Champions League

FC Bayern: Nagelsmann folgt auch gegen Kiew seinem Anspruch

Coman frühestens gegen Frankfurt eine Option

Nagelsmann folgt auch gegen Kiew seinem Anspruch

Bestens vorbereitet auf Dynamo Kiew: Julian Nagelsmann

Bestens vorbereitet auf Dynamo Kiew: Julian Nagelsmann imago images/Lackovic

Sollte Kiews Trainer Mircea Lucescu den Ausführungen seines Kollegen Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Dienstagmittag gelauscht haben, dürfte er einigermaßen beeindruckt sein, wie detailliert Bayerns Trainer über den Gegner dozierte und wie gut vorbereitet er wirkte. "Ich habe den Anspruch, über jeden Gegner gleich gut Bescheid zu wissen", antwortete Nagelsmann auf eine Frage, ob das Sammeln von Informationen über die Ukrainer schwieriger sei als beispielsweise über den FC Barcelona.

Fokus auf die Konterabsicherung

Dementsprechend habe er sich Dynamos Spiele ebenso angeschaut wie die von Barca oder Greuther Fürth. "In der Liga sind sie meist Top-Favorit und zeigen das auch. Es ist eine sehr junge, talentierte Mannschaft", erzählte Nagelsmann. Aufgefallen sei ihm jedoch, dass Dynamo im ersten Gruppenspiel gegen Benfica Lissabon (0:0) oder im Supercup gegen Schachtar Donezk (0:3) wesentlich tiefer gestanden sei und deutlich weniger Ballbesitz als der Gegner gehabt habe. "Dann agieren sie mit einem kompakten Zentrum, stehen tief, auch mit den Stürmern, und kommen über das Umschaltspiel." Dementsprechend wichtig sind Nagelsmann am Mittwoch eine stabile Restverteidigung und damit die Konterabsicherung. "Ich habe Vertrauen in unsere Mannschaft, dass wir das Spiel gewinnen. Wir wollen in der Gruppe Tabellenführer bleiben."

Coman "strahlt, ist glücklich und froh"

Bis auf Corentin Tolisso, Ersatztorwart Sven Ulreich und Kingsley Coman steht Nagelsmann dabei der gesamte Kader zur Verfügung. Coman absolviert nach seinem kleinen Eingriff am Herzen wieder Teile des Teamtrainings, ist laut Nagelsmann aber frühestens am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt eine Option. Zur Nationalmannschaft werde er anschließend nicht reisen. "Er strahlt, ist glücklich und froh, dass die Herz-Thematik beseitigt ist. Aber wir haben schon vor der Op entschieden, ihn mal zwei Wochen aufzutrainieren." Dies sei wegen der EM und der kurzen Vorbereitung nicht möglich gewesen, Coman aber benötige für sein Spiel eine gute Grundlage.

Frank Linkesch

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