DFB-Pokal

Maximilian Arnold stand schon auf dem Zettel von Julian Nagelsmann

RB-Coach wollte Wolfsburgs Mittelfeldspieler einst verpflichten

Nagelsmann gibt zu: "Arnold war auch schon auf meinem Zettel"

Fanden in der Vergangenheit nicht zueinander: Julian Nagelsmann und Maximilian Arnold.

Fanden in der Vergangenheit nicht zueinander: Julian Nagelsmann und Maximilian Arnold. imago images (2)

Für RB Leipzig ist der VfL Wolfsburg der Rekord-Pokalgegner. Bereits zum fünften Mal in der knapp zwölfjährigen Historie des sächsischen Klubs treffen die beiden Mannschaften am Mittwoch im DFB-Pokal aufeinander. Am 29. Juli 2011, als das Leipziger Projekt noch in der Regionalliga feststeckte, gelang RB in der 1. Runde durch drei Tore von Daniel Frahn ein sensationeller 3:2-Sieg.

Im März 2015, als RB noch in der 2. Bundesliga spielte, gewannen die Wolfsburger das Achtelfinale in Leipzig mit 2:0. Danach ging Leipzig zweimal als Sieger hervor, im Oktober 2019 gar mit 6:1 beim VfL. "Ich glaube nicht, dass das damalige Spiel einen großen Effekt auf das morgige hat. Wolfsburg ist extrem gereift", sagt Trainer Julian Nagelsmann: "Beide Teams zehren eher vom Selbstvertrauen aus den jüngsten Liga-Ergebnissen."

DFB-Pokal - Viertelfinale
Trainersteckbrief Nagelsmann
Nagelsmann

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Spielersteckbrief Arnold
Arnold

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Spielersteckbrief Halstenberg
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Halstenberg Marcel

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Sabitzer

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Spielersteckbrief Angelino
Angelino

Tasende José

Er war auch schon mal auf meinem Zettel, hat sich dann aber immer wieder zu einer Verlängerung entschieden.

Julian Nagelsmann über Maximilian Arnold

Da sind beide Klubs die Mannschaften der Stunde. Leipzig gewann die letzten fünf Punktspiele, schwang sich damit wieder zum Bayern-Verfolger auf. Wolfsburg ist in der Liga gar seit neun Spielen unbesiegt, blieb in den letzten acht Pflichtspielen ohne Gegentor.

"Sie haben seit Wochen einen Lauf, sind keine Eintagsfliege. Sie sind körperlich insgesamt herausragend, haben viel körperliche Präsenz auf einzelnen Positionen", so das Urteil von Nagelsmann, der vor allem von Mittelfeldspieler Maximilian Arnold angetan ist. "Er ist, und das meine ich positiv, ein Aggressive Leader, der unangenehm für den Gegner ist und immer gewinnen will", so Nagelsmann, der nebenbei bei der Pressekonferenz am Dienstag ausplauderte, dass er Arnold gerne in seinen Reihen gehabt hätte: "Er war auch schon mal auf meinem Zettel, hat sich dann aber immer wieder zu einer Verlängerung entschieden. Ich glaube, er hat seine Heimat gefunden."

Angelino fällt aus - Sabitzer und Halstenberg fraglich

Auf den eigenen Aggressive Leader muss Nagelsmann am Mittwoch voraussichtlich verzichten. Kapitän Marcel Sabitzer verpasste das Abschlusstraining wegen Wadenbeschwerden. "Da werden wir morgen früh entscheiden müssen, ob es was wird, aber das sieht eher ambitioniert aus", so der Coach. Da Sabitzer im Punktspiel am Samstag in Freiburg eine Gelbsperre absitzen muss, wird er wahrscheinlich erst wieder am nächsten Mittwoch im Champions-League Achtelfinale gegen den FC Liverpool auflaufen. Diese Partie soll nach englischen Medienberichten wie schon das Hinspiel in Budapest ausgetragen werden.

Mit Sicherheit wird auch Angelino gegen Wolfsburg fehlen. Die Einblutung im Oberschenkel lasse laut Nagelsmann keinen Einsatz zu, auch wenn der Spanier zu gern auflaufen würde. Fraglich ist zudem der Einsatz von Marcel Halstenberg, der an Knieproblemen laboriert. Nagelsmann: "Da bin ich ein bisschen skeptisch, auch wenn ich ihn gerne dabei hätte."

Wer spielt hinten links?

Ohne Angelino und Halstenberg muss Nagelsmann bei der Besetzung der linken Abwehrseite improvisieren, einen defensiv geschulten Linksfuß für diese Position hat er nicht mehr zur Verfügung. Wahrscheinlich dürfte dann der vielseitig verwendbare Lukas Klostermann als Linker Verteidiger aushelfen.

Oliver Hartmann