Bundesliga

Bayern-Coach Nagelsmann: "Wenn der Großteil der Mannschaft unzufrieden wäre ..."

Bayern-Trainer zu jüngsten Gesprächen mit dem Führungskreis

Nagelsmann: "Wenn der Großteil der Mannschaft unzufrieden wäre ..."

"Dann ist es doch gut, dass der eine oder andere mal nicht zufrieden ist": Julian Nagelsmann.

"Dann ist es doch gut, dass der eine oder andere mal nicht zufrieden ist": Julian Nagelsmann. AFP via Getty Images

Schon vor dem "wichtigen Sieg" gegen Fürth am vergangenen Sonntag hatte Julian Nagelsmann keine langen Gesichter an der Säbener Straße gesehen. Nach dem 2:4 in Bochum hatte der Bayern-Trainer das Gespräch mit seinem Führungskreis gesucht, denn "die Meinung meiner Spieler ist mir sehr, sehr wichtig", wie er am Freitag sagte.

Herauskam trotz der sportlich zuletzt durchwachsenen Darbietungen offenbar ein positives Gespräch.

"Das Feedback aus der Mannschaft ist, dass sie inhaltlich, taktisch zufrieden ist mit dem Weg, wie er gegangen wurde und wird; mit der Ausrichtung."

Er habe zwar immer ein "offenes Ohr für Ideen, Anregungen eines Kaders mit der Qualität wie unserem", so Nagelsmann, aber eine große Unzufriedenheit, über die zuletzt spekuliert wurde, spürt er nicht. "Dass da mal ein Spieler dabei ist, der mit der einen oder anderen Situation oder Personalentscheidung nicht immer zu hundert Prozent zufrieden ist, ist normal. Es ist nicht leicht, alle 25 Spieler gleichzufrieden zu stellen."

In Bochum zeigte die Mannschaft nach einer katastrophalen ersten Hälfte eine Reaktion in der zweiten, in der Champions League reichte es gerade so zum 1:1 in Salzburg, und gegen Fürth folgte erneut ein bedenklicher erster Abschnitt: "Unsere Leistungen zuletzt waren halbzeitmäßig ganz ordentlich, und dann ist es doch auch gut, dass der eine oder andere mal nicht zufrieden ist", findet Nagelsmann. "Und dann darf er diese Unzufriedenheit gerne gegenüber dem Trainer äußern, damit habe ich kein großes Problem."

Und dennoch: "Wenn der Großteil der Mannschaft unzufrieden wäre, bin ich der Letzte, der Dinge nicht anpasst. Aber das ist nicht der Fall, und deswegen gehen wir den Weg auch so weiter - wie es auch von der Mannschaft gewünscht ist."

Mario Krischel