WM

DFB-Präsident Neuendorf trifft sich mit LGBTQI+-Community

DFB bietet während der WM Fanbetreuung an

Neuendorf trifft sich mit der LGBTQI+-Community: "Uns erwartet nicht die beste WM"

Im Austausch mit der LGBTQIA+-Community.

Im Austausch mit der LGBTQIA+-Community. IMAGO/Oliver Ruhnke

"Uns erwartet nicht unbedingt die beste WM aller Zeiten, aber bestimmt die umstrittenste", sagte Neuendorf bei dem Treffen mit fünf Gruppen der Community am Montag auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main. Der DFB habe für das Thema sexueller und geschlechtlicher Vielfalt immer wieder Sichtbarkeit geschaffen, so Neuendorf, der zum Beispiel konkret die "Liberalisierung des Spielrechts für trans* und intergeschlechtliche Menschen" anführte.

"Es ist wichtig, dass wir uns austauschen, heute und auch zukünftig", sagte Neuendorf laut einer DFB-Mitteilung vom Mittwoch. "Eine klare Position des DFB gegen jede Form der Diskriminierung und Ausgrenzung ist in Paragraf 4 der DFB-Satzung als Verbandsziel festgeschrieben."

Noch einmal zur Erklärung: LGBT ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell und Transgender. Oft werden auch die Varianten LGBTQ, LGBTQI oder LGBTQIA+ verwendet. Jeder Buchstabe steht für die eigene Geschlechtsidentität oder die sexuelle Orientierung.

Hitzlsperger: "DFB gestaltet gesellschaftliche Entwicklung mit"

Weltweit wird beklagt, dass im WM-Gastgeberland Katar die LGBTQIA+-Community keine Rechte habe. Wer seine Homosexualität öffentlich macht, kann mit langjährigen Haftstrafen bestraft werden. Nach Scharia-Recht gilt für homosexuelle Muslime in Katar sogar die Todesstrafe. Viele Organisationen raten Menschen aus der LGBTIQ+ Community und Frauen von einer Reise nach Katar ab.

"Der Austausch war ein weiterer Beleg dafür, dass der DFB die gesellschaftliche Entwicklung mitgestaltet", sagte der frühere Nationalspieler und heutige DFB-Botschafter für Vielfalt Thomas Hitzlsperger. Der DFB bietet während der WM vom 20. November bis 18. Dezember eine Fanbetreuung an.

dpa, kon

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