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Silvia Neid hofft auf "Hype wie 2011"

Ex-Bundestrainerin erklärt WM-Bewerbung

Neid hofft auf "Hype wie 2011"

Die frühere Bundestrainerin Silvia Neid steht für die Bewerbung des DFB für die WM 2027.

Die frühere Bundestrainerin Silvia Neid steht für die Bewerbung des DFB für die WM 2027. picture-alliance

Silvia Neid ist begeistert: "Ich finde, das ist eine richtig schöne Geschichte", sagt die ehemalige Bundestrainerin über die WM-Bewerbung für 2027. "Das gab's ja auch noch nie, dass man sich zu dritt für eine WM bewirbt." Neid ist auch in dem begleitenden Video zu sehen, das der DFB zusammen mit dem niederländischen und belgischen Fußball-Verband gedreht hat. In diesem Video werden drei Legenden des Frauenfußballs dieser drei Nationen zu sehen sein. Neben Silvia Neid sind das die niederländische Nationaltrainerin Sarina Wiegman sowie die belgische Rekord-Torschützin Femke Maes.

Teamgeist bei Dreharbeiten in Eindhoven

"Das hat bei mir direkt so einen Teamgeist ausgelöst", erzählt Neid über die Dreharbeiten in Eindhoven. "Ich hatte mich auch sofort bereit erklärt, dabei zu sein. Als ich gefragt wurde, fühlte ich mich sehr geehrt." Jetzt hoffe sie, dass die drei Länder auch den Zuschlag für das Weltturnier in sieben Jahren bekommen. "Für jede der drei Nationen würde das einen Schub für den Frauenfußball bringen. Schon sehr lange vorher wird über dieses Ereignis gesprochen werden. Und das kann dem Frauenfußball nur gut tun. Aktuell habe ich das Gefühl, dass das Interesse am Frauenfußball in Deutschland stagniert", meint die 56-Jährige, die 2003 in den USA als Co-Trainerin und 2007 in China als Chefcoach Weltmeister wurde. Sie hofft nun darauf, dass es einen "Hype geben wird wie 2011", als die Weltmeisterschaft in Deutschland ausgetragen wurde und der Frauenfußball vor allem medial boomte. "Das war bombastisch", erinnert sich die damalige Bundestrainerin.

"Ich finde, wir haben richtig gute Talente"

Den gewünschten und erwarteten Titel gewann die deutsche Mannschaft jedoch nicht, sie schied im Viertelfinale in Wolfsburg gegen den späteren Weltmeister Japan aus. "Uns fehlte 2011 die Lockerheit. Aber es war aber trotzdem eine tolle WM", sagt Silvia Neid rückblickend. "Ich hoffe nur, dass die Mannschaft zukünftig mit der öffentlichen Erwartungshaltung besser umgehen kann." Sportlich attestiert sie dem DFB-Team eine tolle Perspektive: "Ich finde, wir haben richtig gute Talente. Die Zukunft sehe ich positiv." Fehlt eigentlich nur noch der Zuschlag für die WM 2027.

Gunnar Meggers

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