2. Bundesliga

Neue Ära: Fred Höfler wird Präsident der SpVgg Greuther Fürth

SpVgg: Nachfolger für Helmut Hack gefunden

Neue Ära in Fürth: Fred Höfler wird Präsident

Neuer Präsident der SpVgg Greuther Fürth: Fred Höfler.

Neuer Präsident der SpVgg Greuther Fürth: Fred Höfler. imago

"Ich muss jetzt erstmal viele Gespräche führen", sagte Höfler bei seiner Vorstellung am Dienstag. Der 62-Jährige ist noch bis zum 1. April 2019 Geschäftsführer der fränkischen Brauerei "Tucher" und wechselt danach in den Ruhestand. Das Präsidenten-Amt bei der Spielvereinigung wird der vierfache Familienvater ehrenamtlich ausüben und - anders als sein Vorgänger Hack - nicht in die Geschäftsführung einsteigen. "Ich freue mich auch auf einen Sitz im Aufsichtsrat und rege Diskussionen", sagte Höfler, ein Freud von flachen Hierarchien und offenen Debatten. "Wer hinterher meckert, kriegt Probleme mit mir."

Eine neue Ära

Der fünfköpfige Wirtschaftsbeirat des Kleeblatts hatte sich einstimmig für Höfler als neuen Präsidenten ausgesprochen. Damit ist ein Nachfolger für Hack gefunden, mit dessen Rücktritt eine Ära in Fürth endete. 22 Jahre lang hatte Hack die Geschicke am Laubenweg geleitet, war Vater der Fusion zwischen der traditionsreichen SpVgg Fürth (dreimal Deutscher Meister) und dem Dorfverein TSV Vestenbergsgreuth im Jahr 1996. Die SpVgg Greuther Fürth stieg sofort aus der damals drittklassigen Regionalliga in die 2. Liga auf, machte sich dort einen Namen als Zweitliga-Dino (Platz 1 der Ewigen Zweitliga-Tabelle). 2012 gelang den "Unaufsteigbaren" dann sogar der nie für möglich geglaubte Aufstieg in die Bundesliga, wenngleich das Abenteuer nach einer Spielzeit wieder endete. In der abgelaufenen Saison stürze das Kleeblatt nur dank des besseren Torverhältnisses nicht wieder in die Drittklassigkeit ab - dort, wo Hack seine visionäre Mission vor über zwei Jahrzehnten angetreten hatte.

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten
SpVgg Greuther Fürth

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

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Höfler: "Hacks Fußabdrücke sind riesengroß"

"Es war eine Erfolgsära", unterstrich der Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung am Dienstag noch einmal, erwies "höchsten Respekt vor der Lebensleistung" Hacks und betonte angesichts des Wechsels auf dem Präsidenten-Posten: "Es ist kein Übergang in der Krise, sondern in einer geordneten Situation."

"Hacks Fußabdrücke sind riesengroß", weiß auch Höfler, der keine konkreten Ziele oder Pläne ankündigte. Klar dürfte sein, dass eine sportlich deutlich weniger bedrohliche Spielzeit auf der Prioritätenliste ganz oben stehen. Höfler kann eine neue Ära beim Kleeblatt nun als Präsident mitgestalten.

cru