Bundesliga

Nagelsmann äußert sich zu seinem Job als Bayer-Trainer

Coach des FC Bayern spricht über Spiel und JHV

Nagelsmann: "Es gab wahrscheinlich schon einfachere Situationen, um Bayern-Trainer zu werden"

War nach Schlusspfiff sichtlich erleichtert: Bayern-Coach Julian Nagelsmann (hier mit Roberto Lewandowski).

War nach Schlusspfiff sichtlich erleichtert: Bayern-Coach Julian Nagelsmann (hier mit Roberto Lewandowski). imago images/Michael Weber

Chancen satt, Torausbeute mager: Julian Nagelsmann musste am Samstagabend längere Zeit mit einem 0:0 gegen Außenseiter Arminia Bielefeld leben, ehe der stets agil an der Seitenlinie mitmachende Coach letztlich doch noch einen 1:0-Arbeitssieg notieren durfte.

Dass es gerade aufgrund des vorhergegangenen BVB-Sieges in Wolfsburg (3:1, dadurch vorübergehend mit zwei Punkten mehr Erster) außerdem eine besondere Situation war - gerade aufgrund des bevorstehenden Klassikers im Signal-Iduna-Park (Samstag, 18.30 Uhr), bestätigte der Trainer des FC Bayern ebenfalls im Gespräch mit "Sky": "Wir hatten genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Es wurde dann immer mehr ein Geduldsspiel - und du bist auch ein bisschen unter Druck, weil Dortmund eben vorher gewonnen hat."

"Der Knoten ist dann durch ein sehr schön herausgespieltes Tor (von Leroy Sané; Anm.d.Red.) geplatzt. Und so ein 1:0 im Herbst tut dann auch mal gut, insgesamt haben wir gut verteidigt." Und so fahren "wir jetzt voller Vorfreude als Tabellenführer nach Dortmund."

"Immer beide Seiten ein bisschen beteiligt"

Im Vorfeld der Partie hatte Nagelsmann derweil auch wohl oder übel zu anderen Themen Stellung beziehen müssen - und tat das ohne zu Murren: "Es gehört beim FC Bayern auch dazu, bei gewissen Themen Stellung zu beziehen. Ich habe die meiste Redezeit in den Medien, das ist als Trainer ein Stückweit normal. Man muss die Gedanken in seinem Kopf klar trennen. Ich habe aber noch genug Kapazitäten, mich auch um das Sportliche zu kümmern." Vor allem die turbulente Jahreshautpversammlung vergangenen Donnerstag überwog hier als Thema, wozu der 34-Jährige meinte: "Bei so einem emotionalen Konflikt sind immer beide Seiten ein bisschen beteiligt. Es gab sicherlich Situationen, die wir als Verein besser hätten lösen können, aber es gab auch Situationen, die die Mitglieder besser hätten lösen können."

Sich selbst betreffend wurde Nagelsmann auch noch etwas los: "Es gab wahrscheinlich schon einfachere Situationen, um Bayern-Trainer zu werden: erst die der sehr erfolgreiche Zeit, dann mit Corona (rund um den noch nicht geimpften und dann infizierten Joshua Kimmich; Anm.d.Red.) und der Thematik der Jahreshauptversammlung. Das ist immer eine gewisse Gratwanderung, wie zum Beispiel mit den ungeimpften Spielern. Da versuchst du, die Spieler zu unterstützen und sie trotzdem auch zu überzeugen. Das ist schon so ein Durchschlängeln, das ist nicht ganz so einfach. Trotzdem denke ich, dass ich das gut hinbekomme - gemeinsam mit dem Staff."

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