Bundesliga

Nagelsmann zu Watzke: "Wir kommen - das kann ich versprechen"

Gipfelduell in der Liga und bei den Stürmern

Nagelsmann zu Watzke: "Wir kommen - das kann ich versprechen"

"Jeder ist sich der Bedeutung bewusst": Julian Nagelsmann.

"Jeder ist sich der Bedeutung bewusst": Julian Nagelsmann. imago images/Sven Simon

Es geht wieder um was. So viel ist sicher. Und diesmal, im Vergleich zum Supercup-Sieg der Bayern (3:1), nicht nur um Prestige. Sondern um nichts weniger als die Tabellenführung. Zweiter gegen Erster. Dortmund gegen Bayern. "Das Spiel gibt viel her", weiß auch FCB-Coach Julian Nagelsmann mit Blick auf die aktuelle Konstellation: "Jeder ist sich der Bedeutung bewusst." Weil eben nur ein Punkt zwischen den beiden Teams liegt. Das seien "für die Liga tolle Voraussetzungen", so Münchens Chef-Trainer: "Es wird sehr spannend. Und es ist selbstredend ein Top-Spiel."

Der Konkurrent aus dem Westen der Republik gibt sich seit Tagen sehr selbstbewusst. Allen voran BVB-Boss Hans Joachim Watzke, der in Richtung bayerischer Landeshauptstadt sagte: "Die sollen ruhig mal kommen." Nagelsmann nimmt diese Einladung gerne an. "Das war mit offenem Visier", findet der 34-Jährige und kontert: "Wir kommen - das kann ich versprechen." Und zwar gewiss mit ebenso breiter Brust. Daran ändern auch die jüngsten Geschehnisse rund um den FC Bayern nichts.

Es wird keine therapeutischen Maßnahmen geben.

Julian Nagelsmann

Die Querelen um die Jahreshauptversammlung sollten genauso wenig Einfluss haben wie die Corona-Debatten oder die manchmal etwas uninspirierten Auftritte der vergangenen Wochen. Zwar sagt Nagelsmann, dass die "Dinge, die außen passieren, die Mannschaft nie ganz kalt lassen", aber es seien eben Themen, die das Team "nicht direkt betreffen". Es wäre zu einfach, diese Vorkommnisse als Ausreden zu verwenden. Außerdem, so betont er, "habe ich nicht das Gefühl, dass Unruhe in der Gruppe oder wir neben der Spur waren. Deshalb wird es keine therapeutischen Maßnahmen geben."

Wovor Nagelsmann bei Haaland warnt

Viel wichtiger sei, rein sportlich betrachtet, wie seine Mannschaft sich auf dem Feld präsentiert. Gerade taktisch. In der Defensive. Gelingt es, Erling Haaland weitgehend aus dem Spiel zu nehmen? Denn Vorsicht, warnt der Chef-Coach: "Haaland ist ein Spieler, der stets gefährlich ist. Vor allem in Momenten, wo man selbst am Ball ist. Das ist tückisch." Schließlich warte der Norweger genau auf diese Situationen, in denen die Borussia nach einer Balleroberung umschalten und wo er dann seine Schnelligkeiten sowie sein Durchsetzungsvermögen in Laufduellen einbringen könne. Diese Momente gelte es zu vermeiden.

Doch Nagelsmann weiß ebenfalls: "Es wird auch darum gehen, wie Dortmund Lewy verteidigt." Denn die Bayern kommen nicht nur zum Gipfeltreffen - sie kommen auch mit dem besten Stürmer der Welt.

Georg Holzner

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