DFB-Pokal

Julian Nagelsmann, Trainer der TSG Hoffenheim, will Bremens Megaserie beenden

Hoffenheim: Mit Kobel im Tor, weiter ohne Gnabry, Wagner fraglich

Nagelsmann will Bremens Megaserie beenden

Hat vor dem Spiel in Bremen Personalsorgen: Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann.

Hat vor dem Spiel in Bremen Personalsorgen: Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann. imago

"Ein Wettbewerb, der leichter zu gewinnen ist, als die Europa League oder die Meisterschaft, weil es einfach die wenigsten Spiele wären, um einen Titel zu holen, natürlich braucht man ein bisschen Losglück."

Das war der TSG auch in diesem Jahr nicht gegönnt, erneut geht es früh und zudem auswärts zu einem Erstligisten. Einem angeschlagenen. "Sie sind gerade in einer sehr schweren Situation, das macht es deswegen gefährlich, weil es einfach ein anderer Wettbewerb ist. Sie können viel unbelasteter reingehen als am Wochenende gegen Augsburg", mutmaßt Nagelsmann und erinnert an das zähe 1:0 zum Saisonstart gegen Werder: "Man hat auch im ersten Bundesligaspiel gesehen, dass sie uns beschäftigt haben. Sie haben auch das Spiel ein bisschen geändert und verteidigen phasenweise höher und versuchen, Druck draufzubringen. Es ist eine Mannschaft die gute Fußballer, aber aktuell keinen Lauf hat."

Im Pokal und zu Hause allerdings einen unglaublichen: Bremen hat seit 1988 in 35 Partien kein Heimspiel im Pokal mehr verloren, die längste Serie dieser Art in der Pokalhistorie. Zuletzt verlor Werder am 13. April 1988 gegen den späteren Pokalsieger Eintracht Frankfurt, damals war Nagelsmann noch kein Jahr alt. Diese Serie zu brechen, sei "durchaus reizvoll".

Amiri und Geiger kommen zurück

Allerdings plagen den TSG-Coach weiter Personalsorgen. Zwar "kommen Geiger und Amiri zurück, so wie es aussieht, aber hinter Wagner und Posch stehen Fragezeichen". Posch hat erneut Oberschenkelprobleme, und den Nationalstürmer plagen die Adduktoren, "bei Sandro sieht es eher nicht so gut aus, er spürt seine Adduktoren stärker, da entscheiden wir spontan, ob er mitfliegt oder nicht", verriet Nagelsmann. Weiter ausfallen werden Adam Szalai, Robert Zulj und Ermin Bcakcic (alle Trainingsrückstand), Havard Nordveit (Knieprobleme) und auch Serge Gnabry, dessen Oberschenkel noch immer nicht die volle Belastung toleriert.

Nächste Chance für Youngster Kobel

Im Tor wird Nagelsmann auf jeden Fall rotieren und wie schon in der 1. Hauptrunde in Erfurt (1:0) den jungen Gregor Kobel (19) bringen. "Das ist kein Risiko, natürlich ist Oliver Baumann ein sehr guter Torwart, aber Gregor auch", so Nagelsmann, "er entwickelt sich sehr gut, trainiert auch immer gut, auch seine Spiele in der U 23 waren überwiegend gut, auch das Pokalspiel in Erfurt war sehr gut, deswegen bekommt er wieder die Chance, sich auf höherem Niveau zu zeigen."

Michael Pfeifer