Champions League

FC Bayern München - Neuer gegen Salzburg wieder einmal Weltklasse

Bayern-Trainer Flick mit Effizienz sehr zufrieden - Entwarnung bei Pavard

Neuer wieder einmal Weltklasse: "Da gibt es schon den einen oder anderen Trick"

Göttlichen Beistand braucht Manuel Neuer derzeit nicht, er ist in blendender Verfassung.

Göttlichen Beistand braucht Manuel Neuer derzeit nicht, er ist in blendender Verfassung. imago images

Es lief die 70. Spielminute, die Bayern hatten gerade das 3:0 durch Sané erzielt, als Manuel Neuer mit einem klasse Reflex den Nachschuss von Mwepu entschärfte und so verhinderte, dass nochmal Spannung aufkommen konnte. Nach dem Spiel gab sich der Nationalkeeper am "Sky"-Mikrofon zurückhaltend: "Man tut, was man kann." Und gerade bei Neuer hat man derzeit den Eindruck, er kann vor allem eines: Weltklasse.

Sein Trainer Hansi Flick adelte den Kapitän förmlich: "Manu spielt seit über einem Jahr sensationell, er ist in der Form seines Lebens." Seine "wahnsinnigen Reflexe", wie eben gegen Mwepu, machen Neuer zu einem "wahnsinnigen Profi". Diese Rettungstat war nicht die einzige klasse Aktion des Keepers, denn seine Vorderleute agierten gerade zu Beginn äußerst sorglos und leisteten sich die eine oder andere Unaufmerksamkeit.

Den sonst so sicheren Bayern unterliefen vermehrt Ballverluste, die Flick ärgerten ("Dürfen so nicht passieren"). Seine Mannschaft sei in dieser Phase zu nachlässig gewesen, aber insgesamt war Flick mit der Effizienz sehr zufrieden und eben mit seinem "Weltklasse Torwart".

Neuer und seine Tricks

Einen Torhüter mit diesem Prädikat brauchte der FCB auch gegen Salzburg. Denn wie schon zuletzt gegen Bremen, ließen die Münchener wieder einiges an Chancen zu, was laut Neuer aber auch "am Gegner" gelegen habe. Er selbst empfindet das Torwartspiel als "ein kleines Psychospiel. Da gibt es schon den einen oder anderen Trick." Welchen genau, verriet der 34-Jährige nicht, aber er beherrscht sie offenbar perfekt.

Jerome Boateng feiert Manuel Neuer

Jerome Boateng feiert Manuel Neuer nach seiner Parade gegen Karim Adeyemi. imago images

Symptomatisch für die Psychotricks von Neuer war eine eigentlich banale Szene aus der Nachspielzeit: Karim Adeyemi hatte sich kurz vor Schluss aus deutlicher Abseits-Position Richtung Bayern-Tor aufgemacht. Der erst 18-jährige Deutsche kam dem stoisch dastehenden Keeper immer näher und scheiterte schließlich. Selbst, wenn das Tor nicht gezählt hätte, Neuer machte auch diese Chance zunichte - Boateng eilte sofort herbei und feierte ihn dafür.

"Wir sind ja überall vorne"

Gegen den österreichischen Meister hatte Neuer aber "Probleme im Passspiel" und "zu einfache Ballverluste" als Fehlerquelle ausgemacht. Größere Unruhe entstand deswegen bei Neuer, der letztlich doch noch von Berisha überwunden wurde, aber nicht: "Wir sind ja überall vorne, ich habe da keine Sorgen."

Entwarnung bei Pavard

Sorgen hatte auch Hansi Flick nach dem Spiel keine in Bezug auf die Auswechslung von Benjamin Pavard. Der Franzose hatte einen Schlag auf den Köchel bekommen und wurde kurz danach ausgewechselt. Nach der Partie gab der Coach aber bereits Entwarnung und sprach von "keinen großen Problemen" beim Außenverteidiger - gerade in der nächsten Zeit, wenn Spiel auf Spiel folgt, keine unwichtige Personalie.

sts

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