2. Bundesliga

Nach sechs Spielen: 1. FC Nürnberg gewinnt wieder

15. Spieltag: Petersen beendet Effenbergs Serie - Fürth im Glück

Nach sechs Spielen: 1. FC Nürnberg gewinnt wieder

Beendeten die FCN-Durststrecke: Sebastian Kerk (links) und Guido Burgstaller (rechts).

Beendeten die FCN-Durststrecke: Sebastian Kerk (links) und Guido Burgstaller (rechts). Getty Images

Behrens lässt für Burgstaller durch - und der Club gewinnt

Im Vorfeld des Montagabendspiels zum Abschluss des 15. Spieltags zwischen Nürnberg und Braunschweig hatte sich viel um die T-Frage beim FCN gedreht: Die Wahl von Trainer René Weiler fiel schließlich auf den nach Blitzheilung (Muskelfaserriss in der Wade) wieder einsatzbereiten Schäfer. Während Rakovsky auf der Bank Platz nahm, stand Kirschbaum gar nicht erst im Kader.

2. Bundesliga - Scorer 2015/16
SC Freiburg Petersen Nils
17
1. FC Nürnberg Burgstaller Guido
11
VfL Bochum Terodde Simon
11
2. Bundesliga - 15. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
SC Freiburg SC Freiburg
29
2
RB Leipzig RB Leipzig
29
3
FC St. Pauli FC St. Pauli
26
2. Bundesliga - Torjäger 2015/16
SC Freiburg Petersen Nils
14
VfL Bochum Terodde Simon
10
1. FC Nürnberg Burgstaller Guido
7

Viel zu tun hatte Schäfer im ersten Durchgang aber nicht - was auch daran lag, dass die Braunschweiger Holtmann (drüber) und Zuck (Ball nicht getroffen) zwei gute Chancen fahrlässig liegen ließen. Anders der Club, der mit seiner ersten echten Torchance direkt zuschlug: Füllkrug chippte das Leder mit Übersicht zu Kerk, der mit langem Schritt die Kugel an mehreren Eintracht-Spieler vorbei über die Torlinie brachte (33.).

Die zweiten 45 Minuten waren dann deutlich unterhaltsamer: Los ging es mit einem unglücklichen Kopfball von Baffo auf die Querlatte seines eigenen Tores, gefolgt von Omladics sattem Distanzschuss zum 1:1, Schäfers Rettungstat auf der Torlinie und Möhwalds Lattenkracher. Ein Tor fiel spät auch noch - und zwar für den nach sechs Spielen ohne Erfolg wieder siegreichen FCN: Behrens ließ bei einem Eckentrick den Ball für Burgstaller passieren, der humorlos aus 13 Metern ins rechte obere Eck vollendete und gleichzeitig nach sechs Ligaspielen ohne Dreier wieder ein Erfolgserlebnis ermöglichte.

Petersen ist nicht zu stoppen - Effenbergs Serie reißt

Nils Petersen und Mike Frantz

Dreierpack: Nils Petersen war in Gala-Form. imago

Der SC Freiburg hat seine kleine Krise am Sonntagnachmittag beendet und gewann nach nur zwei Punkten aus den letzten drei Spielen und dem Aus im DFB-Pokal (0:3 gegen Augsburg) gegen den SC Paderborn deutlich mit 4:1. Kalt war es in Freiburg schon vor dem Anpfiff, aber Petersen verpasste den Gästen aus Paderborn nach wenigen Sekunden eine zusätzliche eiskalte Dusche und erzielte in der dritten Minute die Führung. Mit offenem Visier ging es weiter, aber Proschwitz ließ den Ausgleich nach einer Riesenchance liegen bzw. schoss knapp drüber. Die Strafe folgte auf den Fuß. Erneut bereitete Frantz vor und Petersen veredelte zum 2:0. Torrejon (per Kopf an den Pfosten) verpasste zwar noch knapp, aber das fiel nicht mehr ins Gewicht. Denn bis zur Pause war die Partie entschieden. Bakalorz sah schon früh die Ampelkarte, und Grifo verwandelte den anschließenden Freistoß direkt zum 3:0. Für den Kunstschützen war es bereits sein viertes Freistoßtor in dieser Saison. Petersen war an diesem Nachmittag noch nicht zufrieden mit seiner Performance und legte nochmal nach: 4:0. Der Anschlusstreffer (Narey) hatte nur noch kosmetischen Wert. Während Freiburg an der Tabellenspitze bleibt, kassierte Paderborn unter Coach Stefan Effenberg seine erste Niederlage (2/2/1) und steckt weiter im Keller fest.

