Bundesliga

RB Leipzig: Nagelsmann bricht eine Lanze für Timo Werner

Leipzig ohne Laimer gegen den BVB

Nagelsmann bricht eine Lanze für Werner

Muss Timo Werner ziehen lassen: RB-Trainer Julian Nagelsmann (l.).

Muss Timo Werner ziehen lassen: RB-Trainer Julian Nagelsmann (l.). imago images

Der Grund für die ausgesprochen matte Vorstellung Konrad Laimers am Mittwoch gegen Fortuna Düsseldorf (2:2) war ein aufkommender Infekt. Dies gab Trainer Julian Nagelsmann, der den sonst so lauf- und kampfstarken Österreicher zur Halbzeit ausgewechselt hatte, am Freitag in einer Medienrunde bekannt. "Er hat erhöhte Temperatur und Schüttelfrost, außerdem waren seine Blutwerte nicht gut", so der Coach. Deshalb wird Laimer auch am Samstag im letzten Saison-Heimspiel gegen Borussia Dortmund wie auch die Verletzten Yussuf Poulsen und Hannes Wolf fehlen.

Nach dem Nackenschlag gegen Düsseldorf, als in der Schlussphase die 2:0-Führung leichtfertig verspielt wurde, wollen die Leipziger mit einem Dreier am Samstag das Saisonziel Champions League realisieren. "Den ersten Matchball haben wir vergeben, aber wir haben noch zwei. Einen davon sollten wir verwerten", sagte Nagelsmann. Nach zuletzt fünf Unentschieden im eigenen Stadion wäre es zudem höchste Zeit für einen Heimsieg, so der Coach, der unumwunden einräumte: "Wir haben schon ein bisschen Druck."

Er ist ein großartiger Sportsmann, der sich in den beiden Spielen reinhängen und ganz normaler Teil der Mannschaft sein wird.

Nagelsmann über Werner

Von großer Rotation hält Nagelsmann auch zum Abschluss der letzten englischen Woche in dieser Saison nichts. Er werde "ohne Rücksicht auf Verluste" die bestmögliche Mannschaft aufstellen. Dazu zählt selbstredend auch der zum FC Chelsea wechselnde Timo Werner, der am Samstag sein letztes Heimspiel für die Leipziger bestreitet. "Er ist ein großartiger Sportsmann, der sich in den beiden Spielen reinhängen und ganz normaler Teil der Mannschaft sein wird", erklärte Nagelsmann.

Verständnis hat der Coach für Werners Entscheidung, in der Endrunde der Champions League nicht mehr für RB auflaufen zu wollen. "Ich hätte ihn gerne dabeigehabt, aber ich kann auch Timos Seite verstehen", so Nagelsmann, der den Stürmer demonstrativ gegen dessen (vereinzelte) Kritiker in Schutz nahm. "Ich möchte eine Lanze für ihn brechen", so Nagelsmann: "Der Wechsel beendet einen großen Lebensabschnitt und eröffnet zugleich einen neuen." Neues Land, neue Stadt, neue Sprache, neuer Klub, dazu die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie und die Sorge vor einer Verletzung zum unpassendsten Zeitpunkt. Angesichts all dieser Aspekte könne er gut nachvollziehen, dass sich Werner im August ganz auf die neue Herausforderung beim neuen Arbeitgeber konzentrieren wolle: "Das ist sein gutes Recht."

Oliver Hartmann

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