Champions League

Neuer erklärt Bayern-Wackler nach 2:1 bei Lokomotive Moskau

"Normal, dass mal etwas passieren kann"

Neuer erklärt Bayern-Wackler

Arbeitssieg in Moskau: Manuel Neuer.

Arbeitssieg in Moskau: Manuel Neuer. Getty Images

Das "Wie" interessiert in ein paar Tagen niemanden mehr, die Punkte bleiben. So lässt sich der 2:1-Arbeitssieg des FC Bayern bei Lokomotive Moskau zusammenfassen. Der Titelverteidiger in der Champions League tat sich bei seinem Kurztrip nach Russland schwerer als erwartet, hat mit sechs Zählern nach zwei Spieltagen aber eine glänzende Ausgangsposition mit Blick auf den Gruppensieg.

Flick lobt das "sensationelle" 1:0

Positiv stach das herrlich herausgespielte 1:0 heraus, quasi der Lieblingsspielzug der Bayern. Corentin Tolisso verlagerte das Geschehen mit einem Diagonalball vom Zentrum auf die rechte Seite, wo Benjamin Pavard direkt in die Mitte weiterleitete und Leon Goretzka per Kopf vollendete. "Das war sensationell rausgespielt", lobte Trainer Hansi Flick. Schön anzusehen auch das 2:1 per Volleyabnahme aus der Drehung von Joshua Kimmich, das die Serie der Bayern auf 13 Siege in der Königsklasse ausbaute.

Es gibt für Flick aber auch negative Aspekte, die er gegenüber der Mannschaft sicher ansprechen wird. In allererster Linie das Abwehrverhalten in der zweiten Halbzeit. Ein ums andere Mal gelangte Lokomotive gegen die hoch stehende Viererkette der Bayern in die freien Räume dahinter, unter anderem beim 1:1.

"Wir haben uns ab und zu nicht gut angestellt bei den langen Bällen"

"Grundsätzlich ist es unsere Spielweise, dass wir hochstehen und den Gegner vorne attackieren, lange Bälle in die Tiefe sind dann unangenehm. Wir haben gegen schnelle Spieler gespielt. Normal, dass da mal etwas passieren kann", ordnete Manuel Neuer diese Situationen ein, während Kimmich sagte: "Wir haben uns ab und zu nicht gut angestellt bei den langen Bällen. Zum Glück haben sie es nicht so gut ausgespielt."

Auch bei der Effizienz schluderten die Bayern dieses Mal etwas, Kingsley Coman und Kimmich hätten frühzeitig für das 2:0 und damit ein ruhigeres Spielende sorgen können. Zudem fielen die Joker Serge Gnabry, Javi Martinez und Douglas Costa in ihrer Leistung gegenüber dem Rest ab. Dennoch verzichtete Flick auf einen Einsatz von Leroy Sané. Der Nationalspieler soll nach seiner Knieverletzung offenbar behutsam aufgebaut werden. Die nächsten Spielminuten winken am Samstag beim 1. FC Köln (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker).

Lesen Sie auch: Kimmich - erst "peinlich", dann glanzvoll

Frank Linkesch