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Neuendorfs Weihnachtsgruß: "EURO 2024 eine großartige Chance"

DFB-Präsident von Flick absolut überzeugt

Neuendorfs Weihnachtsgruß: "EURO 2024 eine großartige Chance"

Fand in seinem Weihnachtsgruß optimistische Worte: DFB-Präsident Bernd Neuendorf.

Fand in seinem Weihnachtsgruß optimistische Worte: DFB-Präsident Bernd Neuendorf. IMAGO/Schüler

Neuendorf blickte bei seinem Weihnachtsgruß zunächst in den Rückspiegel: "Als wir den DFB vor rund zehn Monaten personell neu aufgestellt haben, war es eines meiner ersten und dringlichsten Ziele als Präsident, ein neues Miteinander im deutschen Fußball zu schaffen." Dabei sieht der 61-Jährige den Verband auf einem guten Weg, denn seit März sei ein neues konstruktives und vertrauensvolles Miteinander entstanden. Es gelte nun, die Kräfte innerhalb der Fußballfamilie zu bündeln, um zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen. 

WM-Aufarbeitung: "Die richtigen Schlüsse ziehen"

Lehrreich sollen die doch eher negativen Erfahrungen der WM 2022 in Katar und dem damit verbundenen enttäuschenden Vorrunden-Aus  werden. Man werde "gemeinsam die richtigen und nötigen Schlüsse ziehen", sagte Neuendorf. Auch der EURO 2024 im eigenen Land sieht der DFB-Präsident mit Zuversicht entgegen, mahnt aber gleichzeitig: "Mit der EURO 2024 haben wir eine großartige Chance vor Augen - die wir nicht verpassen dürfen."

Neuendorf kündigte an, "die vor uns liegenden Aufgaben seriös und strukturiert" anzugehen: "Selbstkritisch und ergebnisoffen, aber voller Motivation und Zuversicht." Bei der Heim-EM, so Neuendorf, wolle man "eine junge, begeisternde und hoffentlich erfolgreiche Mannschaft in das Turnier schicken, hinter der sich wieder ganz Deutschland versammelt, wie es unser Bundestrainer angekündigt hat".

Lob für Flick - und auch Bierhoff

Dass diese Zielsetzung weiterhin mit Hansi Flick angegangen wird, hebt Neuendorf ausdrücklich hervor. "Ich bin sehr froh, dass Hansi Flick zusammen mit seinem Trainerteam den Weg der Nationalmannschaft zur Heim-EM weitergeht. Wir sind von seinem Führungsstil, seiner Vorstellung vom Fußball, seiner Leidenschaft und positiven Energie für eine erfolgreiche Europameisterschaft absolut überzeugt."

Warme Worte fand Neuendorf auch für Oliver Bierhoff, der nach der WM als Direktor Nationalmannschaften und Leiter der Akademie aufgehört hat. Es zeuge von Größe, lobte der DFB-Präsident, dass Bierhoff im Moment des Ausscheidens Verantwortung übernommen habe.

Frauen-Team ein Titelaspirant

Große Vorfreude empfindet Neuendorf auf das nächste anstehende große Turnier. Der Frauen-Nationalelf von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg traut Neuendorf bei der WM im Sommer 2023 in Australien und Neuseeland zu, um den Titel mitzuspielen. Das Team habe bei der EM in diesem Jahr in England "ein ganzes Land begeistert" und "beim Endspiel in Wembley fast 20 Millionen Menschen in Deutschland vor die Fernsehgeräte gelockt".

Durch die Nationalelf sei auch der Stellenwert der Frauen-Bundesliga gestiegen, "die so viele Menschen in die Stadien zieht wie nie zuvor. Es ist großartig, dass die höchste Spielklasse der Frauen endlich die Aufmerksamkeit erfährt, die ihr schon lange zusteht, und darüber hinaus neue Erlöse generiert, durch die die Arbeit in Zukunft weiter professionalisiert werden kann", schrieb Neuendorf.

jch

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