WM

Costa Rica: Präsident Chaves sendet "riesiges Dankeschön"

Coach Suarez erwartet mehr von seinem Team

Nach WM-Qualifikation: Costa Ricas Präsident Chaves spricht "riesiges Dankeschön" aus

Costa Ricas Präsident Rodrigo freut sich über die WM-Qualifikation der Nationalmannschaft.

Costa Ricas Präsident Rodrigo freut sich über die WM-Qualifikation der Nationalmannschaft. picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Emotionen beim Präsidenten Costa Ricas waren stark. Rodrigo Chaves verwandelte sein Präsidialbüro in eine Partyzone - schon während des Spiels, das La Tri mit 1:0 gegen Neuseeland gewann, verfolgte Rodrigo Alberto de Jesus Chaves Robles vor dem Fernseher singend das Duell um das letzte WM-Ticket für Katar.

Der Präsident tat dies damit ebenso wie zahlreiche Fans der Nationalmannschaft, die in San Jose sogar auf den Straßen tanzten und vor Glück weinten. Im Gegensatz zu den Anhängern konnte Chaves aber direkt mit der Mannschaft in Kontakt treten. Per Videoanruf gen Doha schickte er eine "feste Umarmung" und ein "riesiges Dankeschön" nach Katar. Und jubelte sogar: "Wir sind ein unglaubliches Land."

Ich hoffe, dass wir gegen Deutschland ein anderes Costa Rica sein werden, um gegen so ein starkes Team zu bestehen.

Trainer Luis Fernando Suarez

Trainer Luis Fernando Suarez nahm die Glückwünsche stolz entgegen. Er mahnte aber auch direkt, schließlich hatte sein Team bei der interkontinentalen Play-off-Partie gegen die All Whites nicht wirklich spielerisch überzeugt. "Ich hoffe, dass wir gegen Deutschland ein anderes Costa Rica sein werden, um gegen so ein starkes Team zu bestehen", meinte Suarez angesichts des bevorstehenden Aufeinandertreffens mit der DFB-Auswahl in Gruppe E, das als abschließendes Gruppenspiel am 1. Dezember stattfinden wird.

Zur deutschen WM-Gruppe

Suarez war dennoch gut gelaunt, schließlich habe das Team den komplizierten Weg zur WM "trotz aller Rückschläge" und "vieler Hürden" gut gemeistert. Die Qualifikation im WM-Stadion von ar-Rayyan war trotz der durchschnittlichen Leistung im Entscheidungsspiel vollbracht, es ist die sechste für Costa Rica und die dritte in Folge.

Zum zweiten Mal nach der deutschen Heim-WM 2006 (4:2 im Auftaktspiel vor rund 16 Jahren) wird La Tri daher bei einer Endrunde auf Deutschland treffen. Es dürfte für Costa Rica sicherlich ein Ziel sein, ähnlich stark abzuschneiden wie bei der WM 2014 in Brasilien, bei der die von PSG-Keeper Keylor Navas und Co. erst im Elfmeterschießen des Viertelfinales gegen die Niederlande endete.

mje, sid

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