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Darts: Ausrufezeichen von Littler - Price bricht Spiel ab

Deutsche Spieler enttäuschen in Wigan

Nächstes Ausrufezeichen von Littler - Price bricht Spiel ab

War erneut einen Neun-Darter: Luke Littler.

War erneut einen Neun-Darter: Luke Littler. IMAGO/Jan Huebner

"Absolut erbärmliche Bedingungen", schrieb der ehemalige Weltmeister Price in einem Instagram-Beitrag am Montagabend. "Da reist man den ganzen Weg nach Wigan, um in einem Profispiel zu spielen, und muss dann unterhalb von Amateurbedingungen spielen." Weiter ins Detail ging Price nicht. Beim Abbruch war Dolan nur zwei Legs vom Sieg entfernt.

"Ich habe noch nie ein Spiel aufgegeben. Nun, das bedeutet, dass ich morgen auch ausfallen werde", kommentierte Price weiter. "Das ist sehr schade, denn mein Spiel war heute wirklich gut und ich verlasse mich so sehr auf diese Events." Vor dem Duell mit Dolan hatte Price beim sogenannten Players Championship 1 Siege gegen Karel Sedlacek (6:5) und Matthew Dennant (6:2) gefeiert.

Perfektes Leg für Littler

Das 17 Jahre alte Darts-Wunderkind Luke Littler warf bei seinem Debüt auf der Pro Tour auf der gleichen Veranstaltung beim 6:1 gegen Michele Turetta einen seltenen Neun-Darter. Mit der Mindestanzahl von neun Pfeilen brachte der Vize-Weltmeister 501 Punkte auf 0, dies gilt im Darts als perfektes Spiel. Bereits im Januar in Bahrain war dem WM-Finalisten ein perfektes Leg gelungen.

Kurios: Kurz vorher hatte der erst 18-jährige Leighton Bennett gegen den Deutschen Lukas Wenig (6:5) einen Neun-Darter geworfen und wurde damit zum jüngsten Dartspieler, dem das auf der Pro Tour jemals gelang. Diese Bestmarke hielt allerdings nur 53 Minuten, bis eben Littler ebenfalls neun perfekte Pfeile ins Board setzte. 

Wenig später gewann Littler auch das Turnier, im Finale setzte er sich knapp mit 8:7 gegen Ryan Searle durch.

Deutsche Spieler enttäuschen

Für die deutschen Spieler war der Wettbewerb derweil eine Enttäuschung. Am besten schnitt noch Ricardo Petreczko, der zwei Spiele gewann und dann im Achtelfinale an Brendan Dolan scheiterte. Gabriel Clemens, Lukas Wenig, Daniel Klose, Pascal Rupprecht, Paul Krohne, Florian Hempel und Martin Schindler kamen allesamt nicht über die zweite Runde hinaus.

mst, dpa

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