Fürther Last-Minute-Sieg in Heidenheim

Die Spielvereinigung Greuther Fürth gewann durch einen späten Treffer in Heidenheim und rückt dadurch an die Spitzengruppe heran. Auf der schwäbischen Alb kassierten die Hausherren schon nach vier Minuten den ersten Gegentreffer. Im Anschluss an eine Ecke verschlief Grimaldi seinen Einsatz und Sukalo drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Es war ein Wirkungstreffer, denn die Heidenheimer waren sichtlich verunsichert und benötigten einige Zeit, um sich wieder ins Spiel zu kämpfen. Die dicken Chancen hatten allerdings die Franken. Allein Berisha scheiterte gleich zweimal im Eins-gegen-Eins gegen Keeper Zimmerman (34., 55.). Heidenheim zeigte sich nach dem Wechsel dann deutlich verbessert, Grimaldi kam noch einen Tick zu spät, um ins leere Tor einzuschieben. Goldrichtig stand dafür Leipertz, der nach 64 Minuten zum 1:1 einschob. Das Team von Frank Schmidt drängte jetzt auf die Entscheidung, kam aber nicht mehr zum Erfolg und landete hart. In der Nachspielzeit gelang Fürth noch der Lucky Punch zum 2:1-Sieg.

FSV verdient sich Punkt

Auf dem Betzenberg fand sich im Duell zwischen dem 1. FCK und Frankfurt kein Sieger. Den besseren Start erwischte der FSV, die Hausherren benötigten eine Weile, ehe sie in der Partie ankamen. Die besten Chancen hatten Przybylko (18. per Kopf) und Gugganig per Freistoß (22.), der aber nur an der Latte landete. Nach einer guten halben Stunde nutzten die Gäste ihre leichten spielerischen Vorteile zur Führung. Felipe Pires schloss einen schönen Spielzug zur 1:0-Führung ab. Nur unter tätiger Mithilfe des Gegners fanden die Pfälzer wieder in die Spur. Nach Pass von Löwe, stolperte Ballas den Ball ins eigene Tor. Deville hatte den Siegtreffer für Lautern sogar noch auf dem Fuß. Doch dann kassierte Karl binnen drei Minuten zwei Gelbe Karten und verabschiedete sich. Der Vorteil war sogleich dahin und auch Haji Safi sah die Ampelkarte. In der Schlussphase traf Colak nur die Latte, sodass es beim Remis blieb.

Hammerschüsse von Liendl und Okotie

Rubin Okotie

Rubin Okotie zieht ab und erzielt das 2:0 für die Löwen gegen St. Pauli. imago

1860 München hat am Samstagnachmittag für einen Paukenschlag gesorgt und mit einem verdienten 2:0-Erfolg gegen St. Pauli die Serie von vier ungeschlagenen Spiele in Folge der Kiez-Kicker abrupt beendet. Während die Löwen nach dem Dreier auf Rang 16 vorrücken und Fortuna Düsseldorf dadurch auf einen direkten Abstiegsplatz stießen, verpassten die Hamburger den zumindest vorübergehenden Sprung auf Rang eins.

Dabei erwischten die Gäste vom Millerntor in der WM-Arena von München den besseren Start, doch Sobota scheitere an 1860-Keeper Eicher und am Pfosten (8.), zudem köpfte Thy knapp vorbei (17.). Dann aber bissen sich die Löwen in die Partie rein, übernahmen mehr und mehr das Kommando, fanden in Durchgang eins allerdings nicht die Lücke in der Defensive St. Paulis. Dies sollte sich in Hälfte zwei ändern. 1860 blieb am Drücker und schoss durch zwei Distanzschüsse von Liendl (53.) und Okotie (56.) einen 2:0-Vorsprung heraus. St. Pauli drängte auf eine Wende, doch die Löwen ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Selke trifft eiskalt zum Sieg

Nutznießer der Niederlage St. Paulis war RB Leipzig. Die Sachsen gewannen bei Arminia Bielefeld mit 1:0 und gaben so die richtige Antwort auf die 0:2-Niederlage vor der Länderspielpause gegen Kaiserslautern. Der Aufsteiger aus Ostwestfalen muss dagegen weiter auf den ersten Heimsieg in dieser Saison warten.

Allerdings hing der Erfolg Leipzigs lange Zeit am seidenen Faden. Denn Bielefeld bot dem favorisierten Rangnick-Team kräftig Paroli, allerdings fehlte vor dem gegnerischen Tor die Durchschlagskraft. Anders RB, das mit der zweiten Chance in Führung ging, Selke schloss trocken ab (43.). Bielefeld drängte in Hälfte zwei auf den Ausgleich, doch Leipzig stand sicher in der Defensive und hatte am Ende bei einer Klos-Chance auch die notwendige Portion Glück, um die drei Punkte einzutüten.

