2. Bundesliga

FC Ingolstadt: So will Rehm "Vorbild Heidenheim" ärgern

Ingolstadts Trainer erinnert an den Sieg gegen Dresden

Neuzugang-Trio in der Startelf? So will Rehm "Vorbild Heidenheim" ärgern

Gegen Dresden klappte der Plan vorzüglich: Ingolstadts Trainer Rüdiger Rehm und Filip Bilbija.

Gegen Dresden klappte der Plan vorzüglich: Ingolstadts Trainer Rüdiger Rehm und Filip Bilbija. imago images/Stefan Bösl

Wenn man Rehm während seiner Pressekonferenz vor dem Spiel in Heidenheim zuhört, dann bleibt eines unmissverständlich hängen: So wie der FCH sich in der 2. Liga etabliert, so stellt sich das der neue Coach der Oberbayern vor. "Sie haben eine gewisse Vorbildfunktion für jeden Zweitligisten, der von unten nach oben gekommen ist."

Rehms nennt Heidenheim "ein Vorbild"

Heidenheim sei laut Rehm "physisch und läuferisch stark, sie haben ein hervorragendes Umschalt- und Flügelspiel". Besonders imponierend findet er zudem die Stehauf-Qualitäten der Elf von der Ostalb, denn: "Immer, wenn man denkt, sie hätten eine Schwächephase, kommen sie mit viel Power wieder von unten nach oben", lobt Rehm die Elf des "ewigen" Trainers Frank Schmidt (seit September 2007).

Immer, wenn man denkt, sie hätten eine Schwächephase, kommen sie mit viel Power wieder von unten nach oben.

Rüdiger Rehm

Genau dieser Schmidt könnte fast zeitgleich zu Rehms ausgesprochenen Lobeshymnen den Ingolstädtern einen zusätzlichen Motivationsschub verhelfen. Denn auf der PK in Heidenheim sagte der FCH-Coach, dass es so aussehe, als würde es schwer werden für den FCI die Klasse zu halten. Rehm wird seine Elf entsprechend anstacheln, um beim Jahresauftakt einen kleinen Schritt zum erhofften Klassenerhalt zu legen.

Streich rückt weiter vor: Trainer-Dynastien in Deutschland

Nüchtern betrachtet kann man die sportliche Lage der Ingolstädter natürlich so einschätzen, wie Schmidt es tat. Der FCI ist Tabellenletzter, zum Relegationsplatz fehlen sieben Zähler, zu Rang 15 gar zehn. Dennoch sagt Rehm: "Wir wollen uns mit aller Macht dagegen stemmen" - und bezieht das auf den Heidenheimer Gegner wie den drohenden Abstieg.

Dresden brachte die Hoffnung zurück

Dass wieder ein Funken Hoffnung zurückgekehrt ist, hängt auch mit Rehms erstem FCI-Sieg zusammen, der mit dem 3:0 gegen Dresden unmittelbar vor der Winterpause entsprechend souverän ausfiel. Zudem haben die Oberbayern den Kader weiter verändert, um die Leistungsdichte zu erhöhen und gleichzeitig konzentrierter arbeiten zu können.

Eine neues Trio gleich in der Startelf?

Vom kommenden Gegner kam Florian Pick ("Ihn kenne ich schon aus der 3.Liga sehr gut, wo er für Furore gesorgt hat. Jetzt soll er auch bei uns seine Ausrufezeichen setzen"), aus Fürth Hans Nunoo Sarpei ("Er ist ein aggressiver Spieler, aber auch Ballverteiler") und aus Middlesbrough Keeper Dejan Stojanovic, letzte Saison beim FC St. Pauli aktiv ("ein erfahrener Mann, der diese Situation gut kennt").

Gut möglich, dass dieses Trio gleich in Heidenheim in der Startelf auftaucht, auch wenn Rehm einschränkt, dass "Startelfkandidaten alle sind, die im Trainingsbetrieb sind". Und die von der Bank kommen werden, "sind dann in der Lage das Spiel zu entscheiden. Das haben wir bereits gegen Dresden sehen können", so Rehm. Mitte Dezember machte Joker Filip Bilbija mit dem 3:0 kurz vor Schluss gegen Dynamo den Deckel drauf. Letzterer traf auch schon beim einzigen Testspiel nach seiner Einwechslung gegen den Drittligisten Würzburg (3:1).

bst

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