Bundesliga

Neustart in Bochum: Viele Ausfälle in der Defensive

Revierklub startet mit einem Doppeltest in die nächste Trainingsphase

Neustart in Bochum: Viele Ausfälle in der Defensive

Bochums Geburtstagskind Kostas Stafylidis steigt erst am Sonntag ins Training ein.

Bochums Geburtstagskind Kostas Stafylidis steigt erst am Sonntag ins Training ein. IMAGO/RHR-Foto

Grauer Himmel, Temperaturen von rund 3 Grad, doch das machte Simon Zoller und Manuel Riemann offenbar nichts aus. Die beiden Bochumer Profis stellten sich beim Trainingsbeginn in kurzer Hose vor, während einige Kollegen angesichts der frostigen Temperaturen doch lieber eine Mütze angezogen hatten und lange Trainingssachen trugen.

Neben Flügelflitzer Takuma Asano, der mit seinen japanischen Kollegen im Gegensatz zum deutschen Team ja noch bei der WM am Ball ist, fehlten Trainer Thomas Letsch beim Auftakt gleich vier Defensivspieler. Vasilios Lampropoulos und Kostas Stafylidis, der am Freitag seinen 29. Geburtstag feierte, werden erst am Sonntag ins Training einsteigen.

Ende kommender Woche wird dann Dominique Heintz zurück erwartet, der in der ersten Saisonphase immer wieder mal durch Verletzungen zurückgeworfen wurde und auch am Freitag noch nicht am Ball war. Etwas länger fällt noch Jacek Goralski aus, der womöglich erst im neuen Jahr wieder zur Trainingsgruppe dazustößt.

"Es kann für eine Gruppe auch negativ sein, wenn ein Spieler dazugeholt wird"

Ob sich personell an der Besetzung beim Bundesliga-17. noch etwas ändert, ließ Sportchef Patrick Fabian zunächst offen. Zwar besteht die finanzielle Möglichkeit, in der nächsten Zeit noch einmal nachzulegen, doch sinnvoll muss solch eine Aktion nicht unbedingt sein. "Im schlimmsten Fall", so Fabian, "kann es für eine Gruppe ja auch negativ sein, wenn ein Spieler dazugeholt wird."

Stattdessen setzen sie beim VfL aber auch auf Unterstützung aus den eigenen Reihen, durch Spieler etwa, die in der bisherigen Phase der Saison wegen Verletzungen ihr Können noch nicht zeigen konnten. Das gilt zum Beispiel für Heintz, der mit fast 200 Bundesliga-Einsätzen eine Menge Erfahrung mitbringt, aber nach diversen Zwangspausen erst mal wieder auf Wettbewerbsniveau kommen muss.

Wie er, so hatte auch Goralski wenig Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen. Der polnische Nationalspieler, als kompromissloser Zweikämpfer bekannt, kam im Sommer wegen einer Länderspielreise mit Polen erst verspätet in Bochum an, musste dann wegen eine Augen-Operation eine Zwangspause einlegen und fiel zuletzt wegen muskulärer Probleme aus.

Mousset muss in Form kommen

Etwas anders liegt der Fall bei einem anderen VfL-Profi, der bisher allerdings noch keine einzige Spielminute absolvierte. Als Stürmer mit etwas anderen Qualitäten war Lys Mousset im Sommer verpflichtet worden, doch der Franzose stellte sich zunächst in schlechter körperlicher Verfassung vor.

Nun gilt es für ihn, sich endlich wieder in Form zu bringen und den Konkurrenzkampf in vorderer Linie zu beleben. "Er ist ein anderer Spielertyp als Philipp Hofmann und Simon Zoller", so Fabian. "In Topform könnte er uns sicherlich weiterhelfen." Letsch und Fabian haben dem Spieler noch einmal klargemacht, was von ihm erwartet wird, aber auch im eigenen Interesse müsste dem 26-Jährigen natürlich daran gelegen sein, endlich auch in Bochum seine sportliche Qualitäten nachzuweisen.

Tests gegen Zwolle und den KSC

Gelegenheit dazu bekommt er womöglich schon in ein paar Tagen, denn der VfL startet mit einem Doppeltest in die zweite Saisonphase. Am Mittwoch ist der niederländische Zweitligist PEC Zwolle der erste Gegner, am Samstag tritt der VfL Bochum gegen den Karlsruher SC an.

Oliver Bitter

So viel Spielzeit sammeln die Eigengewächse der Bundesligisten - Union Schlusslicht