Linsmayer bringt Sandhausen in die Spur - KSC-Serie reißt

Nach der von Terror geprägten Länderspielpause rollte am Freitagabend als erstes wieder der Ball im Unterhaus. In den Stadien in Sandhausen, Bochum und Düsseldorf wurde vor dem Anpfiff eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Anschläge von Paris abgehalten.

Sandhausens Linsmayer nimmt gegen den KSC genau Maß - 1:0.

Sandhausens Linsmayer nimmt gegen den KSC genau Maß - 1:0. picture-alliance

Der erste Treffer in den Freitagspielen des 15. Spieltags fiel in Sandhausen, wo Linsmayer gegen den Karlsruher SC einen Linksschuss früh im langen Eck versenkte - ein überraschender Treffer, denn der KSC begann schwungvoller. Auf dem vom Regen durchtränkten Rasen war der SVS mit dem 1:0 im Rücken dann aber das aktivere Team und spielte schnörkelloser nach vorne. Nach einem Körperkontakt zwischen Peitz und Kosecki gab es Elfmeter für die Hausherren, den Bouhaddouz eiskalt zum 2:0-Pausenstand verwandelte. Die Karlsruher hatten bis zum Pausenpfiff kaum Chancen. Nach dem Seitenwechsel versuchte es der KSC mit frischem Personal, doch so richtig wollte der Kauczinski-Elf die Aufholjagd nicht gelingen. Der SVS dagegen setzte auf Konter - einen davon vollstreckte Zillner zum vorentscheidenden 3:0. Zwar verkürzte Torres postwendend, doch am Ende brachte die Schwartz-Elf, die noch ein Abseitstor von Hoffer überstehen musste, den Vorsprung ins Ziel. Nach sieben Spielen ohne Pleite muss der KSC mal wieder klein beigeben, der SVS ist am Top-Trio dran.

Unions Kreilach staubt ab: Bochum muss weiter warten

Der VfL Bochum wartete vor dem Duell mit Union Berlin vier Spiele auf ein Erfolgserlebnis und rutschte mit dieser Negativserie aus den Aufstiegsrängen. Insofern galt es für die Verbeek-Elf, den Trend gegen die Eisernen zu stoppen. Besonders zu Herzen nahm sich dies Mlapa, der bei seinem Heimdebüt in der Startelf ein furioses Solo mit dem 1:0 abschloss. Union war geschockt, Keeper Haas machte mit einer Super-Parade einen weiteren Gegentreffer zunichte. Doch je länger die erste Halbzeit dauerte, desto mehr baute der VfL ab. Die Eisernen spielten nun klar den besseren Fußball und glichen verdient aus. Bochums Linksverteidiger Perthel vertändelte den Ball am Strafraum und Berlins Kreilach staubte gedankenschnell ab. Schon fast mit dem nächsten Angriff hätte Skrzybski das Spiel für die Gäste gedreht, doch Luthe parierte mit dem Fuß, so dass es mit 1:1 in die Halbzeit ging. Mit Wiederbeginn blieb die Partie optisch ausgeglichen, die besseren Chancen hatten jedoch die Berliner - Kreilachs Schüsse gingen aber vorbei oder wurden von Luthe entschärft. Auch in der Schlussphase scheuten beide Teams das letzte Risiko, so dass es bei der gerechten Punkteteilung blieb.

Bohl kontert Demirbay: Fortunas Remis gegen Duisburg

In Düsseldorf stieg das Kellerduell zwischen der heimischen Fortuna und dem Schlusslicht aus Duisburg. Der MSV war es auch, der etwas befreiter in die Partie fand, doch bei einer Kopfballchance von Janjic setzte der Offensivspieler den Ball zu hoch an. Auf der Gegenseite vergab Haggui ebenfalls eine sehr gute Gelegenheit per Kopf - der Fortunen-Kapitän zielte drüber. Insofern war das torlose Remis nach 45 Minuten ein gerechtes Ergebnis. Im zweiten Abschnitt erhöhte die Kramer-Elf das Engagement, versuchte Duisburg mehr unter Druck zu setzen, doch die Zebras konnten rund um den eigenen Strafraum die Vorstöße der Düsseldorfer zunächst abstoppen. Als Bohl aber im Aufbau den Ball verlor, schalteten die Hausherren über Sararer schnell um, und Demirbay tunnelte Keeper Ratajczak zum 1:0. Das Tor wirkte wie eine Erlösung, doch kurz darauf machte Duisburgs Bohl den Ausgleich. Nun war Pfeffer in der lange durchschnittlichen Partie - Chanturia nagelte einen Freistoß ans Gebälk, Pech für den MSV. Unter dem Strich endete das Duell mit einem gerechten Remis, dem zweiten in Folge für den neuen Duisburger Trainer Ilia Gruev.

kon