Bundesliga

Neue Geldverteilung: Auch Erstligist Augsburg unterschreibt Papier

14 Klubs wenden sich ans DFL-Präsidium

Neue Geldverteilung: Auch Erstligist Augsburg unterschreibt Papier

Wettbewerb oder Entertainment? Augsburgs Präsident Klaus Hofmann hinterfragt die Geldverteilung im deutschen Fußball.

Wettbewerb oder Entertainment? Augsburgs Präsident Klaus Hofmann hinterfragt die Geldverteilung im deutschen Fußball. imago images

Nach kicker-Informationen handelt es sich dabei um den FC Augsburg. Das passt zu Aussagen der Klubbosse der bayerischen Schwaben aus dem Sommer. "Der Fußball muss sich entscheiden, ob er wieder ein sportlicher Wettbewerb werden will oder einfach nur noch Unterhaltungsindustrie sein möchte. Für Ersteres müssen die Parameter geändert werden", forderte Präsident Klaus Hofmann Ende Juni. Ähnlich äußerte sich damals auch FCA-Geschäftsführer Michael Ströll: "Bei Beibehaltung des aktuellen Verteilerschlüssels würde die Schere zwischen Groß und Klein noch weiter auseinandergehen."

Der Fußball muss sich entscheiden, ob er wieder ein sportlicher Wettbewerb werden will oder einfach nur noch Unterhaltungsindustrie sein möchte

FCA-Präsident Klaus Hofmann

Vorschlag gestrichen: Forderung nach 50 Millionen Euro für 2. Liga

Am Donnerstag trifft sich das DFL-Präsidium und wird sich dabei auch dem Thema Verteilerschlüssel widmen. Dem Gremium liegt das Ideenpapier seit Wochenanfang vor. Den Vorschlag, dem Unterhaus künftig 50 Millionen Euro (statt aktuell 8 Mio.) aus der internationalen Vermarktung zukommen zu lassen, strichen die Urheber vor Einreichung des Papiers beim DFL-Präsidium.

Nichtsdestotrotz haben neben dem Bundesliga-Quartett zehn Zweitligisten unterzeichnet. Die Vereine, die Vertreter im Präsidium stellen, sind bislang von den Initiatoren bewusst ausgeblendet worden. Dazu gehören mit Darmstadt 98 (Rüdiger Fritsch), Holstein Kiel (Steffen Schneekloth) und dem FC St. Pauli (Oke Göttlich) drei weitere Zweitligisten.

Und auch der 1. FC Union, mittlerweile in der deutschen Topliga, damals noch im Unterhaus, hatte im Oktober 2018 in seinem Positionspapier "Kurswechsel für den deutschen Profifußball" eine andere Verteilung der Medienerlöse gefordert, um der Spreizung entgegenzuwirken.

David Bernreuther/Benni Hofmann

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