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09.04.2019, 16:23

"Der Hund hat die Vignette gefressen"

Österreich-Vignette: Die Ausreden der Pickerl-Sünder

Wer die österreichischen Autobahnen benutzt, braucht "a Pickerl". Doch immer wieder gehen der Autobahnverwaltung Asfinag Mautsünder ins Netz. Deren Ausreden mangelt es nicht an Kreativität. Der ADAC hat die zehn gängigsten Entschuldigungen zusammentragen. Vor (drastischer) Strafe bewahren sie meist nicht.

Hund
War er der Sünder? Ein Maut-Säumiger gab als Ausrede an, dass sein Hund das "Pickerl" zerbissen habe.
© Auto Medien Portal/Dogscamper, AsfinagZoomansicht

Fast 200.000 Autos ohne Vignette hat die Asfinag im vergangenen Jahr ertappt. Der Löwenanteil - über 40 Prozent - kam dabei aus Deutschland. Wenn Österreich ab dem kommenden Wochenende von der Osterreisewelle überschwemmt wird, dürften wiederum viele Mautsünder aktenkundig werden. Und sehr wahrscheinlich werden sie sie allerlei Unschuldsbeteuerungen vorbringen, um der Strafe zu entgehen. Die Top-Ten der Ausreden:

1.Ich habe nichts von der Vignettenpflicht gewusst

2.Ich habe gedacht, dass die Benutzung der Autobahn bis zur ersten Ausfahrt frei ist

3.Ich habe nicht gewusst, wo die Vignette zu kaufen ist

4.Ich habe nicht gewusst, dass man bei einem Windschutzscheibenbruch eine Ersatzvignette erhält

5.Das ist nicht mein Auto

6.Ich habe eine digitale Vignette gekauft und weiß nicht, warum die nicht im System ist

7.Das Navi hat mich auf die Autobahn gelotst

8.Die Vignette ist in der Handtasche meiner Ehefrau

9.Ich muss schnell ins Krankenhaus

10.Ich habe keine Vertriebsstelle gefunden

Auch die ersten Kilometer kosten

Dass die Benutzung der Inntalautobahn auf den ersten Kilometern bis zur Ausfahrt Kufstein Süd nichts kostet, glauben tatsächlich noch immer viele Autofahrer. Zum 1. Dezember 2013 hat die Asfinag diese Sonderregelung allerdings gestrichen.

Die Geschichten anderer Vignetten-Sünder muten indes abenteuerlicher an. Als wohl kreativste Ausrede machte ein Autofahrer geltend, dass sein Hund das Pickerl erwischt und zerbissen habe.

240 Euro Ersatzmaut

Mit Mautsündern geht die Asfinag nicht zimperlich um - die verhängte Ersatzmaut kann bis zu 240 Euro betragen. Da kommen Reisende mit dem braven Erwerb einer Vignette schon günstiger weg: Das 10-Tages-Pickerl für Pkw kostet 9,20 Euro, für zwei Monate werden 26,80 Euro fällig, und die Jahresvignette ist mit 89,20 Euro eingepreist.

Inzwischen ist auch eine digitale Vignette erhältlich. Wer sie im Internet erwirbt, muss allerdings wissen, dass bis zur Gültigkeit 18 Tage vergehen. Grund ist das EU-Recht, wonach bei Online-Käufen zwei Wochen Rücktrittsrecht besteht. Alternativ gibt es sofort gültige Vignetten in den ADAC-Geschäftsstellen.

ule

 

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