Bundesliga

Nagelsmann erklärt Gnabry- und Goretzka-Auswechslung

Goretzka muss angeschlagen runter

Nagelsmann erklärt Gnabry-Auswechslung

Durfte gegen Köln nur 45 Minuten mitwirken: Serge Gnabry.

Durfte gegen Köln nur 45 Minuten mitwirken: Serge Gnabry. IMAGO/Sven Simon

Die Leistung des FC Bayern in der ersten Hälfte sprach nicht für Serge Gnabry, die in der zweiten allerdings auch nicht. Erst als Trainer Julian Nagelsmann zur Pause Personal und Grundordnung verändert hatte, fand seine Mannschaft am Dienstagabend gegen den 1. FC Köln zu ihrem Spiel, erdrückte den Gegner zeitweise und glich schließlich noch aus.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht", bilanzierte Nagelsmann später. "Wenn wir früher treffen, wird es schwerer aus Kölner Sicht. Wir haben mit der zweiten Halbzeit die Benchmark für uns selbst gesetzt, das ist der Anspruch, den wir haben. Das sollten wir über 90 Minuten hinkriegen."

zum Thema

Gnabry war wie Leon Goretzka zur zweiten Hälfte nicht wieder gekommen. Doch während Goretzka angeschlagen raus musste, weil ihm laut Nagelsmann nach einem unglücklichen Kopfballduell zunehmend schwindelig geworden war, erfolgte Gnabrys Auswechslung aus anderen Gründen. Hatte es etwa mit seinem umstrittenen Paris-Trip am Sonntag zu tun, nach dem Nagelsmann Konsequenzen angedroht hatte, sollte die Leistung gegen Köln nicht stimmen?

"Ich bin keiner, der diese Boulevardthemen bewertet"

"Ich bin keiner, der diese Boulevardthemen bewertet, sondern ich bewerte das, was ich auf dem Feld sehe, und ich bewerte, was für herausragende Spieler ich auf der Bank habe", wehrte Nagelsmann derlei Interpretationen ab. "Ich habe das Gefühl gehabt, dass wir frischen Wind brauchen, auch durch die Grundordnungsänderung, weil die Wege für die Außenspieler etwas weiter wurden. Deswegen haben wir gewechselt. Das hatte nichts mit dem Drumherum zu tun."

Für Gnabry (zwei Torschüsse, 24 Ballkontakte) kam Kingsley Coman, der sich im neuen 3-2-4-1 rechts in der offensiven Viererreihe neben Leroy Sané, Jamal Musiala und Alphonso Davies einordnete, während Ryan Gravenberch für Goretzka auf die Doppelsechs neben Joshua Kimmich rückte. Letzterer erzwang kurz vor Schluss mit einem Gewaltschuss noch das 1:1-Remis, das Nagelsmann und FC-Trainer Steffen Baumgart einvernehmlich als "verdient" werteten.

jpe

Nagelsmann: "Keine Entscheidung gegen Manuel Neuer"

alle Videos in der Übersicht