Bundesliga

Nächster Tempo-Test für Werder: "Wir haben daraus gelernt"

Auswärtsstarker Aufsteiger reist nach Leverkusen

Nächster Tempo-Test für Werder: "Wir haben daraus gelernt"

Zu schnell für Bremens Abwehr: Eintracht Frankfurt bereitete Werder ordentlich Probleme.

Zu schnell für Bremens Abwehr: Eintracht Frankfurt bereitete Werder ordentlich Probleme. imago images

Die Aussage liegt zwar bereits rund drei Wochen zurück, doch sie fiel bemerkenswert genug aus, um sie nun noch einmal herauszukramen. "Es war das erste Mal, seit ich bei Werder bin, dass wir mit diesem Tempo, dieser Spielgeschwindigkeit konfrontiert wurden", sagte Bremens Trainer Ole Werner an jenem Sonntagabend, nachdem der Aufsteiger das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt mit 3:4 verloren hatte. Letztlich war seine Mannschaft mit dieser Art und Weise nicht zurechtgekommen, wenngleich Werder wiederum auch selbst nicht zum eigenen Spiel gefunden hatte.

Am Samstagnachmittag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) dürfte man es nun erneut mit einem Gegner zu tun bekommen, der über ganz ähnliche Mittel verfügt wie die Frankfurter. Werner nennt zwar auch die Spiele zu Saisonbeginn gegen Wolfsburg (2:2) und Stuttgart (2:2) als exemplarisch für "Mannschaften mit hoher Geschwindigkeit im Offensivbereich", an denen man sich in der Vorbereitung orientieren könne.

Dass Bayer 04 Leverkusen in diesem Bereich aber wohl noch mal eine andere Qualität aufweist, wurde womöglich auch daran deutlich, dass der Werder-Coach gar von einer "sehr hohen Geschwindigkeit" beim Gegner sprach.

Werner: "Um die Geschwindigkeit zu verteidigen, …"

Nach den Spielen gegen Bochum und Augsburg, die ein eher konträres Gegner-Profil darstellen, wird die Partie in Leverkusen nun zum nächsten Tempo-Test für Werder. Und diesmal will Werner, dass seine Mannschaft diesen besser besteht: "Um die Geschwindigkeit zu verteidigen, ist es entscheidend, dass man die Zwischenräume und den Raum hinter der Kette vernünftig kontrolliert bekommt", erklärt der 34-Jährige: "Das hat mit den Abständen zwischen den Mannschaftsteilen zu tun und damit, zu erkennen, wann man tiefer angespielt werden kann und wann nicht." Und dafür seien ebenjene bisherigen Tempo-Spiele durchaus hilfreich gewesen, so Werner: "Wir haben gelernt, Rückschlüsse daraus zu ziehen."

Ich habe auch keine Erklärung dafür.

Ole Werner

Dass Bayer aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, ist für den Bremer Coach indes ein Beleg dafür, "dass die Tabelle aktuell keine Aussagekraft hat". Die Leverkusener Leistungen würden eher eine andere Sprache sprechen. Und bei gerade mal sechs absolvierten Ligaspielen will Werner auch die eigene Auswärtsstärke nicht zu hoch hängen. "Daraus sollte man keine Rückschlüsse ziehen", sagte er zu seiner bislang noch ungeschlagenen Bilanz in der Bundesliga, die da lautet: zwei Siege, ein Unentschieden. "Ich habe auch keine Erklärung dafür."

Tim Lüddecke

Wer wie oft Bundesliga-Tabellenführer war