Champions League

Neuer: "Haben die Nebensächlichkeiten neben uns gelassen"

Hernandez und Nianzou vergrößern das Lazarett

Neuer: "Haben die Nebensächlichkeiten neben uns gelassen"

Im Schnee von Kiew: Julian Nagelsmann beim 2:1-Erfolg des FC Bayern. 

Im Schnee von Kiew: Julian Nagelsmann beim 2:1-Erfolg des FC Bayern.  imago images

"In Anbetracht der Umstände - neben den Platzverhältnissen auch noch die Personalsituation, die schon angespannt war", sei es schon ein wichtiger Sieg gewesen, meinte Julian Nagelsmann nach der Partie in Kiew. Denn nicht nur die fünf sich in häuslicher Quarantäne befindenden Münchner um Joshua Kimmich, von denen sich Serge Gnabry und Jamal Musiala mittlerweile gegen COVID19 impfen ließen, bevölkerten die Liste der Ausfälle oder angeschlagenen Spieler. 

Umgang mit der Situation als Pluspunkt

"'King' (Kingsley Coman; Anm. d. Red.) konnte nur 60 Minuten spielen, 'Sabi' (Marcel Sabitzer) fiel noch aus. In der Pause mussten wir die Grundordnung ändern, nachdem ich das Gefühl hatte, dass wir uns 25 Minuten vor der Pause schon eingegroovt hatten in die Ordnung. Doch dann mussten wir wechseln, weil sich 'Luci' (Lucas Hernandez) verletzt hatte und wir leider keinen dritten Innenverteidiger mehr dabei hatten. Die Umstellung hat dann schon ein bisschen gedauert, auch wenn wir schon ein paar Umschaltsituation hatten, bei denen der letzten Pass nicht so gepasst hat. Wenn das dritte Tor fällt, ist der Deckel drauf", erklärte Nagelsmann bei "DAZN". In der Schlussphase musste dann auch noch Tanguy Nianzou mit einer Blessur im Schulterbereich ausgewechselt werden. 

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Manuel Neuer, der mit seinem 124. Einsatz in Sachen Champions-League-Partien mit Gianluigi Buffon gleichzog, freute sich insbesondere über die Konzentration, die sein Team sowohl bei den entscheidenden Offensivaktionen um die beiden sehenswerten Tore, aber am Ende auch in der Defensive an den Tag legten: "Wichtig war der Fokus auf das Spiel heute", so der Bayern-Kapitän. "Wir haben die Nebensächlichkeiten neben uns gelassen haben, was aber nicht so leicht war, weil wir sonst schon einen anderen Kader gehabt hätten", spielte der Nationaltorhüter auf die Ausfälle - und wohl auch deren Umstände - an. 

Nagelsmann und die Ästhetik

Während Nagelsmann erneut mit der Defensivarbeit nicht gänzlich zufrieden gewesen war, insbesondere bei "sechs, sieben Aktionen von Tsygankov, die man deutlich besser verteidigen kann", standen auf der anderen Seite zwei sehr sehenswerte eigene Tore: Eines von Robert Lewandowski mit einem Fallrückzieher-Aufsetzer, und ein ebenfalls perfekt abgeschlossenes von Coman, nach einem tollen Spielzug unter Beteiligung insbesondere von Assistgeber Corentin Tolisso sowie Thomas Müller, der den Ball clever durchgelassen hatte.  

Selbst Nagelsmann war anschließend unschlüssig, welches Bayern-Tor denn schöner gewesen sei: "Isoliert betrachtet war wahrscheinlich das von 'Lewi' schöner, das war schon sehr sehenswert. Aber als Fußballästhet war wahrscheinlich das andere schöner, weil es schön herausgespielt war."    

jom

Bilder zur Partie Dynamo Kiew - Bayern München