Auto

Neue Stromer kriegt das Land

Fiat 500 E, Opel Mokka-e, Skoda Enyaq

Neue Stromer kriegt das Land

Fiat 500E

Fährt in eine elektrische Zukunft: Fiat 500E. Fiat

Fiat 500 E

Ausgerechnet Kleinwagen haben es angesichts der zunehmend verschärften Emissionsvorschriften schwer. Dies erscheint auf den ersten Blick unverständlich, tun sich doch gerade die Minis mit niedrigen Verbrauchswerten hervor. Sie an die strengen Abgasstandards anzupassen, würde die Autozwerge allerdings unverhältnismäßig teuer machen. Und so haben sich Smart, Seat Mii oder Skoda Citigo bereits vom Verbrenner verabschiedet.

Auch der "neue Fiat 500", wie der 500E offiziell heißt, fährt elektrisch in die Zukunft. Von der vertrauten Optik sollte man sich nicht täuschen lassen, denn der elektrische Cinquecento nutzt eine komplett neu entwickelte Plattform und ist auch deshalb um 5,6 cm in der Länge und 6,1 cm in der Breite gewachsen.

Eine recht üppige Batterie der Kapazität 43 kWh soll 320 Kilometer Reichweite ermöglichen. An der Wechselstrom-Wallbox oder -Ladesäule zieht der 500E bis 11 kW Strom, zudem beherrscht der Italiener an der CCS-S (dreiphasiges) Gleichstrom-Schnellladen nach CCS-Standard und mit bis zu 85 kW, so ist der Akku binnen 35 Minuten auf 80 Prozent befüllbar.

Konfigurierbar ist der 500E bereits, erste Auslieferungen sollen ab November erfolgen. Allerdings kommt der Elektro-Winzling ganz schön teuer: Das nahezu komplett ausgestattete Start-Modell "La Prima" kostet als Cabrio ab 36.945 und als Limousine ab 34.900 Euro. Ein einfacheres Basismodell folgt später, dürfte aber noch immer um 30.000 Euro eingepreist sein.

Das Debüt des elektrischen Cinquecento bedeutet nicht, dass das konventionell angetriebene Modell unmittelbar ausgemustert wird. Erst unlängst wurde ein Fiat 500 Hybrid ins Programm aufgenommen.

Opel Mokka

Hier hat der Kunde die Wahl: Der neue Opel Mokka kommt als Benziner, Diesel und mit Elektroantrieb, in diesem Fall nennt er sich Mokka-e. Opel

Opel Mokka-e

Anfang 2021 steht der neue Opel Mokka beim Händler - und bekommt gleich zum Marktstart auch eine rein batterieelektrische Variante. Ermöglicht wird dies durch die CMP-Plattform der neuen Konzernmutter PSA, der Vorgänger-Mokka hat noch auf die Technik von General Motors (GM) gebaut.

Die E-Maschine ist bereits aus dem Corsa-e, Peugeot e-208 oder Peugeot e-2008 bekannt und leistet 100 kW/136 PS sowie ein maximales Drehmoment von 260 Nm. Damit stellt sie den stärksten für den Mokka verfügbaren Antrieb. Als Reichweite werden bis zu 322 km angegeben.

Der Mokka-e verfügt über einen 50-kWh-Akku, der im schnellsten Fall - nämlich an der 100-kW-Gleichstrom-Ladesäule - innerhalb einer halben Stunde von 0 auf 80 Prozent aufzuladen ist. Wechselstrom "tankt" das 4,15 Meter kurze Mini-SUV ein- bis dreiphasig sowie mit 11 kW. Auf die Batterie gibt es eine Acht-Jahres-Garantie.

Die Bestellbücher sollen demnächst öffnen, zu rechnen ist mit Preisen ab 33.000 Euro.

Skoda Enyak

Mit beleuchtetem Kühlergrill: Der Skoda Enyaq iV in feiner "Founders Edition". Skoda

Skoda Enyaq iV

Sieht man einmal vom Citigo iV und diversen Plug-in-Hybriden ab, ist der Enyaq Skodas erstes modernes Elektroauto. Wie der VW ID.3 nutzt er den Modularen Elektrobaukasten (MEB) des Volkswagen-Konzerns.

Kunden haben bei dem 4,65 m langen und mit stattlichen 585 l Kofferraumvolumen ausgestatteten Crossover die Wahl zwischen fünf Leistungsstufen (109 kW/150 PS, 132 kW/180 PS, 150 kW/204 PS, 195 kW/265 PS, 225 kW/306 PS), drei Akkugrößen (55, 62 und 82 kWh) und Heck- oder Allradantrieb.

Je nach Variante fährt der Enyaq mit einer Akkuladung zwischen 340 und 510 km weit und kann bis zu 1400 kg in Schlepp nehmen.

An der DC-Schnellladesäule bezieht der Skoda-Stromer bis zu 125 kW, das Ladeprozedere von 10 auf 80 Prozent dauert knapp 40 Minuten. An der AC-Wallbox werden bis zu 11 kW aufgenommen.

Der Skoda Enyaq ist ab 33 800 Euro bestellbar. Ausführlich haben wir ihn hier vorgestellt.

Ulla Ellmer