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NBA 2K21: Besseres Gameplay, aber nichts gelernt

Das Basketball-Spiel im Test

NBA 2K21: Besseres Gameplay, aber nichts gelernt

NBA 2K21 im Test: Besser als der Vorgänger?

NBA 2K21 im Test: Besser als der Vorgänger? Quelle: 2K

Im vergangenen Jahr wurde der Alleinherrscher im Genre der Basketball-Spiele trotz gelungenem Gameplay für seine umfangreichen Pay-to-Win-Mechaniken gnadenlos abgestraft. Reicht es für NBA 2K21 in diesem Jahr dank spannender Neuerungen für das All-Star-Team oder geht das Sportspiel baden?

Überzeugendes Gameplay

Die wichtigste Erkenntnis aus unserem Test: NBA 2K21 ist ein besseres Sportspiel als sein direkter Vorgänger. Dafür sorgen gelungene Neuerungen wie die Rückkehr des Pro-Sticks aus 2K17 und das generalüberholte Wurf-System, das spätestens nach dem aktuellsten Patch Neulinge wie Profis gleichermaßen gefallen dürfte.

Zumindest, wenn ihr euch an das neue System gewöhnt habt. Nicht nur das Timing, sondern auch Präzision und der richtige Winkel entscheiden darüber, ob der Ball im Korb landet. Dreier-Festivals und Monster-Dunks gehen bei Weitem nicht mehr so einfach von der Hand wie noch im Vorgänger. Das Ergebnis ist ein verbessertes und realistischeres Spielgefühl.

Dabei gelingt NBA 2K21, was kaum ein anderes Sportspiel schafft: die individuellen Fähigkeiten der Stars gekonnt widerzuspiegeln. James Harden und Stephen Curry fühlen sich auf dem Court komplett anders an, was ihre Bewegungen, Antrittsgeschwindigkeit und Spezialfähigkeiten angeht. Auf dem Spielfeld ist NBA 2K21 die beste Basketball-Sim, die sich mit der aktuellen Hardware realisieren lässt.

Nichts gelernt

Eine klare Kaufempfehlung können wir allerdings dennoch nicht aussprechen, und dafür gibt es einige Gründe. Mal abgesehen von der neuen Wurf-Steuerung kann der Titel keinerlei nennenswerte Neuerungen vorweisen und leidet vor allem im Mein-Team-Modus noch immer unter den allgegenwärtigen Mikrotransaktionen.

Wer in Online-Partien mit seinen Gegnern mithalten will, wird regelrecht dazu gezwungen, echtes Geld in die Hand zu nehmen. Die Pay-to-Win-Mechaniken wurden im Vergleich zum Vorgänger keineswegs abgeschwächt, sondern lediglich besser kaschiert.

Vereinzelte Bugs und KI-Aussetzer wirken sich ebenfalls negativ auf den Spielspaß aus, während auch die mitunter hakeligen Animationen sauer aufstoßen. Immerhin: Die Hintergrundgeschichte des Karrieremodus vermag es durchaus, Akzente zu setzen.

Fazit zu NBA 2K21

Wer bereits mit NBA 2K20 seinen Spaß hatte, wird mit NBA 2K21 hervorragend bedient. Rein aus spielerischer Sicht ist die Basketball-Simulation über jeden Zweifel erhaben. Das neue Wurf-System mit Pro-Stick sorgt für zusätzlichen Realismus und geht nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand.

Die allgegenwärtigen Glücksspielmechaniken und Mikrotransaktionen, die bereits beim letzten Ableger für heftige Kritik sorgten, sind allerdings noch immer vorhanden. Mangelnde Neuerungen rechtfertigen den Kaufpreis keinesfalls. Fans des Sports fahren mit dem mittlerweile deutlich günstigeren Vorgänger genauso gut.

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Philipp Briel

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