Bundesliga

Nagelsmann-Nachfolger: Schreuder übernimmt Hoffenheim

Trainerfrage bei der TSG geklärt

Nagelsmann-Nachfolger: Schreuder übernimmt Hoffenheim

Er beerbt Julian Nagelsmann in Hoffenheim: Alfred Schreuder (r., mit Ajax-Verteidiger Daley Blind).

Er beerbt Julian Nagelsmann in Hoffenheim: Alfred Schreuder (r., mit Ajax-Verteidiger Daley Blind). imago

Wie die TSG am Dienstag bekanntgab, unterschrieb Schreuder einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2022. Derzeit ist der 46-Jährige bei Champions-League-Viertelfinalist Ajax Amsterdam noch als Assistent von Cheftrainer Erik ten Hag angestellt.

"Wir haben intensiv und in Ruhe an der Umsetzung einer für uns optimalen Lösung gearbeitet und sind sehr glücklich, nun auch die Fakten nennen zu können", sagte Hoffenheims Direktor Profifußball Alexander Rosen: "Da wir in Sachen Cheftrainer frühzeitig Klarheit hatten, konnten wir die Zeit nutzen, um sorgfältig Vorarbeit zu leisten und den Prozess der Neubesetzung mit großer Geduld und Intensität zu gestalten." Schreuder kenne die Strukturen und den Großteil des Teams, erklärte Rosen weiter: "Außerdem hat er durch seine hervorragende Expertise sowie eine strategische, klare und kommunikative Art maßgeblich zum Erfolg der vergangenen Jahre beigetragen."

Früh im engsten Kandidatenkreis - Schreuders Fußball: "Mutig, frisch, offensiv"

Schreuder habe bereits als Co-Trainer hervorragende Arbeit geleistet und "auch menschlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen", betonte auch Dietmar Hopp: "Schon unmittelbar nach Bekanntwerden von Julians Abgang war er im engsten Kreis unserer Trainerkandidaten." Der Niederländer stehe für einen Fußball, der auch die TSG auszeichne: "mutig, frisch, offensiv".

Alfred Schreuder (li.) und Julian Nagelsmann

Bis Januar 2018 Seite an Seite in Hoffenheim tätig: Alfred Schreuder (li.) und Julian Nagelsmann. imago

Schreuder, der als Profi 338 Spiele in der niederländische Eredivisie bestritt, war nach ersten Stationen als Co-Trainer beim FC Twente und der niederländischen Nationalmannschaft sowie dann auch als Chefcoach in Enschede Ende Oktober 2015 zur TSG gekommen. Dort war er zunächst Co-Trainer unter Huub Stevens, blieb in dieser Position jedoch auch, als dieser seinen Posten im Februar 2016 aufgrund einer Herzerkrankung aufgab und Nagelsmann übernahm. Anfang 2018 folgte Schreuder dann dem Ruf aus Amsterdam und kehrte in seine Heimat zurück.

Ich bin voller Ehrgeiz, als Cheftrainer hier nun weitere, eigene Akzente zu setzen und die jüngste Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Alfred Schreuder

Dass der niederländische Rekordmeister dem Assistenten von Erik ten Hag bei seiner Rückkehr in die Bundesliga nun trotz eines Vertrags bis Mitte 2020 keine Steine in den Weg legte (mit dem früheren Schalker Bundesliga-Spieler Christian Poulsen stellte Ajax gleich einen neuen Co-Trainer vor), hoben sowohl die TSG als auch Schreuder selbst am Dienstag positiv hervor. "Ich freue mich sehr auf die Aufgabe in Hoffenheim und weiß um die große Herausforderung, aber genau darin liegt für mich ein besonderer Reiz", meint der Nagelsmann-Nachfolger, der diesmal auch seine Familie mitbringt: "Ich bin voller Ehrgeiz, als Cheftrainer hier nun weitere, eigene Akzente zu setzen und die jüngste Erfolgsgeschichte fortzuschreiben."

Zuletzt war auch immer wieder spekuliert worden, dass Nagelsmann den Niederländer mit nach Leipzig bringen könne. Schreuder hatte stets betont, wie viel er von seinem einstigen Chef gelernt habe. Nun tritt er jedoch aus der Assistenten-Rolle hinaus und wird selbst Chef.

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ski

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