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Neben 1. und 2. Bundesliga - VBL soll das dritte Standbein der DFL werden

Große Ambitionen für die Virtual Bundesliga

Neben 1. und 2. Bundesliga - VBL soll das dritte Standbein der DFL werden

Die Virtual Bundesliga soll, zusammen mit der 1. und 2. Fußballbundesliga, die dritte große Marke der DFL werden.

Die Virtual Bundesliga soll, zusammen mit der 1. und 2. Fußballbundesliga, die dritte große Marke der DFL werden. DFL

Die Deutsche Fußball Liga äußert regelmäßig ein großes Ziel für die Virtual Bundesliga (VBL): Sie soll eine gleichwertig starke Marke wie die Fußballbundesliga werden - auf Augenhöhe mit Deutschlands größtem Sportprodukt stehen. Diese Idee wird von Verantwortlichen der DFL schon seit der VBL-Gründung im Jahr 2012 verfolgt. Bis dato zieht die eSport-Liga aber schlichtweg zu wenige Zuschauer an.

Sind diese Ambitionen also zu hoch gegriffen? Andreas Heyden, CEO von DFL Digital Sports, erklärt immer wieder, dass die VBL ehrgeizige Absichten habe. Auch auf der Veranstaltung "BMW Esports Boost 2021" wiederholt er diese Maxime: "Meine Aufgabe ist es, die Virtual Bundesliga zur dritten kompetitiven Marke aufzubauen, neben 1. und 2. Bundesliga."

Geringe Zuschauerzahlen - Trotz eSport-Boom

Dazu sollte in erster Linie Publikum begeistert werden, um Fans an die Liga zu binden. Doch das gelingt der VBL selbst bei bedeutsamen Events nicht: Das Grand Final 2021 hatte eine Spitze von ca. 35.000 gleichzeitigen Zuschauern. Diese Zahl hinkt sowohl den beiden Fußballbundesligen als auch anderen eSport-Spielen, wie dem Taktik-Shooter Valorant gewaltig hinterher. Dort wird ein globales Millionenpublikum erreicht. 

Für Hayden scheint dies noch kein Grund zur Panik zu sein. Einerseits betont er das Potenzial, Anhänger der Bundesligen auch zum eSport zu locken: "81% aller eSport-Fans schauen gleichzeitig traditionellen Fußball. Wir sehen also eine Nachfrage."

Andererseits ist ein wichtiger Diskussionspunkt das Alter der VBL und die damit einhergehenden Problematiken und Aussichten: "Wir müssen die Erwartung managen, dieses junge Produkt wachsen zu lassen, während wir gleichzeitig den Druck haben, von Anfang an professionell produziert zu sein und Zuschauer zu haben."

Hand in Hand mit diesen Erwartungen geht auch die Entwicklung von neuen Inhalts- und Präsentationsplänen: "Wir müssen neue Modelle entwickeln, wie die Inhalte verteilt werden. Wenn eSport die Bundesliga kopieren will, wird das nicht funktionieren." Die VBL muss als Gesamtkonstrukt weiterentwickelt werden, um kontinuierlich mehr Interesse zu wecken.

Kooperationen mit eSport- und Gaming-Persönlichkeiten

Ein wichtiger Aspekt in dieser Weiterentwicklung ist Kooperation mit den richtigen Partnern. Die DFL hat eine laufende Partnerschaft mit der ESL, die das Turnier bewerben und unterstützen. Was aber die Zuschauer, vor allem junge, zu dem Programm bringen wird, sind bekannte und aufregende Persönlichkeiten.

Dem FIFA-eSport fehlt bisher ein Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo am Controller. Vor allem, was die reine Anziehungskraft angeht. Trotzdem möchte die VBL mit weiteren Kollaborationen die potenziellen Zuschauer programmatisch "zum Einschalten überzeugen." 

Ein möglicher großer Schritt in diese Richtung wurde zum Ende der abgelaufenen Saison getätigt. Die VBL startete eine Zusammenarbeit mit Elias 'EliasN97' Nerlich, einem der bekanntesten FIFA-YouTuber Deutschlands. Die fortlaufende Partnerschaft soll die VBL voranbringen, vor allem was breiteres Publikum angeht.

Bis sich die virtuelle tatsächlich mit der Fußballbundesliga in Sachen Massenbegeisterung messen können wird, ist es noch ein weiter Weg. Die Branche wächst und mit ihr auch die VBL - die Weichen für eine glorreiche Zukunft scheinen gestellt.

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