Champions League

Nagelsmann: "Zu viele Dinge, die nach außen getragen werden"

Bayern-Trainer über Corona-Ausfälle und Interna

Nagelsmann: "Es sind zu viele Dinge, die nach außen getragen werden"

Reist mit einem kleinen Aufgebot nach Kiew: Julian Nagelsmann.

Reist mit einem kleinen Aufgebot nach Kiew: Julian Nagelsmann. picture alliance / SvenSimon

Grundsätzlich hat Julian Nagelsmann mehr Spaß bei der Arbeit, wenn es ruhig läuft. Ruhe ist beim FC Bayern gerade aber so wahrscheinlich wie ein Einsatz von Joshua Kimmich in Kiew. Neben dem 1:2 in Augsburg am Freitag stehen besonders die jüngsten Corona-bedingten Ausfälle und die Gehaltsrückhaltungen im Fokus. 

Nagelsmann glaubt nicht, "dass die Mannschaft daran zerbricht", daran müsse sie vielmehr wachsen. "In den Situationen, in denen es mal nicht so gut läuft, füreinander da sein. Am Ende sind wir eine Mannschaft." Auch wenn das nicht bedeute, "dass man dieselbe Meinung hat". Beim Thema Impfung wohlgemerkt. 

Der Fehler wäre, so Nagelsmann, "diese Themen" aufs Sportliche zu projizieren. "Störgeräusche gehören zum FC Bayern dazu. Die Frage ist immer, inwieweit man das alles tolerieren muss und soll."

Wir plaudern jetzt nicht aus, wo Spieler XY mit wem essen war.

Julian Nagelsmann

Dass Gehälter und deren Nicht-Zahlung an die Öffentlichkeit gelangten, stört den Bayern-Trainer zumindest ein bisschen: "Natürlich finde ich es nicht glücklich, dass gewisse Interna, die auch intern bleiben sollten, ausgeplaudert werden - von wem auch immer. Das ist nicht immer förderlich."

Meistens handele es sich dabei um "Informationen, die mich nicht aus allen Wolken fallen lassen, aber es geht bei gewissen Themen auch um private Dinge. Wer jetzt wie Corona hat und warum, was derjenige zahlen muss, was er bekommt oder nicht bekommt - das sind schon alles ein bisschen private Dinge, die natürlich mit dem FC Bayern zu tun haben, keine Frage. Wir plaudern jetzt nicht aus, wo Spieler XY mit wem essen war."

Aber: "Es sind zu viele Dinge, die nach außen getragen werden. Das gab es auch schon immer. Die Frage ist halt, ob man sagt: 'Ja, das gab es schon immer, wir machen einfach so weiter.' Oder ob man versucht, dem Herr zu werden. Es ist nicht ganz so einfach. Es wäre schöner, wenn es ein bisschen verschlossener wäre."

mkr