Bundesliga

Julian Nagelsmann erhält "Trainerpreis des deutschen Fußballs 2017"

Schröder mit "Ehrenpreis Lebenswerk" ausgezeichnet

Nagelsmann erhält DFB-Trainerpreis

Julian Nagelsmann (r.) mit Freundin Verena Neu beim Festakt in Gravenbruch.

Julian Nagelsmann (r.) mit Freundin Verena Neu beim Festakt in Gravenbruch. imago

Nagelsmann ist der achte Trainer, der diese Auszeichnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erhalten hat. Bisherige Preisträger waren Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert, Maren Meinert und Markus Kauczinski. Die Auszeichnung würdigt insbesondere herausragende Leistungen eines Trainers in der Nachwuchsarbeit.

"Dass mir als Rookie nun eine solche Ehre zuteil wird, macht mich fast sprachlos, und das bin ich selten", sagte Nagelsmann. Der heute 29-Jährige hatte die TSG in der vergangenen Saison als jüngster Cheftrainer der Bundesliga-Historie vor dem Abstieg bewahrt und belegt mit den Kraichgauern aktuell den vierten Platz.

Trainersteckbrief Nagelsmann
Nagelsmann

Nagelsmann Julian

Trainersteckbrief Schröder

Schröder Bernd

"Julian Nagelsmann ist ein tolles Beispiel dafür, wie viele junge talentierte Trainer wir in Deutschland haben. Mit seiner Kompetenz und seiner Art der Menschenführung hat er seine Spieler für sich gewonnen", sagte DFB-Sportdirektor Hrubesch, der Nagelsmann eine "große Trainerkarriere" prophezeite.

DFB zeichnet Schröder mit "Ehrenpreis Lebenswerk" aus

Erhielt den DFB-Ehrenpreis für das Lebenswerk: Bernd Schröder.

Erhielt den DFB-Ehrenpreis für das Lebenswerk: Bernd Schröder. imago

Im Rahmen des Festaktes wurde zudem Bernd Schröder, der ehemalige Coach des Frauen-Bundesligisten Turbine Potsdam, als siebter deutscher Trainer mit dem "Ehrenpreis Lebenswerk" des DFB ausgezeichnet. DFB-Präsident Reinhard Grindel sagte über Schröders Lebenswerk: "Bernd Schröder hat den Frauenfußball in Deutschland über Jahre und Jahrzehnte geprägt, vor seinen Leistungen und Erfolgen kann man sich nur verneigen." Zudem habe sich der 74-Jährige "nie verstellt, ist unbeirrt seinen Weg gegangen. Manchmal war er dabei unbequem, aber gerade das hat ihn ausgezeichnet und ausgemacht".

Schröder, heute Ehrenpräsident bei Turbine, hatte bis zum vergangenen Sommer die Geschicke in Potsdam gelenkt. Mit dem Verein wurde er seit der Gründung 1971 je sechsmal DDR-Meister und deutscher Meister. Dreimal gewann er zudem den DFB-Pokal, zweimal den Europapokal. Schröder sammelte zudem zahlreiche persönliche Auszeichnungen, unter anderem erhielt er 2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Der Ehrenpreis fürs Lebenswerk wird seit 2010 verliehen. Bisherige Preisträger sind Dettmar Cramer, Udo Lattek, Gero Bisanz, Otto Rehhagel, Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld.

cfl/sid

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