2. Bundesliga

"Naiv": Hecking ärgert sich über die Gegentore in Kiel

Geis tut die Niederlage "einfach weh"

"Naiv, wie wir die kriegen": Hecking ärgert sich über die Gegentore in Kiel

Ärgerte sich über die Entstehung der Gegentore in Kiel: Club-Trainer Dieter Hecking.

Ärgerte sich über die Entstehung der Gegentore in Kiel: Club-Trainer Dieter Hecking. IMAGO/Susanne Hübner

Der 1. FC Nürnberg tritt in der unteren Tabellenhälfte weiter auf der Stelle. Nach der 1:2-Niederlage in Kiel am Samstagnachmittag stehen die Mittelfranken weiterhin auf Rang 13 (30 Punkte). Die dahinter platzierten Teams aus Bielefeld und Braunschweig könnten mit einem Punktgewinn am Sonntag den Club auf Rang 15 zurückwerfen.

"Wir hätten uns heute ein bisschen von unten befreien können. Deshalb tut diese Niederlage einfach weh", erklärte Mittelfeldmann Johannes Geis im Nachgang der bitteren Niederlage im hohen Norden.

Für seinen Trainer Dieter Hecking schmerzten besonders die Gegentore sehr: "In der Form dürfen die Tore nicht fallen. Es ist naiv, wie wir die kriegen. Das ist sehr ärgerlich“, stellte der 58-Jährige klar und fuhr mit deutlichen Worten fort: „Wie wir die Zweikämpfe geführt haben, war mangelhaft. Deshalb haben wir das Spiel verdient verloren."

Geis: "Wir lassen zwei Tore zu, die wir eigentlich selbst verschulden"

Schließlich brachten sich die Nürnberger an dier Kieler Förde selbst ins Hintertreffen: Vor dem 0:1 schoss Keeper Peter Vindahl den hoch anlaufenden Lewis Holtby an. Von dessen Körper sprang der Ball quer durch den Strafraum zu Steven Skrzybski, dessen Abschluss aus kurzer Distanz Florian Flick noch abfälschte. Vor dem 0:2 landete der unglückliche Klärungsversuch von James Lawrence in den Füßen von Fabian Reese, der aus kurzer Distanz erhöhte. "Wir lassen zwei Tore zu, die wir eigentlich selbst verschulden", analysierte Geis, der den erkrankten Christopher Schindler als Kapitän vertrat.

Zwar brachte der eingewechselte Felix Lohkemper die Gäste etwas überraschend zurück in die Partie, "die letzte Durchschlagskraft" fehlte seinem Team - wieder einmal - sowohl vor als auch nach dem Anschlusstreffer über weite Strecken, wie Hecking erklärte. "Spätestens mit dem Platzverweis war es dann schwer, das 2:2 zu erzielen", bilanzierte Hecking über die Schlussphase nach der Roten Karte gegen Jens Castrop.

"Brauchen jetzt Zusammenhalt": Handwerker über den Saisonendspurt

Mit der Niederlage steckt der FCN weiterhin mitten im Abstiegskampf, das stellte Geis noch einmal klar: "Wir sind in der Pflicht. Wir sind im Abstiegskampf, da heißt es: 'kämpfen'." Teamkollege Tim Handwerker appellierte an die mannschaftliche Geschlossenheit: "Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Wir brauchen jetzt Zusammenhalt und dürfen uns nicht gegenseitig zerfleischen", forderte der Abwehrspieler und erklärte weiter: "Diesen Zusammenhalt haben wir innerhalb des Teams. Deshalb bin ich guter Dinge."

Auch Hecking wollte den Fokus nicht auf die Konkurrenz richten: „Wir müssen unsere Spiele gewinnen und Punkte holen. Alles andere wird in den nächsten sechs Wochen nicht zählen." Die nächste Chance dazu haben die Mittelfranken am kommenden Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker), wenn Fortuna Düsseldorf im Max-Morlock-Stadion gastiert.

vtr

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