Bundesliga

Bayern-Trainer Nagelsmann schmeckt der Schiedsrichter nicht

Spruch über das Mikrofon bringt dem Bayern-Trainer Gelb

Nagelsmann schmeckt der Schiedsrichter nicht: "Ich hab mich geärgert"

Äußerst aktiv an der Seitenlinie: Julian Nagelsmann.

Äußerst aktiv an der Seitenlinie: Julian Nagelsmann. IMAGO/Revierfoto

Lediglich die Chancenverwertung passte beim FC Bayern an diesem Samstagabend nicht. Nach den äußerst torreichen ersten Spielen in dieser Saison, unter anderem einem 5:3 im Supercup gegen Leipzig oder einem 7:0 in Bochum, schoss lediglich Leroy Sané erfolgreich ein. Der Rest war eng mit Yann Sommer verbunden, der Gladbacher Keeper - oder besser Hexer - parierte 19-mal (neuer Rekord).

"Wir haben sehr gut gespielt und hatten die Kontrolle. Bis zur 40. Minute müssen wir drei Tore machen", so Julian Nagelsmann nach dem Spiel beim Gespräch mit "Sky". "Das war unser bestes Saisonspiel bisher." Und zwar gegen einen Gegner, der auf "10x10 Meter" verteidigt habe. Dahingehend schob der Bayern-Trainer gleich hinterher, dass die Borussia mit dieser Spielweise nicht gerade dazu beitrage, die Bundesliga attraktiver zu machen - und das, obwohl der Klub nach seiner Ansicht auch "in die Champions League" wolle.

"Leroy Sané hat glaube ich 28 Fouls von Kramer gekriegt"

Etwas anderes abseits der 1:1-Punkteteilung verstimmte den Coach aber noch mehr als die aus seiner Sicht zu tief verteidigende Elf vom Niederrhein - und zwar der Schiedsrichter während der intensiven über 90 Minuten Spielzeit. Immer wieder zeigte sich der an der Seitenlinie im Dauermodus aktive Nagelsmann mit den Entscheidungen von Referee Daniel Schlager nicht einverstanden.

Diesem Frust ließ der FCB-Trainer hinterher durchaus freien Lauf: "Ich hab mich geärgert, weil wir sehr gut gespielt haben. Und ich hab mich auch geärgert über den Schiedsrichter, weil er einfach bei jeder 50:50-Entscheidung alles für Gladbach entschieden hat. Wirklich jede einzelne. Und dann mit seinen Gelben Karten, die er alle uns gegeben hat (zwei am Ende auch für die Fohlen; Anm. d. Red.) - und das, obwohl die Gladbacher 25-mal auf dem Boden liegen und nur Zeit von der Uhr nehmen."

Julian Nagelsmann

Regte sich so manches Mal auf: Julian Nagelsmann. IMAGO/Revierfoto

Mit seinen Ausführungen hatte Nagelsmann hier erst begonnen, weiter ging es wie folgt: "Auf einmal hat jemand in der 50. Minute schon Krämpfe gehabt von denen ... weiß ich nicht. Da muss man auch mal sagen: 50:50-Entscheidungen muss man auch mal 50:50 für beide treffen.

Und Leroy Sané hat glaube ich 28 Fouls von Kramer gekriegt - und selbst hat er keinen Freistoß gekriegt." Wie etwa in der 80. Minute, als Sané durchaus gefoult wurde, jedoch kein Pfiff ertönte und der Profi direkt im Nachgang nach Beschwerde verwarnt wurde.

Darum hat Nagelsmann Gelb bekommen

Auch daran, dass die Stimmung im Stadion in der Schlussphase immer noch hochgekocht war und auch zu vernehmbaren Pfiffen geführt hatte, hatte der Referee für Nagelsmanns Dafürhalten mit schuld: "Das erzürnt dann das Ganze, die Stimmung im Stadion war gut - da hat der Schiedsrichter auch seinen Anteil daran, ich sicherlich auch. Ich hab mir eine Gelbe Karte abgeholt."

Weswegen Nagelsmann Gelb kassiert hatte, führte der Coach auch noch aus - in der Szene war nur zu sehen, wie der 35-Jährige in Richtung Mikrofon des Vierten Offiziellen Jan Clemens Neitzel-Petersen gedeutete und wohl etwas gesagt hatte. Die Auflösung: "Ich hab da nur gefragt, ob das Headset noch funktioniert ... eine A***loch-Frage von mir sicherlich. Und eine berechtigte Gelbe Karte."

mag