Int. Fußball

Nach Heimspielsperre: Irans Champions-League-Klubs drohen mit Boykott

Vier Teams sind betroffen

Nach Heimspielsperre: Irans Champions-League-Klubs drohen mit Boykott

Fans von Persepolis Teheran

Keine Champions League in Teheran: Die Fans von Persepolis Teheran. picture alliance

Ein entsprechender Brief, dass die vier Klubs Persepolis Teheran, Esteghlal Teheran, Sepahan Isfahan und Shar-e Khodrou FC ihre Heimspiele in der AFC Champions League nicht im Iran austragen dürfen, habe die Vereine am Freitagabend erreicht.

Im Zuge dessen sei ein Sondertreffen zwischen dem Verband und dem Quartett angesetzt worden, um sich offiziell zu positionieren. Vonseiten des iranischen Verbandes habe es, so ein Sprecher, im Vorfeld Sicherheitsgarantien für die Gastspiele ausländischer Teams gegeben - ohne Erfolg.

Würde und Stolz des Irans sind wichtiger als Fußball.

Farhad Hamidawi, Vorstandschef von Shar-e Khodrou FC

Dies ruft nun Ärger und Zorn sowohl bei Klubs als auch Verband hervor und könnte nun eine drastische Reaktion nach sich ziehen: den Boykott der asiatischen Königsklasse. "Würde und Stolz des Irans sind wichtiger als Fußball", wird Farhad Hamidawi zitiert. Falls der Iran die Heimspiel-Sperre hinnähme, könnte sich, so der Vorstandschef von Shar-e Khodrou FC, diese auch bald auf die Nationalmannschaft sowie andere Sportarten auswirken. Die Vorstandschefs der beiden Teheraner Mannschaften Persepolis und Esteghlal hatten schon am Freitag erklärt, dass die AFC-Entscheidung politisch und für sie daher inakzeptabel sei.

Unklar ist bislang, ob die Entscheidung der AFC mit den militärischen Spannungen zwischen dem Iran und den USA sowie dem Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine mit 176 Toten zusammenhängt.

kög/dpa/sid