2. Bundesliga

Neuer HSV-Sturm ohne "Tormaschine"?

Boldt sucht einen Angreifer und analysiert die Profile

Neuer HSV-Sturm ohne "Tormaschine"?

Sonny Kittel kann derzeit wegen einer Prellung unterhalb des Knies nur eingeschränkt trainieren.

Sonny Kittel kann derzeit wegen einer Prellung unterhalb des Knies nur eingeschränkt trainieren. imago images

Aus dem HSV-Trainingslager in Grassau berichtet Sebastian Wolff

Kittel und wechselnde Ausfälle sind ein Grund, weshalb Tim Walter während der Trainingslagertage in Grassau noch kein Trainingsspiel mit elf gegen elf absolvieren konnte, unzufrieden mit der bisherigen Kadergestaltung ist Sportvorstand Jonas Boldt dennoch nicht. "Für den jetzigen Zeitpunkt sind wir sehr zufrieden. Uns sind schon einige sehr gute Dinge gelungen." Weitere sollen folgen.

Vor allem in der Offensive besteht Bedarf. "Alle sagen, dass wir noch einen brauchen, der eine gewisse Quote garantiert", sagt Boldt nach dem Abschied von Simon Terodde. Dessen Nachfolger Robert Glatzel ist ein etwas anderer Spielertyp, vor allem aber ist er nach Corona-Infektion noch nicht bei der Mannschaft, die sich in Bayern derzeit die Grundlagen mit dem neuen Trainer erarbeitet. Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel beschäftigen sich intensiv mit der Frage, was der HSV noch braucht. "Lukas Hinterseer, Joel Pohjanpalo und Simon Terodde waren in gewisser Weise Tormaschinen", sagt er. Stürmertypen, die vor allem im Strafraum ihre Qualitäten hatten. "Dass das allein nicht reicht, haben wir auch gesehen." Das ist ausdrücklich kein Vorwurf an die Ex-Stürmer, sondern ein Aspekt der Gesamtanalyse. "Es geht auch darum, nicht einen zu holen, hinter dem sich alle verstecken. Wir haben auch jetzt Spieler mit Qualität, wir müssen diese noch mehr in die Verantwortung nehmen." Personellen Nachschlag für die Abteilung Attacke, die während der Abwesenheit von Glatzel aus den Youngstern Robin Meißner und Manuel Wintzheimer besteht, soll es dennoch geben: "Wir wollen vorn noch was machen."

Wieviel finanziell letztlich möglich ist für den HSV, hängt auch ganz entscheidend von der Zukunft zweier Talente ab. Amadou Onana und Josha Vagnoman sind umworben und dürften für Ablösesummen im hohen einstelligen Millionenbereich auch gehen. "Wir kriegen mit, dass sie gefragt sind", sagt Boldt, "aber die ganz konkrete heiße Nummer gibt es noch nicht."

Sebastian Wolff

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