Bundesliga

Nagelsmann über Tel: "Ich finde es gut, wenn man sich was zutraut"

Viel Lob für Neuzugang nach Debüt

Nagelsmann über Tel: "Ich finde es gut, wenn man sich was zutraut"

Mathys Tel bei seinem Debüt in Frankfurt.

Mathys Tel bei seinem Debüt in Frankfurt. IMAGO/ActionPictures

Mit 17 Jahren und 100 Tagen ist der Franzose der zweitjüngste Spieler, der je in einem Bundesligaspiel für den FC Bayern aufgelaufen ist. Lediglich Paul Wanner war beim 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach im vergangenen Januar mit 16 Jahren und 15 Tagen jünger. Die Rahmenbedingungen für Tels Premiere erwiesen sich am Freitagabend als optimal. Beim Stand von 5:0 konnte Trainer Julian Nagelsmann das für fixe 20 Millionen Euro Ablöse plus möglicher 8,5 Millionen Boni verpflichtete Talent ohne Druck bringen.

Spielbericht und Steckbrief

"Ich finde es gut, wenn man sich was zutraut im Training, auch wenn man dann den Unterschied zwischen Training und Spiel sieht", urteilte Nagelsmann nach dem Debüt seiner Nummer 39. Des Trainers Auftrag für künftige Einsätze: "Im Spiel will ich nicht, dass er in jeder Aktion versucht, zwei Gegner auszuspielen." Dabei nennt er Tel "einen Dribbler, der den Ball liebt", vor allem im Training solle er sich etwas trauen. "Er soll sich bei uns entwickeln dürfen, darauf freuen wir uns."

Nagelsmann nennt Tel "ein herausragendes Talent", für Sportvorstand Hasan Salihamidzic ist er "das größte Stürmertalent in Europa". Viel Lob, das hohe Erwartungen weckt, denen der Teenager auf Strecke gerecht werden muss. Die Voraussetzungen dafür bringt er mit. "Er hat Willen, Gier, dazu die nötige fußballerische Qualität", beschreibt Salihamidzic den Neuzugang. Der Rechtsfüßer könne schießen, sei clever und fußballerisch trotz seiner 17 Jahre schon erwachsen. "Mathys hat einen guten Körper, ist dynamisch und schnell, er hat ein gutes Tempo."

Mit dem auch in Frankfurt überragenden Jamal Musiala, mit Ryan Gravenberch und Tel verfügt Nagelsmann über eine Reihe an Hochbegabten in seinem Kader. Diese zu fördern, zu fordern und zu regelmäßigen Leistungsträgern zu formen lautet sein Auftrag.

Frank Linkesch

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