Bundesliga

DFL: So will Hopfen die Liga weiterentwickeln

Kein Supercup in Saudi-Arabien

Nachhaltigkeit, Free-TV, Wachstum: So will Hopfen die Liga weiterentwickeln

DFL-Chefin Donata Hopfen präsentierte ihre strategischen Überlegungen.

DFL-Chefin Donata Hopfen präsentierte ihre strategischen Überlegungen. IMAGO/Sven Simon

Begriffe wie Werte und Tradition kamen besonders häufig vor im Statement von Donata Hopfen, nachdem die seit fünf Monaten im Amt befindliche DFL-Chefin die erste Mitgliederversammlung in Präsenz hinter sich gebracht hat. "Wir stehen vor der Herausforderung, den Profifußball trotz aller unterschiedlichen Ansichten, Interessen und Ausgangslagen gemeinsam in eine Zukunft zu führen und dabei den Spagat aus gesellschaftlicher Verankerung, nationaler und internationaler Relevanz und Wachstum zu meistern", sagte sie bei der Pressekonferenz nach dem zweieinhalbstündigen DFL-Treffen in Wiesbaden.

Kein Supercup in Saudi-Arabien

Vor den 36 deutschen Profiklubs konkretisierte Hopfen auch ihre Aussage zu einer möglichen Austragung des Supercups in Saudi-Arabien. "Ich habe gesagt, dass wir offen sein müssen für Innovationen, dabei war eine Austragung in Saudi-Arabien nie ein Thema. Ich meine auch, dass ich es mit dem Verweis auf die Traditionen und die Werte klar in Beziehung gesetzt habe. Nach dem, was daraus geworden ist, werde ich mir künftig mindestens einen Nebensatz mehr erlauben. Deswegen habe ich es heute noch einmal klargestellt", betonte die DFL-Chefin.

Mehr Spiele im Free-TV?

Den Klubvertretern präsentierte Hopfen zudem "erste strategische Überlegungen, wie der deutsche Profifußball aus einer positiven Stärke heraus und entlang seiner Werte und Traditionen weiterentwickelt und zukunftssicher gemacht" werden kann. In einem mehrstufigen Prozess will die DFL bis zum Spätherbst verschiedene Zukunftsszenarien ausarbeiten. Hopfen bestätigte, dass dabei auch die Überlegung, wieder mehr Spiele im Free-TV zu zeigen, eine Rolle spiele. "Ins Detail kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht gehen, um keine Vorfestlegung zu treffen", so die DFL-Geschäftsführerin. Über Play-off-Spiele am Saisonende wurde aber nicht gesprochen, diese genießen derzeit "keine Priorität".

Stärkung der Nachhaltigkeit

Konkrete Beschlüsse wurden in Wiesbaden zu einem anderen Thema gefasst, was die Stärkung der Nachhaltigkeit bei den 36 Profiklubs betrifft, wo Kritiker deutlichen Nachholbedarf sehen. Hopfen machte klar, dass die Richtlinien für alle Klubs "vom Aufsteiger aus der 3. Liga bis zum Champions-League-Teilnehmer" umsetzbar sein müssten. "Als erste Profifußballliga überhaupt haben wir eine verpflichtende Nachhaltigkeitsrichtlinie in der Lizenzordnung verankert", betonte sie.

Im Dezember hatte die DFL bereits ein Bekenntnis zu Nachhaltigkeit in all ihren Dimensionen (ökologisch, ökonomisch, sozial) in die Präambel der Satzung aufgenommen. Ab 2023/24 müssen die Erst- und Zweitligisten dann eine Nachhaltigkeitsstrategie und eine Umweltstrategie nachweisen. Dazu gehören jährliche Messungen des Wasserverbrauchs, der Abwasserproduktion und des Energieverbrauchs sowie eine Mobilitäts- und Verkehrsanalyse. Darüber hinaus haben sich alle Klubs verpflichtet, einen Verhaltenskodex für Mitarbeiter zu erstellen, um sich klar von jeglichen Arten von Diskriminierung abzugrenzen und sich zu Gleichberechtigung, Diversität sowie Inklusion zu bekennen.

Michael Ebert

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