Bundesliga

RB Leipzig: Julian Nagelsmann über Alexander Sörloth

Leipzig zum Auftakt wohl ohne Sabitzer

Nagelsmann über Sörloth: "Wo er ist, weiß ich nicht"

Mit dem Taktikbrett vor dem Auftakt: RB-Coach Julian Nagelsmann.

Mit dem Taktikbrett vor dem Auftakt: RB-Coach Julian Nagelsmann. imago images

Der Reporter vom norwegischen Fernsehen, der am Freitag die Pressekonferenz von Julian Nagelsmann im Trainingszentrum von RB Leipzig besuchte, bekam keine für sich befriedigende Antwort.

Auf die Frage, wo denn der umworbene Alexander Sörloth sei und wann man den norwegischen Nationalstürmer in einem RBL-Trikot sehen würde, entgegnete Leipzigs Trainer: "Wo er ist, weiß ich nicht. Wir können uns nicht hinstellen mit dem Trikot, auf dem sein Name steht." Der noch Crystal Palace gehörende und an Trabzonspor ausgeliehene Sörloth sei "einer von zwei, drei Kandidaten" für die vakante Position im Sturmzentrum.

Tatsächlich ist Sörloth der Top-Kandidat. Die Verhandlungen befinden sich nach kicker-Informationen in einem weit fortgeschrittenen Stadium, und möglicherweise wird er den zugelassenen 8500 RB-Fans am Sonntag vor dem Anpfiff vorgestellt. Das erste Punktspiel aber wird der neue Hoffnungsträger angesichts des Trainingsrückstandes verpassen. Auch wenn der Kader noch nicht komplett sei, habe er "keine Bauchschmerzen vor den ersten Wochen, weil wir da noch nicht so viele Spiele haben", bemerkte Nagelsmann und versprach: "Wir werden am Sonntag einen sehr guten Bundesligastart hinlegen."

Das müsse kein 8:0 sein wie in der Vorsaison, als die Mainzer nach allen Regeln der Kunst vorgeführt worden, "das erwartet niemand". Aber ein Start "wie im letzten Jahr in Berlin" schwebt Nagelsmann schon vor. Da hatte RB Aufsteiger Union die Bundesliga-Premiere vor eigenem Haus mit einem 4:0 gründlich vermiest.

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Verzichten wird Nagelsmann wohl auf Marcel Sabitzer. Der Kapitän, der sich im Pokalspiel beim 1. FC Nürnberg eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen hatte, habe sich zwar in der Trainingseinheit am Freitag beschwerdefrei präsentiert. "Aber das war kein wirklicher Test", bemerkte Nagelsmann: "Wir müssen abwägen, wieviel Risiko wir gehen. Wenn er mit einem Muskelfaserriss ausfällt, wäre das sehr ärgerlich."

Da die Partie gegen Mainz aber erst der Anfang eines Termin-Marathons darstellt und nicht von entscheidendem Charakter ist, wird der Coach dieses Risiko aller Wahrscheinlichkeit nach scheuen. Konrad Laimer und Ibrahima Konaté fallen verletzungsbedingt sicher aus.

Oliver Hartmann

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