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Nach Corona-Verstoß: Drei Monate Hausarrest für Prijovic

Prijovic verstößt gegen gesetzliche Auflagen

Nach Corona-Verstoß: Drei Monate Hausarrest für serbischen Nationalstürmer

Hat sich nicht an die Regeln gehalten: Aleksandar Prijovic.

Hat sich nicht an die Regeln gehalten: Aleksandar Prijovic. imago images

Am Freitag wurde der Stürmer von Al Ittihad in der serbischen Hauptstadt gemeinsam mit 19 weiteren Personen gegen 17 Uhr verhaftet und anschließend dem Haftrichter vorgeführt. "Ihr Vergehen war es, dass sie mit mehr als fünf Personen in ein Restaurant gegangen sind", bestätigte Belgrads Polizeidirektor Vladimir Rebic die Aktion der Sicherheitsbehörden.

Rigide Maßnahmen in Serbien

Serbien befindet sich derzeit an dem Punkt, an dem man Infektionsketten nicht mehr nachvollziehen kann, auch stößt das Gesundheitssystem bereits an seine Kapazitätsgrenzen. Auch deshalb gelten in dem Balkanland rigide Einschränkungen. So herrscht an Werktagen zwischen 20 Uhr und 5 Uhr sowie seit diesem Wochenende ganztätig eine landesweite polizeiliche Sperrstunde.

Menschen über 65 dürfen ihre Wohnungen überhaupt nicht verlassen, Gruppen von mehr als fünf Personen sind verboten und positiv getestete Menschen werden auch bei mildem Krankheitsverlauf in ein zentrales, auf dem Belgrader Messegelände eigens eingerichtetes Lager zur Behandlung gebracht.

Prijovic droht nun sogar eine Haftstrafe

Die Strafen für Vergehen sind hart und reichen von hohen Geldstrafen bis hin zu Haft. Prijovic drohte sogar ein Aufenthalt hinter "schwedischen Gardinen", allerdings wird es anders kommen. Wie serbische Medien berichten, habe der 29-Jährige sein Fehlverhalten eingesehen, sich für schuldig erklärt und wird nun eine dreimonatige Haftstrafe ableisten müssen - allerdings in den eigenen vier Wänden, Hausarrest also. Prijovic muss das nun aber seinem Arbeitgeber Al-Ittihad erklären, denn dort wird er in nächster Zeit nicht mehr hinkommen, sollte seine Strafe nicht doch noch zur Bewährung ausgesetzt werden.

Der 29-Jährige ist übrigens nicht der erste Profi-Fußballer, der in Serbien in Zeiten von Corona für Negativ-Schlagzeilen gesorgt hat. Vor ihm hatte es bereits Wirbel um den ehemaligen Frankfurter Luka Jovic (Real Madrid) gegeben. Dessen Ausflug war aber noch vor Einführung der scharfen Eindämmungsregeln, sodass Jovic glimpflich davonkam.

Der in der Schweiz geborene Prijovic kam in Serbien zu großer Beliebtheit, weil er gegen Georgien das entscheidende Tor erzielt und sein Land damit zur WM 2018 nach Russland geführt hatte.

drm

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