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Nach sieben Jahren: Euronics beendet eSport-Engagement

Biela-Sponsoring letztes Überbleibsel

Nach sieben Jahren: Euronics beendet eSport-Engagement

Euronics wird sein eSport-Sponsoring zum Jahresende einstellen.

Euronics wird sein eSport-Sponsoring zum Jahresende einstellen. Euronics Gaming

Den Startplatz in der Prime League von League of Legends (LoL) hatte Euronics Gaming (ESG) bereits an Eintracht Spandau abgetreten, nun ist der Rückzug des Sponsors und Namensgebers endgültige Gewissheit: Wie Euronics in einer Mitteilung erklärt, wird der zum Jahresende auslaufende Vertrag mit dem Werksteam nicht verlängert. Damit endet das siebenjährige Engagement des Handelsverbunds für Elektrogeräte im eSport.

2014 hatte Euronics das Sponsoring gestartet und seitdem sowohl national als auch international zahlreiche Erfolge gefeiert. Unter anderem wurde ESG siebenmal deutscher Meister in LoL, viermal gelang der Sieg auf der Premier Tour. Weitere Erfolge wurden zudem in CS:GO  verbucht, auch hier unter anderem einmal die deutsche Meisterschaft.

ESG hatte zuletzt verschiedene Teams ins Rennen geschickt, erst im vergangenen Januar war die Organisation in Rocket League eingestiegen. "Die bisherigen Erfolge unseres neuen Teams lassen auf eine erfolgversprechende Zukunft blicken", hatte Team-Koordinator Kristopher Mau damals gesagt. Daraus wird nun nichts.

Kevin Westphal wechselt zu Eintracht Spandau

Zu den Gründen für das Ende des eSport-Engagements machte Euronics keine Angaben. Vor knapp zwei Jahren hatte sich Mitbewerber Expert ebenfalls zurückgezogen und von "inzwischen erheblichen Kosten" gesprochen. Euronics schreibt in der Mitteilung lediglich: "Um sich künftig neuen Projekten widmen zu können, zieht sich Euronics Deutschland aus dem ESG-Engagement zurück." Aufrechterhalten bleiben soll zumindest das Sponsoring von Frank Biela in Sim-Racing.

Mit Kevin Westphal ist einer der beiden ESG-Gründer zu Eintracht Spandau gewechselt und wird weiterhin in LoL aktiv sein. Die Verträge mit den Spielern sind im November ausgelaufen. Der andere Gründer und CEO, Stefan Rothaug, möchte das Team unter neuem Namen und mit neuem Großsponsor neu aufstellen. "Es wäre schade, wenn das Ganze jetzt zu Ende wäre", sagt Rothaug in einem Statement. "Ich freue mich darauf, was sich in den nächsten Wochen und Monaten ergibt."

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Patrick Wichmann