkett?

Genau darin liegt wohl auch die Hoffnung der Spurs, nämlich, dass Denver nun vielleicht nicht mehr so unbekümmert aufspielt. San Antonio erlebte eine wechselhafte Saison, gegen deren Ende sich allerdings mehr und mehr die erneute Play-off-Teilnahme herauskristallisierte. Es ist seit 1997/98 die erste Spielzeit ohne mindestens einen der großen Stars Tim Duncan, Manu Ginobili und Tony Parker. Während Erstgenannter 2016 seine Karriere beendete, hörte der Argentinier im Sommer auf und Parker zog es vor der Spielzeit nach Charlotte. Das Gesicht der Spurs veränderte sich, auch, weil Kawhi Leonard, dessen Lust auf San Antonio sich am Ende in Grenzen hielt, vor der Saison nach Toronto getradet wurde. Im Gegenzug kam Allstar DeMar DeRozan zu den Texanern. Er führt die Mannschaft zusammen mit LaMarcus Aldridge an, beide erzielten in der Saison im Schnitt etwas mehr als 21 Punkte.
kicker-Tipp: 4:2

Portland Trail Blazers (3) - Oklahoma City Thunder (6)

Die Topstars unter sich: Russell Westbrook (re.) und Paul George (2.v.re.).
Die Topstars unter sich: Russell Westbrook (re.) und Paul George (2.v.re.).
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Wie bereits im vergangenen Jahr beendete Portland die Saison auf dem dritten Platz. In der vergangenen Spielzeit gab es dann in Runde eins ein krachendes 0:4 gegen die Pelicans. So ein Ergebnis gilt es nun natürlich zu vermeiden. Einmal mehr konzentriert sich bei den Trail Blazers alles auf den Backcourt um Damian Lillard (25,8 Punkte) und CJ McCollum (21 Zähler). Allerdings tut dem Team der Ausfall von Jusuf Nurkic extrem weh. Der Center zog sich Ende März einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. Er war einer Fixpunkte im Spiel Portlands, der Big Man war drittbester Scorer und bester Rebounder seiner Farben.

Bitter zudem für die Blazers: Sie spielen mit Oklahoma City gegen eine Mannschaft, die vom Potenzial her eigentlich besser, ist als es Platz sechs aussagt. Allerdings sind die Thunder, bei denen Dennis Schröder von der Bank wichtige Impulse setzt, in dieser Saison bisher eine Wundertüte, man weiß einfach nicht, was man bekommt. OKC ist jedoch ein Team, dass in den Play-offs jeder anderen Mannschaft gefährlich werden kann. Das liegt vor allem am Top-Duo Russell Westbrook und Paul George, beide können eine Serie entscheiden. Der Aufbauspieler hat seine dritte Saison in Folge hinter sich, in der er im Schnitt ein Triple-Double auflegte. Zuletzt sorgte er mit einem speziellen Triple-Double für Aufsehen, als er gegen die LA Lakers 20 Punkte, 20 Rebounds und 21 Assists im Boxscore stehen hatte. Allerdings ist Westbrook diese Saison nicht der beste Korbjäger seines Teams, George spielte eine überragende Hauptrunde und kam im Schnitt auf 28 Punkte. Diese beiden Ausnahmekönner sind das Plus für OKC und könnten die Serie zu Gunsten der Thunder entscheiden.
kicker-Tipp: 2:4

Houston Rockets (4) - Utah Jazz (5)

James Harden
Der Topscorer der NBA: James Harden.
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Es dauerte einige Zeit, bis sich die Rockets von der knappen Finalniederlage gegen die Warriors erholten. Houston hatte Golden State am Rande einer Niederlage - und verlor doch mit 3:4. Nach einer schweren Anfangsphase der Saison rissen sich James Harden & Co. zusammen und stabilisierten sich. Am Ende wurde es Platz vier, der immerhin den Heimvorteil in der ersten Runde bringt. Und das haben die Rockets fast ausschließlich "The Beard" zu verdanken. Harden erzielte im Schnitt sagenhafte 36,1 Punkte, neunmal gelangen ihm 50 Zähler oder mehr. Richtige Duftmarken setzte er bei den Siegen gegen die Knicks und Spurs, als er sein Team im Alleingang mit 61 Punkten zum Sieg führte. Er ist der überragende Spieler der Saison, der auf dem besten Weg ist, zum zweiten Mal in Folge zum MVP gekürt zu werden. Aber er braucht in den Play-offs Unterstützung. Eine wichtige Frage ist: Bleibt Chris Paul gesund? Der Schlüsselspieler neben Harden machte in der regulären Saison nur 58 Spiele, ihn brauchen die Rockets zum ganz großen Wurf. Bleibt er fit, ist vieles möglich.

Allerdings gilt es nun erst einmal Utah aus dem Weg zu räumen. Die Jazz starteten ruhig in die Saison und haben am Ende stark aufgehört. Das Team von Coach Quin Snyder holte aus den letzten 24 Spielen 18 Siege und hievte sich dadurch auf Platz fünf im Westen. Die Jazz sind wie in den vergangenen Jahren defensiv um Center Rudy Gobert (2,3 Blocks, Platz 3 in der NBA) sehr stark, ließen im Schnitt 106,5 Punkte zu - der viertbeste Wert der Liga. Und offensiv haben sie mit Donovan Mitchell einen Spieler, der das Team anführt. Bereits in seiner Rookie-Saison im vergangenen Jahr war er sehr stark und sammelte in seinem ersten Jahr bereits Play-off-Erfahrung. Für die Jazz gilt es, Harden irgendwie in den Griff zu kriegen.
kicker-Tipp: 4:2


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mst

 
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